Bahn 2000. Fahrzeitverkürzung St. Gallen-Zürich

ShortId
05.3364
Id
20053364
Updated
27.07.2023 21:39
Language
de
Title
Bahn 2000. Fahrzeitverkürzung St. Gallen-Zürich
AdditionalIndexing
48;Ostschweiz;Eisenbahnbau;Fahrplan;St. Gallen (Kanton);Bahn 2000;Zürich (Kanton)
1
  • L04K18030201, Bahn 2000
  • L04K18010207, Fahrplan
  • L04K18030204, Eisenbahnbau
  • L05K0301010116, St. Gallen (Kanton)
  • L05K0301010123, Zürich (Kanton)
  • L07K08070102010703, Ostschweiz
PriorityCouncil1
Ständerat
Texts
  • <p>"Bahn 2000" will die grösseren Städte im Stundentakt miteinander verbinden. In den Bahnhöfen treffen sich die Züge kurz vor der ganzen Stunde. Sie verlassen die Bahnhöfe kurz nach der ganzen Stunde wieder. So können wesentlich kürzere Umsteige- und Fahrzeiten realisiert werden.</p><p>Die Fahrzeiten zwischen den Städten müssen daher knapp weniger als 60 Minuten betragen. Für die Strecke Zürich-Bern konnte mit der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist dieses Ziel erreicht werden. Sie beträgt heute 58 Minuten und kann noch weiter auf 56 Minuten verkürzt werden.</p><p>Die Strecke St. Gallen-Zürich ist in Kilometern um einen Drittel kürzer als die Strecke Zürich-Bern. Die Fahrzeit beträgt jedoch 65 Minuten. "Bahn 2000" ist auf der Ost-West-Achse ab Zürich Richtung Ostschweiz bis heute nicht umgesetzt worden.</p><p>Dasselbe Ziel wie "Bahn 2000", die Fahrzeitverkürzung für Städteschnellzüge auf der Strecke Zürich-St. Gallen-Lindau-München, verfolgt der HGV-Beschluss der eidgenössischen Räte vom Frühjahr 2005.</p><p>Eine Fahrzeit unter einer Stunde ist auch auf der bestehenden Bahnstrecke St. Gallen-Zürich, ohne Brüttener-Tunnel, realisierbar. Das haben die Vorarbeiten für den HGV-Beschluss gezeigt. Fachleute der ETH haben entsprechende Berechnungen vorgelegt.</p><p>Notwendig sind danach folgende kurzfristig realisierbaren Massnahmen:</p><p>- verstärkter Einsatz der Neigetechnik auf dem Abschnitt Winterthur-Zürich;</p><p>- frühere Abfahrtszeit in Zürich;</p><p>- Anpassungen bei der S-Bahn Zürich, damit der S-Bahnverkehr und der Intercityverkehr störungsfrei nebeneinander abgewickelt werden können (Erhöhung der Trassenkapazität für den S-Bahn-Viertelstundentakt Winterthur-Zürich/Stadelhofen).</p><p>Die eidgenössischen Räte haben mit dem HGV-Beschluss im Frühjahr 2005 für die Fahrzeitverkürzung 100 Millionen Franken bewilligt. Mit diesen Mitteln und den erwähnten Massnahmen kann das Ziel von einer Fahrzeit unter einer Stunde erreicht werden.</p>
  • <p>1. Gemäss Bundesbeschluss über den Verpflichtungskredit für die erste Phase des HGV-Anschlusses müssen die baulichen Massnahmen an den bewilligten Objekten bis spätestens 2010 in Angriff genommen und bis 2015 abgeschlossen werden. Für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Strecke St. Gallen-Zürich wurde noch kein Zeitrahmen festgelegt. Die Angebotsplanung erfolgt primär durch die Bahnunternehmen. Sie richtet sich insbesondere nach nachfrageorientierten und betrieblichen Kriterien. Zurzeit sind im Rahmen der Umsetzung des HGV-Anschlusskonzeptes die konzeptionellen Vertiefungsarbeiten im Gange (vgl. Ziff. 2). Die Planung ist auch mit den Arbeiten zur "Zukünftigen Entwicklung der Bahngrossprojekte" (ZEB) zu koordinieren, um mit den vorhandenen Mitteln verkehrlich optimale Resultate erreichen zu können. Die Vorlage zur ZEB wird der Bundesrat in der zweiten Hälfte 2006 in die Vernehmlassung geben.