Mehrwertsteuer. Weniger Papierkrieg *

ShortId
03.3623
Id
20033623
Updated
24.06.2025 23:44
Language
de
Title
Mehrwertsteuer. Weniger Papierkrieg *
AdditionalIndexing
24;15;Klein- und mittleres Unternehmen;Eidgenössische Steuerverwaltung;Verwaltungsformalität;Vereinfachung von Verfahren;Mehrwertsteuer;Informationsverbreitung
1
  • L04K11070103, Mehrwertsteuer
  • L04K08060113, Verwaltungsformalität
  • L05K0503020801, Vereinfachung von Verfahren
  • L04K12010202, Informationsverbreitung
  • L05K0703060302, Klein- und mittleres Unternehmen
  • L04K08040507, Eidgenössische Steuerverwaltung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Schweizerischen Gewerbeverbandes macht die Masse der offiziellen, für die Unternehmen bestimmten Dokumente der Mehrwertsteuerhauptabteilung augenscheinlich. Die Schwierigkeiten, auf welche die KMU-lnhaber stossen, um diese voluminöse Dokumentation in den Griff zu bekommen, brauchen nicht unterstrichen zu werden - Schwierigkeiten, die durch den technokratischen Charakter dieser Dokumente noch verstärkt werden. Die Erfahrung zeigt, dass das Volumen und die Komplexität der Mehrwertsteuervorschriften eine höchst abschreckende Wirkung haben. Konsequenz: Die grosse Mehrheit der KMU zieht es mangels adäquater menschlicher Ressourcen vor, die Verwaltung der Mehrwertsteuer einem externen Experten (Treuhänder, Steuerexperte) anzuvertrauen. Doch die Kosten für eine solche Expertise sind beträchtlich. Für ein KMU belaufen sie sich pro Jahr auf mehrere Tausend Franken.</p><p>Die Experten sind sich darin einig, dass eine klare und einfache Formulierung der Vorschriften, die von den Steuerpflichtigen gut verstanden wird, die Notwendigkeit, sich in Steuerfragen beraten zu lassen, bedeutend verringern würde. Aufgrund dieser Tatsache und angesichts des in letzter Zeit vom Bundesrat gezeigten Willens, gegen die administrativen Belastungen zu kämpfen, lade ich ihn dazu ein, Massnahmen zu ergreifen, um die offizielle Mehrwertsteuerdokumentation zu verringern und zu vereinfachen.</p><p>Seit mehreren Jahren stellen zahlreiche Branchenverbände, die die Interessen der KMU wahrnehmen, ihren Mitgliedern eigene Mehrwertsteuerbroschüren zur Verfügung. Doch da diese Broschüren von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) nicht anerkannt werden, haben sie auch keinen juristischen Wert. Um den Bedürfnissen der KMU besser entgegenzukommen und ihnen die administrativen Arbeiten zu erleichtern, ist es notwendig, dass die ESTV ihre Zustimmung zu diesen von den Branchenverbänden herausgegebenen Broschüren gibt. Die Broschüren fassen auf einigen Seiten die häufigsten Fragen zusammen, die in der betreffenden Branche auftauchen (mit dem Verweis auf die entsprechende ESTV-Broschüre für komplexere Fälle), und mit dem Vermerk "Herausgegeben mit dem Einverständnis der ESTV" erhielten sie eine Art "Label". Der Bundesrat ist gebeten, die Stichhaltigkeit dieser Vorschläge zu prüfen.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat ist eingeladen, Massnahmen zu ergreifen, um die offiziellen Dokumente der Mehrwertsteuerhauptabteilung dahingehend zu verringern und zu vereinfachen, dass sie für die KMU-Inhaber lesbar und verständlich werden.</p>
  • Mehrwertsteuer. Weniger Papierkrieg *
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Schweizerischen Gewerbeverbandes macht die Masse der offiziellen, für die Unternehmen bestimmten Dokumente der Mehrwertsteuerhauptabteilung augenscheinlich. Die Schwierigkeiten, auf welche die KMU-lnhaber stossen, um diese voluminöse Dokumentation in den Griff zu bekommen, brauchen nicht unterstrichen zu werden - Schwierigkeiten, die durch den technokratischen Charakter dieser Dokumente noch verstärkt werden. Die Erfahrung zeigt, dass das Volumen und die Komplexität der Mehrwertsteuervorschriften eine höchst abschreckende Wirkung haben. Konsequenz: Die grosse Mehrheit der KMU zieht es mangels adäquater menschlicher Ressourcen vor, die Verwaltung der Mehrwertsteuer einem externen Experten (Treuhänder, Steuerexperte) anzuvertrauen. Doch die Kosten für eine solche Expertise sind beträchtlich. Für ein KMU belaufen sie sich pro Jahr auf mehrere Tausend Franken.</p><p>Die Experten sind sich darin einig, dass eine klare und einfache Formulierung der Vorschriften, die von den Steuerpflichtigen gut verstanden wird, die Notwendigkeit, sich in Steuerfragen beraten zu lassen, bedeutend verringern würde. Aufgrund dieser Tatsache und angesichts des in letzter Zeit vom Bundesrat gezeigten Willens, gegen die administrativen Belastungen zu kämpfen, lade ich ihn dazu ein, Massnahmen zu ergreifen, um die offizielle Mehrwertsteuerdokumentation zu verringern und zu vereinfachen.</p><p>Seit mehreren Jahren stellen zahlreiche Branchenverbände, die die Interessen der KMU wahrnehmen, ihren Mitgliedern eigene Mehrwertsteuerbroschüren zur Verfügung. Doch da diese Broschüren von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) nicht anerkannt werden, haben sie auch keinen juristischen Wert. Um den Bedürfnissen der KMU besser entgegenzukommen und ihnen die administrativen Arbeiten zu erleichtern, ist es notwendig, dass die ESTV ihre Zustimmung zu diesen von den Branchenverbänden herausgegebenen Broschüren gibt. Die Broschüren fassen auf einigen Seiten die häufigsten Fragen zusammen, die in der betreffenden Branche auftauchen (mit dem Verweis auf die entsprechende ESTV-Broschüre für komplexere Fälle), und mit dem Vermerk "Herausgegeben mit dem Einverständnis der ESTV" erhielten sie eine Art "Label". Der Bundesrat ist gebeten, die Stichhaltigkeit dieser Vorschläge zu prüfen.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat ist eingeladen, Massnahmen zu ergreifen, um die offiziellen Dokumente der Mehrwertsteuerhauptabteilung dahingehend zu verringern und zu vereinfachen, dass sie für die KMU-Inhaber lesbar und verständlich werden.</p>
    • Mehrwertsteuer. Weniger Papierkrieg *

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