Schliessung der CO2-Ziellücke
- ShortId
-
04.3316
- Id
-
20043316
- Updated
-
24.06.2025 23:49
- Language
-
de
- Title
-
Schliessung der CO2-Ziellücke
- AdditionalIndexing
-
55;52;Kohlendioxid;Bodennutzung;Waldfläche;Klimaveränderung;Direktzahlungen;CO2-Abgabe
- 1
-
- L05K1701010502, CO2-Abgabe
- L06K070501020901, Kohlendioxid
- L04K06020209, Klimaveränderung
- L04K14010201, Bodennutzung
- L05K1401070107, Waldfläche
- L04K14010404, Direktzahlungen
- PriorityCouncil1
-
Ständerat
- Texts
-
- <p>Die Schweiz hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolles bekanntlich verpflichtet, ihren Ausstoss insbesondere an CO2 zu reduzieren. Sie hat hierzu das so genannte CO2-Gesetz erlassen. Die vorgesehenen Massnahmen zielen vorab auf eine Senkung des CO2-Ausstosses. Diese Zielrichtung verdient nach wie vor Unterstützung. Soweit sie indessen nicht ausreicht, macht es aber auch Sinn, die CO2-Absorption zu fördern. Das Ziel einer CO2-Reduktion in der Atmosphäre bleibt beiden Massnahmen gemeinsam.</p><p>Eine Abgeltung landwirtschaftlicher Kulturen in diesem Sinne könnte ausserdem die staatlichen Direktzahlungen ergänzen und eventuell ablösen, ohne dass sie internationalen Handelsregelungen entgegenstünde. Im Gegensatz zu den bisherigen Direktzahlungen entgilt sie zudem Leistungen.</p>
- <p>Eine erste Abschätzung des CO2-Senkungspotenzials der Land- und Forstwirtschaft in der Schweiz liegt vor (Fischlin A. et al.: Bestandesaufnahme zum Thema Senken in der Schweiz, Zürich, 2003; http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/md/content/oekonomie/klima/politik/31.pdf). Weitere Abklärungen, insbesondere zum Ausmass und zur Erhebung der im Kyoto-Protokoll anrechenbaren Senkungsleistungen sowie zu wirtschaftlichen Aspekten der Senkungsnutzung, sind in Arbeit.</p><p>Der Bundesrat wird die Vor- und Nachteile sowie die Rahmenbedingungen einer Senkungsanrechnung genau prüfen und darüber Bericht erstatten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, ob und wieweit:</p><p>1. land- und forstwirtschaftliche Kulturen den CO2-Ausstoss in der Schweiz zu binden und kompensieren vermögen;</p><p>2. sie gezielt zu diesem Zwecke zu fördern seien, wobei entsprechende Mittel aus Einnahmen der CO2-Gesetzgebung inklusive freiwilliger Massnahmen im Sinne eines "Klimarappens" zu entnehmen wären;</p><p>3. solche Förderungsmassnahmen mit den WTO-Regelungen vereinbar wären.</p>
- Schliessung der CO2-Ziellücke
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Schweiz hat sich im Rahmen des Kyoto-Protokolles bekanntlich verpflichtet, ihren Ausstoss insbesondere an CO2 zu reduzieren. Sie hat hierzu das so genannte CO2-Gesetz erlassen. Die vorgesehenen Massnahmen zielen vorab auf eine Senkung des CO2-Ausstosses. Diese Zielrichtung verdient nach wie vor Unterstützung. Soweit sie indessen nicht ausreicht, macht es aber auch Sinn, die CO2-Absorption zu fördern. Das Ziel einer CO2-Reduktion in der Atmosphäre bleibt beiden Massnahmen gemeinsam.</p><p>Eine Abgeltung landwirtschaftlicher Kulturen in diesem Sinne könnte ausserdem die staatlichen Direktzahlungen ergänzen und eventuell ablösen, ohne dass sie internationalen Handelsregelungen entgegenstünde. Im Gegensatz zu den bisherigen Direktzahlungen entgilt sie zudem Leistungen.</p>
- <p>Eine erste Abschätzung des CO2-Senkungspotenzials der Land- und Forstwirtschaft in der Schweiz liegt vor (Fischlin A. et al.: Bestandesaufnahme zum Thema Senken in der Schweiz, Zürich, 2003; http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/md/content/oekonomie/klima/politik/31.pdf). Weitere Abklärungen, insbesondere zum Ausmass und zur Erhebung der im Kyoto-Protokoll anrechenbaren Senkungsleistungen sowie zu wirtschaftlichen Aspekten der Senkungsnutzung, sind in Arbeit.</p><p>Der Bundesrat wird die Vor- und Nachteile sowie die Rahmenbedingungen einer Senkungsanrechnung genau prüfen und darüber Bericht erstatten.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, ob und wieweit:</p><p>1. land- und forstwirtschaftliche Kulturen den CO2-Ausstoss in der Schweiz zu binden und kompensieren vermögen;</p><p>2. sie gezielt zu diesem Zwecke zu fördern seien, wobei entsprechende Mittel aus Einnahmen der CO2-Gesetzgebung inklusive freiwilliger Massnahmen im Sinne eines "Klimarappens" zu entnehmen wären;</p><p>3. solche Förderungsmassnahmen mit den WTO-Regelungen vereinbar wären.</p>
- Schliessung der CO2-Ziellücke
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