Keine Kürzungen bei den Jugendverbänden

ShortId
05.3293
Id
20053293
Updated
27.07.2023 19:36
Language
de
Title
Keine Kürzungen bei den Jugendverbänden
AdditionalIndexing
28;24;junger Mensch;Aufgabenüberprüfung;Jugendarbeit;Sparmassnahme;Vereinigung;Sport;Jugendbewegung
1
  • L05K0107010204, junger Mensch
  • L04K08020111, Jugendbewegung
  • L04K11080108, Sparmassnahme
  • L04K01010102, Sport
  • L04K01040205, Jugendarbeit
  • L05K0802030201, Aufgabenüberprüfung
  • L05K0101030204, Vereinigung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Entlastungsprogramm 2003 hat den Bereich J+S um 7,2 Millionen Franken gekürzt. Im Entlastungsprogramm 2004 wurden die J+S-Aktivitäten für die Jahre 2006 bis 2008 um 4,8 Millionen Franken beschnitten. Momentan befasst sich der Bundesrat mit der Umsetzung der Aufgabenverzichtplanung. Er hat die Durchführung einer Verwaltungsreform beschlossen und wird in der zweiten Jahreshälfte gestützt auf ein Aufgabenportfolio die Diskussion über eine Reduktion von Aufgaben bei allen Aktivitäten führen.</p><p>Es soll nicht dort gekürzt werden, wo mit minimalen Mitteln optimale Resultate entstehen. Gemeint sind vorwiegend die Aktivitäten der Jugendverbände (Pfadibewegung Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz sowie Cevi Schweiz) mit ihren rund 100 000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die mannigfaltigen Unternehmungen während des Jahres werden mit einfachsten Mitteln und kostengünstig betrieben. Auch der Lagerbetrieb hat für die Jugendverbände einen grossen Stellenwert. Neben dem intensiven Erlebnis in der Natur, das etwa ein Zeltlager bietet, eignen sich Kinder und Jugendliche ein hohes Mass an SoziaIkompetenz an. </p><p>Weitere Kürzungen im Bereich der J+S-Aktivitäten (Finanzen, Material) würden den Betrieb der Jugendverbände stark einschränken. Beispielsweise müssten die Jugendgruppen an der Basis ohne das von J+S zur Verfügung gestellte Material jährlich grosse Summen in ihr Material investieren. </p><p>Andererseits wird die Ausbildung der Leiterinnen und Leiter teilfinanziert, damit die Lager und Aktivitäten verantwortungsvoll, kinder- und jugendgerecht sowie ökonomisch sinnvoll durchgeführt werden. Dank des finanziellen Anreizes durch J+S wird die Qualität der Lageraktivität gesichert, denn nur mit J+S-ausgebildeten Jugendgruppenleitern und -leiterinnen erhalten die Verbände finanziellen Sukkurs.</p><p>Kürzungen im Bereich von J+S hätten zur Folge, dass die Teilnehmerbeiträge für Lager und Ausbilungskurse erhöht und auf die Kinder und Jugendlichen bzw. deren Eltern überwälzt werden müssten. Für eine Familie mit mehr als einem Kind ist mit Mehrkosten von einigen Hundert Franken zu rechnen. Finanziell schwächere Familien könnten sich dies nicht leisten. Die bewährten Institutionen der schweizerischen Jugendverbände, die eine funktionierende soziale Integration bieten, würden somit auf fahrlässige Weise gefährdet.</p>
  • <p>Die Entlastungsprogramme 2003 und 2004 haben auch "Jugend und Sport" (J+S) getroffen. Die Auswirkungen dieser Sparmassnahmen wurden in den Antworten des Bundesrates auf die Interpellation Darbellay 04.3776, "Jugend und Sport. Schleichender Abbau?", und die Motion Vaudroz 04.3815, "Jugend und Sport. Jährliche Unterstützung von 2006 bis 2008", beschrieben. Aufgrund der bereits umgesetzten Massnahmen erfüllt das Bundesamt für Sport die Vorgaben des Bundesrates im Rahmen der Aufgabenverzichtplanung. J+S ist davon nicht massgeblich betroffen. Die Konsequenz für J+S besteht darin, dass Lehrmittel künftig nur noch an aktive Leiterinnen und Leiter abgegeben werden. Insofern ist dem Anliegen des Motionärs bereits Genüge getan.</p><p>Der Bundesrat anerkennt den Wert und die Leistungen der Jugendverbände. Diese Verbände gehören zu einer der sieben Nutzergruppen, die im Rahmen von J+S unterstützt werden. Eine Bevorzugung einer Nutzergruppe gegenüber einer anderen liegt nicht im Interesse einer ausgewogenen Förderung. Allfällige Kürzungsmassnahmen müssen somit auf alle Nutzergruppen verteilt werden.</p><p>Der Bundesrat hielt allerdings bereits in seiner Antwort auf die erwähnte Motion Vaudroz fest, dass die Mittel, die für J+S-Aktivitäten 2006-2008 zur Verfügung stehen, nicht nur erhalten, sondern moderat erhöht werden, wenn auch nicht im ursprünglich vorgesehen Umfang.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Aufgabenverzichtplanung alles Nötige zu unternehmen, damit im Bereich der J+S-Aktivitäten keine Kürzungen für die Jugendverbände (Pfadibewegung Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz, Cevi Schweiz) entstehen.</p>