</p><p>2. Das HGV-Anschlusskonzept hat netzweite Wirkung. Die Ausbauten bringen dann den vollen Nutzen, wenn die Angebotskonzepte im Fern- und im Nahverkehr unter Einbezug des Güterverkehrs aufeinander abgestimmt sind. In die HGV-Planungen werden auch Anliegen im Gebiet der Ostschweiz einbezogen, welche im Rahmen von "Bahn 2000", erster Etappe, nicht berücksichtigt werden konnten.</p><p>Im Hinblick auf die Behandlung des HGV-Anschlussgesetzes im Parlament wurden diverse Analysen durchgeführt. So wurden auch auf der Strecke Zürich-St. Gallen-St. Margrethen verschiedene Angebotskonzeptvarianten untersucht und entsprechende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gemacht. Daraus war ein Bedarf für mehrere punktuelle Massnahmen auf dem bestehenden Netz zwischen Zürich-Flughafen und Winterthur ersichtlich. Im Kredit für den HGV-Anschluss sind Mittel im Umfang von 100 Millionen Franken vorgesehen.</p><p>Nun ist das HGV-Konzept umzusetzen. Das bedeutet, baureife Projekte sind zu realisieren. Andere Bereiche des HGV-Konzeptes sind weiter zu vertiefen. Die diesbezüglichen konzeptionellen Vertiefungsarbeiten sind unter Federführung der SBB unter Mitarbeit der Kantone und des Bundesamtes für Verkehr im Gange. Zuerst geht es darum, gemeinsam Angebots- und Betriebskonzepte festzulegen. Danach werden erweiterte Studien und Vorprojekte aufzeigen, welche Infrastrukturmassnahmen im Einzelnen auszuführen sind und wie die bewilligten 100 Millionen Franken konkret eingesetzt werden.</p><p>3. Vgl. Ziff. 2.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welchen Zeitrahmen setzt er für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Städteschnellzüge St. Gallen-Zürich?</p><p>2. Welche Massnahmen sieht er vor, um dieses Ziel innert nützlicher Frist zu erreichen?</p><p>3. Wie setzt er die im Frühjahr 2005 von den Räten bewilligten 100 Millionen Franken ein, um dieses Ziel zu erreichen?</p>
  • Bahn 2000. Fahrzeitverkürzung St. Gallen-Zürich
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>"Bahn 2000" will die grösseren Städte im Stundentakt miteinander verbinden. In den Bahnhöfen treffen sich die Züge kurz vor der ganzen Stunde. Sie verlassen die Bahnhöfe kurz nach der ganzen Stunde wieder. So können wesentlich kürzere Umsteige- und Fahrzeiten realisiert werden.</p><p>Die Fahrzeiten zwischen den Städten müssen daher knapp weniger als 60 Minuten betragen. Für die Strecke Zürich-Bern konnte mit der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist dieses Ziel erreicht werden. Sie beträgt heute 58 Minuten und kann noch weiter auf 56 Minuten verkürzt werden.</p><p>Die Strecke St. Gallen-Zürich ist in Kilometern um einen Drittel kürzer als die Strecke Zürich-Bern. Die Fahrzeit beträgt jedoch 65 Minuten. "Bahn 2000" ist auf der Ost-West-Achse ab Zürich Richtung Ostschweiz bis heute nicht umgesetzt worden.</p><p>Dasselbe Ziel wie "Bahn 2000", die Fahrzeitverkürzung für Städteschnellzüge auf der Strecke Zürich-St. Gallen-Lindau-München, verfolgt der HGV-Beschluss der eidgenössischen Räte vom Frühjahr 2005.</p><p>Eine Fahrzeit unter einer Stunde ist auch auf der bestehenden Bahnstrecke St. Gallen-Zürich, ohne Brüttener-Tunnel, realisierbar. Das haben die Vorarbeiten für den HGV-Beschluss gezeigt. Fachleute der ETH haben entsprechende Berechnungen vorgelegt.</p><p>Notwendig sind danach folgende kurzfristig realisierbaren Massnahmen:</p><p>- verstärkter Einsatz der Neigetechnik auf dem Abschnitt Winterthur-Zürich;</p><p>- frühere Abfahrtszeit in Zürich;</p><p>- Anpassungen bei der S-Bahn Zürich, damit der S-Bahnverkehr und der Intercityverkehr störungsfrei nebeneinander abgewickelt werden können (Erhöhung der Trassenkapazität für den S-Bahn-Viertelstundentakt Winterthur-Zürich/Stadelhofen).</p><p>Die eidgenössischen Räte haben mit dem HGV-Beschluss im Frühjahr 2005 für die Fahrzeitverkürzung 100 Millionen Franken bewilligt. Mit diesen Mitteln und den erwähnten Massnahmen kann das Ziel von einer Fahrzeit unter einer Stunde erreicht werden.</p>
