Abschaffung der Chefs Kommissariatsdienst in der Schweizer Armee

ShortId
05.1128
Id
20051128
Updated
14.11.2025 08:57
Language
de
Title
Abschaffung der Chefs Kommissariatsdienst in der Schweizer Armee
AdditionalIndexing
09;Offizier;Heer;VBS;Personalabbau beim Bund
1
  • L03K080403, VBS
  • L07K08060103010401, Personalabbau beim Bund
  • L04K04020308, Heer
  • L05K0402030301, Offizier
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Die Funktion des Chefs Kommissariatsdienst der Grossen Verbände wurde nicht abgeschafft, sondern auf den 1. Januar 2005 in Quartiermeister umbenannt.</p><p>Die Gradstruktur und die fachtechnische Verantwortung für die Quartiermeister der unterstellten Bataillone/Abteilungen wurden durch die Umbenennung nicht infrage gestellt. Allerdings sind die Aufgaben der Fouriere und Quartiermeister aller Stufen mit der Neukonzeption der Armee leicht angepasst worden.</p><p>Die Umbenennung ist im Rahmen der Revision 2004 der Armeeorganisation erfolgt. Diese wurde am 16. Dezember 2004 vom Chef VBS genehmigt, und die Sollbestandestabellen wurden entsprechend angepasst.</p><p>2./3. Die einheitliche Funktionsbezeichnung "Quartiermeister" auf Stufe Bataillon/Abteilung und Brigade/Territorialregion bedeutet eine administrative Vereinfachung. Sie reduziert auch die Gefahr, den Chef Kommissariatsdienst (C Kom D) mit dem Chef Kommunikation (Chef Komm) zu verwechseln.</p><p>4. Da diese Funktionsumbenennung eine blosse Optimierungsmassnahme darstellt, wurden die militärischen Verbände nicht speziell begrüsst. Auch das Milizprinzip ist nicht infrage gestellt.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Wie erst Anfang 2005 bekannt geworden ist, sind per Ende 2004 die Chefs Kommissariatsdienst in den Stäben der Grossen Verbände, d. h. der elf Brigaden und vier Territorialregionen der Schweizer Armee, abgeschafft worden. Die Chefs Kommissariatsdienst waren die fachtechnischen Vorgesetzten aller Quartiermeister, Fouriere, Truppenbuchhalter, Küchenchefs und Truppenköche des entsprechenden Grossen Verbandes. Mit ihrer an der Öffentlichkeit nicht bekannten klammheimlichen Abschaffung hat man dem Kommissariatsdienst in den Stäben der Grossen Verbände einen Bärendienst erwiesen und ihn seiner Spitze beraubt. Bei der Funktion Chef Kommissariatsdienst handelte es sich um eine typische Aufgabe für Milizkader; diese Offiziere zeichneten sich durch eine hohe Motivation und ein kompetentes Fachwissen aus. Der Chef Kommissariatsdienst ist aus dem ehemaligen Kriegskommissär hervorgegangen, einer Schlüsselfunktion der "Hellgrünen", die seit dem 17. Jahrhundert und in der modernen eidgenössischen Armee seit 1875 besteht; deshalb interessiert die Begründung für deren Abschaffung.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, zu folgenden Fragen Auskunft zu geben:</p><p>1. Wer hat im VBS den Antrag gestellt, die Chefs Kommissariatsdienst in der Armee auf Ende 2004 abzuschaffen? Wer hat ihn weitergeleitet und wer hat am Ende entschieden?</p><p>2. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag begründet?</p><p>3. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag gutgeheissen?</p><p>4. Wurden die Milizverbände zur Stellungnahme vor dem Entscheid begrüsst?</p>
  • Abschaffung der Chefs Kommissariatsdienst in der Schweizer Armee
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Die Funktion des Chefs Kommissariatsdienst der Grossen Verbände wurde nicht abgeschafft, sondern auf den 1. Januar 2005 in Quartiermeister umbenannt.</p><p>Die Gradstruktur und die fachtechnische Verantwortung für die Quartiermeister der unterstellten Bataillone/Abteilungen wurden durch die Umbenennung nicht infrage gestellt. Allerdings sind die Aufgaben der Fouriere und Quartiermeister aller Stufen mit der Neukonzeption der Armee leicht angepasst worden.</p><p>Die Umbenennung ist im Rahmen der Revision 2004 der Armeeorganisation erfolgt. Diese wurde am 16. Dezember 2004 vom Chef VBS genehmigt, und die Sollbestandestabellen wurden entsprechend angepasst.</p><p>2./3. Die einheitliche Funktionsbezeichnung "Quartiermeister" auf Stufe Bataillon/Abteilung und Brigade/Territorialregion bedeutet eine administrative Vereinfachung. Sie reduziert auch die Gefahr, den Chef Kommissariatsdienst (C Kom D) mit dem Chef Kommunikation (Chef Komm) zu verwechseln.</p><p>4. Da diese Funktionsumbenennung eine blosse Optimierungsmassnahme darstellt, wurden die militärischen Verbände nicht speziell begrüsst. Auch das Milizprinzip ist nicht infrage gestellt.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Wie erst Anfang 2005 bekannt geworden ist, sind per Ende 2004 die Chefs Kommissariatsdienst in den Stäben der Grossen Verbände, d. h. der elf Brigaden und vier Territorialregionen der Schweizer Armee, abgeschafft worden. Die Chefs Kommissariatsdienst waren die fachtechnischen Vorgesetzten aller Quartiermeister, Fouriere, Truppenbuchhalter, Küchenchefs und Truppenköche des entsprechenden Grossen Verbandes. Mit ihrer an der Öffentlichkeit nicht bekannten klammheimlichen Abschaffung hat man dem Kommissariatsdienst in den Stäben der Grossen Verbände einen Bärendienst erwiesen und ihn seiner Spitze beraubt. Bei der Funktion Chef Kommissariatsdienst handelte es sich um eine typische Aufgabe für Milizkader; diese Offiziere zeichneten sich durch eine hohe Motivation und ein kompetentes Fachwissen aus. Der Chef Kommissariatsdienst ist aus dem ehemaligen Kriegskommissär hervorgegangen, einer Schlüsselfunktion der "Hellgrünen", die seit dem 17. Jahrhundert und in der modernen eidgenössischen Armee seit 1875 besteht; deshalb interessiert die Begründung für deren Abschaffung.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, zu folgenden Fragen Auskunft zu geben:</p><p>1. Wer hat im VBS den Antrag gestellt, die Chefs Kommissariatsdienst in der Armee auf Ende 2004 abzuschaffen? Wer hat ihn weitergeleitet und wer hat am Ende entschieden?</p><p>2. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag begründet?</p><p>3. Mit welchen Argumenten wurde der Antrag gutgeheissen?</p><p>4. Wurden die Milizverbände zur Stellungnahme vor dem Entscheid begrüsst?</p>
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