Stellung der Forscherinnen und Forscher in den Humanwissenschaften

ShortId
04.3558
Id
20043558
Updated
24.06.2025 23:52
Language
de
Title
Stellung der Forscherinnen und Forscher in den Humanwissenschaften
AdditionalIndexing
36;Forschungspersonal;Forschungsmethode;Sozialwissenschaften;Forschungspolitik;angewandte Forschung;Geisteswissenschaften;Forschungsvorhaben
1
  • L02K1603, Geisteswissenschaften
  • L03K160301, Sozialwissenschaften
  • L04K16020206, Forschungsvorhaben
  • L03K160202, Forschungspolitik
  • L04K16020205, Forschungspersonal
  • L04K16020103, Forschungsmethode
  • L04K16020101, angewandte Forschung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die humanwissenschaftliche Forschung in der Schweiz, besonders die sozialwissenschaftliche, unterliegt mehrheitlich einer Logik der kurzen Frist. Im öffentlichen Bereich (Universitäten, Fachhochschulen und andere Institute) findet die Forschung meist im Rahmen von befristeten Projekten statt. Die Mittel stammen z. B. vom Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung oder aus öffentlichen und privaten Aufträgen zu angewandter Forschung. Private Forschungszentren und Wissenschaftsinstitute, die zuweilen eigentliche "Auftragsfabriken" sind, arbeiten gewinnorientiert oder streben zumindest eine kurzfristige Rentabilität an, was zu einer besonderen Stellung führt (so lässt sich z. B. eigenes Wissen nicht umsetzen oder verbreiten).</p><p>Daraus ergeben sich vor allem in zwei Bereichen Probleme: Gefährdet sind zum einen die Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit und die langfristige Wissensentwicklung, zum andern die optimale Nutzung der Kompetenzen der Forscherinnen und Forscher sowie deren Möglichkeiten, ihre Tätigkeiten nach einer umfassenderen Dynamik auszurichten als jener, die sich in der schlichten Erfüllung begrenzter Mandate erschöpft.</p>
  • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt:</p><p>1. die Stellung der Personen, die in der Schweiz humanwissenschaftlich forschen, unter den Aspekten der Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit, der Kompetenzentwicklung und des Wissenstransfers kritisch zu analysieren;</p><p>2. konkrete Massnahmen vorzuschlagen, um der Unzufriedenheit abzuhelfen, die sich aus der heutigen Situation ergibt.</p>
  • Stellung der Forscherinnen und Forscher in den Humanwissenschaften
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die humanwissenschaftliche Forschung in der Schweiz, besonders die sozialwissenschaftliche, unterliegt mehrheitlich einer Logik der kurzen Frist. Im öffentlichen Bereich (Universitäten, Fachhochschulen und andere Institute) findet die Forschung meist im Rahmen von befristeten Projekten statt. Die Mittel stammen z. B. vom Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung oder aus öffentlichen und privaten Aufträgen zu angewandter Forschung. Private Forschungszentren und Wissenschaftsinstitute, die zuweilen eigentliche "Auftragsfabriken" sind, arbeiten gewinnorientiert oder streben zumindest eine kurzfristige Rentabilität an, was zu einer besonderen Stellung führt (so lässt sich z. B. eigenes Wissen nicht umsetzen oder verbreiten).</p><p>Daraus ergeben sich vor allem in zwei Bereichen Probleme: Gefährdet sind zum einen die Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit und die langfristige Wissensentwicklung, zum andern die optimale Nutzung der Kompetenzen der Forscherinnen und Forscher sowie deren Möglichkeiten, ihre Tätigkeiten nach einer umfassenderen Dynamik auszurichten als jener, die sich in der schlichten Erfüllung begrenzter Mandate erschöpft.</p>
    • Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt:</p><p>1. die Stellung der Personen, die in der Schweiz humanwissenschaftlich forschen, unter den Aspekten der Kontinuität wissenschaftlicher Arbeit, der Kompetenzentwicklung und des Wissenstransfers kritisch zu analysieren;</p><p>2. konkrete Massnahmen vorzuschlagen, um der Unzufriedenheit abzuhelfen, die sich aus der heutigen Situation ergibt.</p>
    • Stellung der Forscherinnen und Forscher in den Humanwissenschaften

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