    • <p>1. Gemäss Bundesbeschluss über den Verpflichtungskredit für die erste Phase des HGV-Anschlusses müssen die baulichen Massnahmen an den bewilligten Objekten bis spätestens 2010 in Angriff genommen und bis 2015 abgeschlossen werden. Für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Strecke St. Gallen-Zürich wurde noch kein Zeitrahmen festgelegt. Die Angebotsplanung erfolgt primär durch die Bahnunternehmen. Sie richtet sich insbesondere nach nachfrageorientierten und betrieblichen Kriterien. Zurzeit sind im Rahmen der Umsetzung des HGV-Anschlusskonzeptes die konzeptionellen Vertiefungsarbeiten im Gange (vgl. Ziff. 2). Die Planung ist auch mit den Arbeiten zur "Zukünftigen Entwicklung der Bahngrossprojekte" (ZEB) zu koordinieren, um mit den vorhandenen Mitteln verkehrlich optimale Resultate erreichen zu können. Die Vorlage zur ZEB wird der Bundesrat in der zweiten Hälfte 2006 in die Vernehmlassung geben.</p><p>2. Das HGV-Anschlusskonzept hat netzweite Wirkung. Die Ausbauten bringen dann den vollen Nutzen, wenn die Angebotskonzepte im Fern- und im Nahverkehr unter Einbezug des Güterverkehrs aufeinander abgestimmt sind. In die HGV-Planungen werden auch Anliegen im Gebiet der Ostschweiz einbezogen, welche im Rahmen von "Bahn 2000", erster Etappe, nicht berücksichtigt werden konnten.</p><p>Im Hinblick auf die Behandlung des HGV-Anschlussgesetzes im Parlament wurden diverse Analysen durchgeführt. So wurden auch auf der Strecke Zürich-St. Gallen-St. Margrethen verschiedene Angebotskonzeptvarianten untersucht und entsprechende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gemacht. Daraus war ein Bedarf für mehrere punktuelle Massnahmen auf dem bestehenden Netz zwischen Zürich-Flughafen und Winterthur ersichtlich. Im Kredit für den HGV-Anschluss sind Mittel im Umfang von 100 Millionen Franken vorgesehen.</p><p>Nun ist das HGV-Konzept umzusetzen. Das bedeutet, baureife Projekte sind zu realisieren. Andere Bereiche des HGV-Konzeptes sind weiter zu vertiefen. Die diesbezüglichen konzeptionellen Vertiefungsarbeiten sind unter Federführung der SBB unter Mitarbeit der Kantone und des Bundesamtes für Verkehr im Gange. Zuerst geht es darum, gemeinsam Angebots- und Betriebskonzepte festzulegen. Danach werden erweiterte Studien und Vorprojekte aufzeigen, welche Infrastrukturmassnahmen im Einzelnen auszuführen sind und wie die bewilligten 100 Millionen Franken konkret eingesetzt werden.</p><p>3. Vgl. Ziff. 2.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welchen Zeitrahmen setzt er für die Erreichung einer Fahrzeit von unter einer Stunde für die Städteschnellzüge St. Gallen-Zürich?</p><p>2. Welche Massnahmen sieht er vor, um dieses Ziel innert nützlicher Frist zu erreichen?</p><p>3. Wie setzt er die im Frühjahr 2005 von den Räten bewilligten 100 Millionen Franken ein, um dieses Ziel zu erreichen?</p>
    • Bahn 2000. Fahrzeitverkürzung St. Gallen-Zürich

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