Lohngleichheitsbericht

ShortId
03.3534
Id
20033534
Updated
25.06.2025 02:03
Language
de
Title
Lohngleichheitsbericht
AdditionalIndexing
15;Gleichstellung von Mann und Frau;Bericht;Lohngleichheit
1
  • L05K0702010305, Lohngleichheit
  • L04K05020305, Gleichstellung von Mann und Frau
  • L03K020206, Bericht
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Bilanz der Neunzigerjahre bezüglich der Lohngleichheit für Frauen ist ernüchternd. Die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männer haben sich in den letzten Jahren zwar etwas vermindert, halten sich aber weiterhin hartnäckig bei über einem Fünftel (2000: 21,3 Prozent Differenz). Der verfassungsmässige Grundsatz "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" konnte bisher trotz Teilerfolgen nicht umfassend umgesetzt werden. So verdienen Frauen nach wie vor weniger als Männer.</p><p>Mit regelmässigen Berichten und Analysen soll der Bund das Problembewusstsein schärfen und mit gutem Datenmaterial und Analysen Grundlagen für Verbesserungen liefern. Zwar wertet das Bundesamt für Statistik bereits heute regelmässig die wichtigsten Lohnzahlen nach Geschlecht aus, berechnet die Lohnunterschiede und dokumentiert diese auch auf der Homepage oder in Faltprospekten. Dies sind zwar wichtige Schritte, aber sie sind unzureichend. Damit neue Tendenzen erfasst und Entwicklungen verfolgt werden können, müssen regelmässig vertiefende und vergleichende Studien zur Lohngleichheit gemacht werden, welche auch branchenspezifische und regionale Besonderheiten berücksichtigen.</p><p>Der Bund hat bereits in den Achtzigerjahren im Rahmen der Arbeitsgruppe "Lohngleichheit" Studien gemacht: Schlussbericht der vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement eingesetzten Arbeitsgruppe "Lohngleichheit": Lohngleichheit für Mann und Frau 1988 (Postulat Jaggi, 1986). Für die Mitte der Neunzigerjahre liefert die Studie "Auf dem Weg zur Lohngleichheit" (Flückiger/Ramirez, 2000) wichtige Erkenntnisse. Hier wurde Zahlenmaterial der Jahre 1994 und 1996 genauer analysiert. Diese Studie weist nach, dass es für 60 Prozent der Lohndifferenz keine Erklärung wie z. B. unterschiedliche Bildung gibt. Die Lohndifferenzen sind einzig auf direkte Diskriminierung zurückzuführen. Die Daten sind heute aber bereits mehr als sieben Jahre alt.</p>
  • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert:</p><p>1. einen Bericht über den Stand der Lohngleichheit von Frauen und Männern in der Schweiz ausarbeiten zu lassen. Dabei sollen auch branchenspezifische und regionale Analysen gemacht werden.</p><p>2. Der Bericht soll regelmässig aktualisiert und periodisch mit Detailstudien präzisiert werden (z. B. Frauenlöhne von Migrantinnen, Tieflöhne usw.).</p>
  • Lohngleichheitsbericht
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Bilanz der Neunzigerjahre bezüglich der Lohngleichheit für Frauen ist ernüchternd. Die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männer haben sich in den letzten Jahren zwar etwas vermindert, halten sich aber weiterhin hartnäckig bei über einem Fünftel (2000: 21,3 Prozent Differenz). Der verfassungsmässige Grundsatz "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" konnte bisher trotz Teilerfolgen nicht umfassend umgesetzt werden. So verdienen Frauen nach wie vor weniger als Männer.</p><p>Mit regelmässigen Berichten und Analysen soll der Bund das Problembewusstsein schärfen und mit gutem Datenmaterial und Analysen Grundlagen für Verbesserungen liefern. Zwar wertet das Bundesamt für Statistik bereits heute regelmässig die wichtigsten Lohnzahlen nach Geschlecht aus, berechnet die Lohnunterschiede und dokumentiert diese auch auf der Homepage oder in Faltprospekten. Dies sind zwar wichtige Schritte, aber sie sind unzureichend. Damit neue Tendenzen erfasst und Entwicklungen verfolgt werden können, müssen regelmässig vertiefende und vergleichende Studien zur Lohngleichheit gemacht werden, welche auch branchenspezifische und regionale Besonderheiten berücksichtigen.</p><p>Der Bund hat bereits in den Achtzigerjahren im Rahmen der Arbeitsgruppe "Lohngleichheit" Studien gemacht: Schlussbericht der vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement eingesetzten Arbeitsgruppe "Lohngleichheit": Lohngleichheit für Mann und Frau 1988 (Postulat Jaggi, 1986). Für die Mitte der Neunzigerjahre liefert die Studie "Auf dem Weg zur Lohngleichheit" (Flückiger/Ramirez, 2000) wichtige Erkenntnisse. Hier wurde Zahlenmaterial der Jahre 1994 und 1996 genauer analysiert. Diese Studie weist nach, dass es für 60 Prozent der Lohndifferenz keine Erklärung wie z. B. unterschiedliche Bildung gibt. Die Lohndifferenzen sind einzig auf direkte Diskriminierung zurückzuführen. Die Daten sind heute aber bereits mehr als sieben Jahre alt.</p>
    • Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert:</p><p>1. einen Bericht über den Stand der Lohngleichheit von Frauen und Männern in der Schweiz ausarbeiten zu lassen. Dabei sollen auch branchenspezifische und regionale Analysen gemacht werden.</p><p>2. Der Bericht soll regelmässig aktualisiert und periodisch mit Detailstudien präzisiert werden (z. B. Frauenlöhne von Migrantinnen, Tieflöhne usw.).</p>
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