Zusammenhang zwischen Bodenversiegelung und Unwetterschäden
- ShortId
-
05.3673
- Id
-
20053673
- Updated
-
28.07.2023 13:41
- Language
-
de
- Title
-
Zusammenhang zwischen Bodenversiegelung und Unwetterschäden
- AdditionalIndexing
-
52;atmosphärische Verhältnisse;Boden;Bodenschutz;Überschwemmung
- 1
-
- L05K0602020603, Überschwemmung
- L04K06030202, atmosphärische Verhältnisse
- L04K06030401, Boden
- L05K1401020304, Bodenschutz
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Gegenwärtig verbrauchen wir rund 11 Hektaren Boden pro Tag, der unter Gebäuden, Plätzen und Strassen für immer verschwindet. Überbauter Boden ist in aller Regel versiegelt, d. h., das anfallende Meteorwasser kann nicht versickern, sondern fliesst von Dächern, Plätzen und Strassen ungehindert ab. Bei heftigen Niederschlägen können die nachfolgenden Bäche und Flüsse diese Wassermengen je länger je weniger schlucken; sie treten über die Ufer und führen im schlimmsten Fall zu den verheerenden Überschwemmungen, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben.</p><p>Gemeinden, die eine lokale Versickerung des anfallenden Meteorwassers vorschreiben, haben deutlich weniger Schäden zu beklagen, ebenso auch Gemeinden, die mit Rückhaltemassnahmen dafür sorgen, dass Meteorwasser geordnet abfliessen bzw. vorerst in dafür vorgesehenen Rückhaltebecken aufgefangen werden kann.</p>
- <p>Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Einfluss der Versiegelung nur bei kleinen Gebieten mit hoher Bebauungsdichte für Gewitterniederschläge mit hohen Intensitäten nachweisbar ist. Das Ereignis vom 21./22. August 2005 war gekennzeichnet durch lang dauernde grossflächige Niederschläge, sodass aufgrund der Art des Niederschlages nur ein geringer Einfluss anzunehmen ist. Zudem erfolgte die Abflussbildung vor allem in Gebieten ohne nennenswerte Versiegelung, sodass für dieses Ereignis ein Einfluss der Versiegelung zu verneinen ist. Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Wassers hätten demnach bei diesem Ereignis kaum zur Schadensminderung beitragen können.</p><p>In diesem Sinn ist dieses Postulat als erfüllt zu betrachten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, darzulegen, inwieweit ein Zusammenhang zwischen den verheerenden Unwetterschäden vom August 2005 und der zunehmenden Versiegelung des Bodens besteht. Dabei ist auch aufzuzeigen, inwieweit Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Meteorwassers zur Schadensminderung beitragen könnten.</p>
- Zusammenhang zwischen Bodenversiegelung und Unwetterschäden
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Gegenwärtig verbrauchen wir rund 11 Hektaren Boden pro Tag, der unter Gebäuden, Plätzen und Strassen für immer verschwindet. Überbauter Boden ist in aller Regel versiegelt, d. h., das anfallende Meteorwasser kann nicht versickern, sondern fliesst von Dächern, Plätzen und Strassen ungehindert ab. Bei heftigen Niederschlägen können die nachfolgenden Bäche und Flüsse diese Wassermengen je länger je weniger schlucken; sie treten über die Ufer und führen im schlimmsten Fall zu den verheerenden Überschwemmungen, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben.</p><p>Gemeinden, die eine lokale Versickerung des anfallenden Meteorwassers vorschreiben, haben deutlich weniger Schäden zu beklagen, ebenso auch Gemeinden, die mit Rückhaltemassnahmen dafür sorgen, dass Meteorwasser geordnet abfliessen bzw. vorerst in dafür vorgesehenen Rückhaltebecken aufgefangen werden kann.</p>
- <p>Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Einfluss der Versiegelung nur bei kleinen Gebieten mit hoher Bebauungsdichte für Gewitterniederschläge mit hohen Intensitäten nachweisbar ist. Das Ereignis vom 21./22. August 2005 war gekennzeichnet durch lang dauernde grossflächige Niederschläge, sodass aufgrund der Art des Niederschlages nur ein geringer Einfluss anzunehmen ist. Zudem erfolgte die Abflussbildung vor allem in Gebieten ohne nennenswerte Versiegelung, sodass für dieses Ereignis ein Einfluss der Versiegelung zu verneinen ist. Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Wassers hätten demnach bei diesem Ereignis kaum zur Schadensminderung beitragen können.</p><p>In diesem Sinn ist dieses Postulat als erfüllt zu betrachten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, darzulegen, inwieweit ein Zusammenhang zwischen den verheerenden Unwetterschäden vom August 2005 und der zunehmenden Versiegelung des Bodens besteht. Dabei ist auch aufzuzeigen, inwieweit Vorschriften zur örtlichen Versickerung des anfallenden Meteorwassers zur Schadensminderung beitragen könnten.</p>
- Zusammenhang zwischen Bodenversiegelung und Unwetterschäden
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