Prekäre Personal- und Amtsituation im BBL. Wann handelt der Bundesrat?

ShortId
03.3417
Id
20033417
Updated
10.04.2024 15:06
Language
de
Title
Prekäre Personal- und Amtsituation im BBL. Wann handelt der Bundesrat?
AdditionalIndexing
04;Personalverwaltung;Bundesamt für Bauten und Logistik;Bundesangestellte;Evaluation;Arbeitspsychologie
1
  • L04K08040501, Bundesamt für Bauten und Logistik
  • L04K07020102, Personalverwaltung
  • L06K070205020101, Arbeitspsychologie
  • L06K080601030103, Bundesangestellte
  • L04K08020302, Evaluation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Antwort des Bundesrates vom 7. März 2003 auf eine Interpellation Vollmer vom 5. Juni 2002 löste bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BBL grosses Entsetzen aus. In völlig einseitiger Weise wurde aufgrund ihrer direkten Kenntnisse versucht, von offensichtlichen Führungsmissständen mit Hinweisen auf unkorrekte Handlungsweisen unterer Chargen abzulenken. </p><p>Aufgrund der Medienberichterstattung meldeten sich beim Interpellanten überdies verschiedene ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche teilweise auch dem Kader des früheren AFB angehörten. Dabei wurde von verschiedenen, voneinander unabhängigen Personen, auf personalpolitische und amtsführungsmässige Probleme aufmerksam gemacht, deren Auswirkungen die Amtstätigkeit in verschiedenen Bereichen massiv einschränken und zu enormen zusätzlichen Kosten führen. Alleine die aufgrund eines inkompetenten Personalmanagements entstandenen Personalkosten infolge Abfindungen und Lohnweiterzahlungen werden auf eine Höhe von deutlich über einer Million Franken geschätzt. </p><p>Die Reorganisationen sollen sich im Jahrestakt ablösen, ohne dass effektive Verbesserungen erzielt wurden. Teure externe Berater vervielfachen immer neue Strukturvorschläge. Entsprechend katastrophal soll weiterhin die Performance des Amtes sein. In einzelnen Bereichen (Facility Management und Liegenschaftsgeschäft) wirken sich derartige Verhältnisse unmittelbar negativ auf die Rechnung aus. </p><p>Besonders gravierend sind dabei die Auswirkungen auf die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus Angst vor negativen persönlichen Folgen wagen sich die noch aktiven Betroffenen meist nur sehr zurückhaltend mit der Weitergabe ihrer Einschätzungen an die Vorgesetzten. </p><p>Dem Departementsvorsteher sind in diesem Zusammenhang - nicht zuletzt von den Personalverbänden - ebenfalls bereits verschiedene Hinweise und Fakten zugetragen worden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Frage: </p><p>Ist er bereit, eine gründliche und unabhängige Untersuchung über die Funktionsweise des Amtes und die personal- und führungsmässigen Schwierigkeiten einzuleiten, damit er raschmöglichst auch entsprechend handeln kann?</p>
  • Prekäre Personal- und Amtsituation im BBL. Wann handelt der Bundesrat?
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Antwort des Bundesrates vom 7. März 2003 auf eine Interpellation Vollmer vom 5. Juni 2002 löste bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BBL grosses Entsetzen aus. In völlig einseitiger Weise wurde aufgrund ihrer direkten Kenntnisse versucht, von offensichtlichen Führungsmissständen mit Hinweisen auf unkorrekte Handlungsweisen unterer Chargen abzulenken. </p><p>Aufgrund der Medienberichterstattung meldeten sich beim Interpellanten überdies verschiedene ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche teilweise auch dem Kader des früheren AFB angehörten. Dabei wurde von verschiedenen, voneinander unabhängigen Personen, auf personalpolitische und amtsführungsmässige Probleme aufmerksam gemacht, deren Auswirkungen die Amtstätigkeit in verschiedenen Bereichen massiv einschränken und zu enormen zusätzlichen Kosten führen. Alleine die aufgrund eines inkompetenten Personalmanagements entstandenen Personalkosten infolge Abfindungen und Lohnweiterzahlungen werden auf eine Höhe von deutlich über einer Million Franken geschätzt. </p><p>Die Reorganisationen sollen sich im Jahrestakt ablösen, ohne dass effektive Verbesserungen erzielt wurden. Teure externe Berater vervielfachen immer neue Strukturvorschläge. Entsprechend katastrophal soll weiterhin die Performance des Amtes sein. In einzelnen Bereichen (Facility Management und Liegenschaftsgeschäft) wirken sich derartige Verhältnisse unmittelbar negativ auf die Rechnung aus. </p><p>Besonders gravierend sind dabei die Auswirkungen auf die Motivation und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus Angst vor negativen persönlichen Folgen wagen sich die noch aktiven Betroffenen meist nur sehr zurückhaltend mit der Weitergabe ihrer Einschätzungen an die Vorgesetzten. </p><p>Dem Departementsvorsteher sind in diesem Zusammenhang - nicht zuletzt von den Personalverbänden - ebenfalls bereits verschiedene Hinweise und Fakten zugetragen worden.</p><p>Ich bitte den Bundesrat in diesem Zusammenhang um die Beantwortung folgender Frage: </p><p>Ist er bereit, eine gründliche und unabhängige Untersuchung über die Funktionsweise des Amtes und die personal- und führungsmässigen Schwierigkeiten einzuleiten, damit er raschmöglichst auch entsprechend handeln kann?</p>
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