  • Keine Kürzungen bei den Jugendverbänden
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Entlastungsprogramm 2003 hat den Bereich J+S um 7,2 Millionen Franken gekürzt. Im Entlastungsprogramm 2004 wurden die J+S-Aktivitäten für die Jahre 2006 bis 2008 um 4,8 Millionen Franken beschnitten. Momentan befasst sich der Bundesrat mit der Umsetzung der Aufgabenverzichtplanung. Er hat die Durchführung einer Verwaltungsreform beschlossen und wird in der zweiten Jahreshälfte gestützt auf ein Aufgabenportfolio die Diskussion über eine Reduktion von Aufgaben bei allen Aktivitäten führen.</p><p>Es soll nicht dort gekürzt werden, wo mit minimalen Mitteln optimale Resultate entstehen. Gemeint sind vorwiegend die Aktivitäten der Jugendverbände (Pfadibewegung Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz sowie Cevi Schweiz) mit ihren rund 100 000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die mannigfaltigen Unternehmungen während des Jahres werden mit einfachsten Mitteln und kostengünstig betrieben. Auch der Lagerbetrieb hat für die Jugendverbände einen grossen Stellenwert. Neben dem intensiven Erlebnis in der Natur, das etwa ein Zeltlager bietet, eignen sich Kinder und Jugendliche ein hohes Mass an SoziaIkompetenz an. </p><p>Weitere Kürzungen im Bereich der J+S-Aktivitäten (Finanzen, Material) würden den Betrieb der Jugendverbände stark einschränken. Beispielsweise müssten die Jugendgruppen an der Basis ohne das von J+S zur Verfügung gestellte Material jährlich grosse Summen in ihr Material investieren. </p><p>Andererseits wird die Ausbildung der Leiterinnen und Leiter teilfinanziert, damit die Lager und Aktivitäten verantwortungsvoll, kinder- und jugendgerecht sowie ökonomisch sinnvoll durchgeführt werden. Dank des finanziellen Anreizes durch J+S wird die Qualität der Lageraktivität gesichert, denn nur mit J+S-ausgebildeten Jugendgruppenleitern und -leiterinnen erhalten die Verbände finanziellen Sukkurs.</p><p>Kürzungen im Bereich von J+S hätten zur Folge, dass die Teilnehmerbeiträge für Lager und Ausbilungskurse erhöht und auf die Kinder und Jugendlichen bzw. deren Eltern überwälzt werden müssten. Für eine Familie mit mehr als einem Kind ist mit Mehrkosten von einigen Hundert Franken zu rechnen. Finanziell schwächere Familien könnten sich dies nicht leisten. Die bewährten Institutionen der schweizerischen Jugendverbände, die eine funktionierende soziale Integration bieten, würden somit auf fahrlässige Weise gefährdet.</p>
    • <p>Die Entlastungsprogramme 2003 und 2004 haben auch "Jugend und Sport" (J+S) getroffen. Die Auswirkungen dieser Sparmassnahmen wurden in den Antworten des Bundesrates auf die Interpellation Darbellay 04.3776, "Jugend und Sport. Schleichender Abbau?", und die Motion Vaudroz 04.3815, "Jugend und Sport. Jährliche Unterstützung von 2006 bis 2008", beschrieben. Aufgrund der bereits umgesetzten Massnahmen erfüllt das Bundesamt für Sport die Vorgaben des Bundesrates im Rahmen der Aufgabenverzichtplanung. J+S ist davon nicht massgeblich betroffen. Die Konsequenz für J+S besteht darin, dass Lehrmittel künftig nur noch an aktive Leiterinnen und Leiter abgegeben werden. Insofern ist dem Anliegen des Motionärs bereits Genüge getan.</p><p>Der Bundesrat anerkennt den Wert und die Leistungen der Jugendverbände. Diese Verbände gehören zu einer der sieben Nutzergruppen, die im Rahmen von J+S unterstützt werden. Eine Bevorzugung einer Nutzergruppe gegenüber einer anderen liegt nicht im Interesse einer ausgewogenen Förderung. Allfällige Kürzungsmassnahmen müssen somit auf alle Nutzergruppen verteilt werden.</p><p>Der Bundesrat hielt allerdings bereits in seiner Antwort auf die erwähnte Motion Vaudroz fest, dass die Mittel, die für J+S-Aktivitäten 2006-2008 zur Verfügung stehen, nicht nur erhalten, sondern moderat erhöht werden, wenn auch nicht im ursprünglich vorgesehen Umfang.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, bei der Aufgabenverzichtplanung alles Nötige zu unternehmen, damit im Bereich der J+S-Aktivitäten keine Kürzungen für die Jugendverbände (Pfadibewegung Schweiz, Blauring und Jungwacht Schweiz, Cevi Schweiz) entstehen.</p>
    • Keine Kürzungen bei den Jugendverbänden

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