Biodiversitätsstrategie

ShortId
04.3657
Id
20043657
Updated
28.07.2023 11:13
Language
de
Title
Biodiversitätsstrategie
AdditionalIndexing
52;Evaluationsstrategie;Schutz der Pflanzenwelt;biologische Vielfalt;Vollzug von Beschlüssen;Schutzgebiet;Schutz der Tierwelt
1
  • L04K06030306, biologische Vielfalt
  • L04K06010412, Schutzgebiet
  • L05K0802030204, Evaluationsstrategie
  • L04K06010408, Schutz der Tierwelt
  • L04K06010415, Schutz der Pflanzenwelt
  • L03K080703, Vollzug von Beschlüssen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In der Schweiz nimmt die biologische Vielfalt in erschreckendem Masse ab. Im europäischen Vergleich weist unser Land einen überdurchschnittlich hohen Anteil an bedrohten Tier- und Pflanzenarten auf. Die Situation ist alarmierend.</p><p>So enthält beispielsweise die Rote Liste der gefährdeten Tiere 40 Prozent aller regelmässig in der Schweiz brütenden Vogelarten, und weitere 12 Prozent sind potenziell bedroht, und es besteht die Gefahr, dass auch sie bei ungenügenden Massnahmen auf die Rote Liste gelangen. Bei den Amphibien steht nur eine einzige Art nicht auf der Roten Liste.</p><p>Mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention anlässlich des Weltgipfels von Rio im Jahre 1992 ist die Schweiz die Verpflichtung eingegangen, eine nationale Biodiversitätsstrategie mit zugehörigen Aktionsplänen zu erstellen und umzusetzen. Die Konvention verpflichtet die Staaten, dafür zu sorgen, dass das Artensterben bis 2010 zum Stillstand gebracht werden kann.</p><p>Was die Schweiz bis jetzt unternommen hat, um die eingegangene Verpflichtung zu erfüllen, reicht nicht aus. Auch die OECD hat die Schweiz auf ihre diesbezüglichen Defizite aufmerksam gemacht. Die dringende Notwendigkeit einer Biodiversitätsstrategie für die Schweiz stellen die Wissenschaftler des Forums Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie "Biodiversität in der Schweiz" fest.</p>
  • <p>Die Schweiz verfügt heute über verschiedene Instrumente, die mit dem Schutz von wertvollen Lebensräumen und der Förderung von bedrohten Arten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Mit einer Strategie zur Sicherung der Biodiversität könnten diese Instrumente zwar noch besser aufeinander abgestimmt und könnte damit ihre Wirkung erhöht werden. Die Entwicklung einer solchen Strategie käme aber einer neuen Aufgabe gleich, für die beim Bund derzeit keine Ressourcen vorhanden sind. Nach Ansicht des Bundesrates sind die Ziele der Schweiz auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt mit den bereits vorhandenen Instrumenten zu erreichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament eine Biodiversitätsstrategie vorzulegen, zu der sich die Schweiz bereits 1992 in der Biodiversitätskonvention zusammen mit 170 weiteren Staaten verpflichtet hat. Deren Ziel muss es sein, die dramatische Abnahme der Artenvielfalt zu stoppen. Insbesondere sind regional differenzierte Strategien für den Schutz und die Förderung der Arten, welche gefährdet sind oder für welche die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt, sowie Aktionspläne zu erstellen, welche mit griffigen und klar überprüfbaren Vorgaben die Basis für eine effiziente Erfolgskontrolle legen.</p>
  • Biodiversitätsstrategie
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In der Schweiz nimmt die biologische Vielfalt in erschreckendem Masse ab. Im europäischen Vergleich weist unser Land einen überdurchschnittlich hohen Anteil an bedrohten Tier- und Pflanzenarten auf. Die Situation ist alarmierend.</p><p>So enthält beispielsweise die Rote Liste der gefährdeten Tiere 40 Prozent aller regelmässig in der Schweiz brütenden Vogelarten, und weitere 12 Prozent sind potenziell bedroht, und es besteht die Gefahr, dass auch sie bei ungenügenden Massnahmen auf die Rote Liste gelangen. Bei den Amphibien steht nur eine einzige Art nicht auf der Roten Liste.</p><p>Mit der Unterzeichnung der Biodiversitätskonvention anlässlich des Weltgipfels von Rio im Jahre 1992 ist die Schweiz die Verpflichtung eingegangen, eine nationale Biodiversitätsstrategie mit zugehörigen Aktionsplänen zu erstellen und umzusetzen. Die Konvention verpflichtet die Staaten, dafür zu sorgen, dass das Artensterben bis 2010 zum Stillstand gebracht werden kann.</p><p>Was die Schweiz bis jetzt unternommen hat, um die eingegangene Verpflichtung zu erfüllen, reicht nicht aus. Auch die OECD hat die Schweiz auf ihre diesbezüglichen Defizite aufmerksam gemacht. Die dringende Notwendigkeit einer Biodiversitätsstrategie für die Schweiz stellen die Wissenschaftler des Forums Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie "Biodiversität in der Schweiz" fest.</p>
    • <p>Die Schweiz verfügt heute über verschiedene Instrumente, die mit dem Schutz von wertvollen Lebensräumen und der Förderung von bedrohten Arten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Mit einer Strategie zur Sicherung der Biodiversität könnten diese Instrumente zwar noch besser aufeinander abgestimmt und könnte damit ihre Wirkung erhöht werden. Die Entwicklung einer solchen Strategie käme aber einer neuen Aufgabe gleich, für die beim Bund derzeit keine Ressourcen vorhanden sind. Nach Ansicht des Bundesrates sind die Ziele der Schweiz auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt mit den bereits vorhandenen Instrumenten zu erreichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird ersucht, dem Parlament eine Biodiversitätsstrategie vorzulegen, zu der sich die Schweiz bereits 1992 in der Biodiversitätskonvention zusammen mit 170 weiteren Staaten verpflichtet hat. Deren Ziel muss es sein, die dramatische Abnahme der Artenvielfalt zu stoppen. Insbesondere sind regional differenzierte Strategien für den Schutz und die Förderung der Arten, welche gefährdet sind oder für welche die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt, sowie Aktionspläne zu erstellen, welche mit griffigen und klar überprüfbaren Vorgaben die Basis für eine effiziente Erfolgskontrolle legen.</p>
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