Zurück zum hohen Bildungsniveau

ShortId
05.3679
Id
20053679
Updated
28.07.2023 09:51
Language
de
Title
Zurück zum hohen Bildungsniveau
AdditionalIndexing
32;Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften;Verordnung;Mittelschule;Information;Unterrichtsprogramm;Qualitätssicherung;Maturität;berufliche Eignung
1
  • L05K1301010101, Maturität
  • L04K13020502, Mittelschule
  • L04K13010310, Unterrichtsprogramm
  • L02K1601, Naturwissenschaften und angewandte Wissenschaften
  • L06K070305020401, Qualitätssicherung
  • L05K0503010103, Verordnung
  • L03K120101, Information
  • L05K0702020106, berufliche Eignung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Vereinfachung der Maturität durch die grosse Wahlfreiheit ermöglicht es den Gymnasiasten heute, den Abschluss mit möglichst geringer Anstrengung zu erlangen, wenn sie dies wollen. In der Folge werden naturwissenschaftliche Fächer eher gemieden, da diese den Ruf geniessen, einigen Aufwand mit sich zu bringen. Die heutige Ausgestaltung der Maturität und deren an sich ökonomische Nutzung durch die Gymnasiasten haben daher dazu geführt, dass der Wirtschaft, namentlich aus den naturwissenschaftlichen Fakultäten, zu wenig qualifizierter Nachwuchs erwächst. Zudem steigen Maturanden teilweise auch direkt in die Berufswelt ein und finden sich dafür immer weniger gerüstet. Eine Anpassung des gymnasialen Abschlusses in Richtung Niveausteigerung drängt sich daher auf.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass die gymnasiale Ausbildung und die Maturität von hoher Qualität sein müssen und dass alles zu tun ist, um dieses Ziel auch weiterhin zu erreichen.</p><p>Die Maturitätsanerkennungsregelung (MAR) von 1995 hat sich in vielen Punkten bewährt, wie dies die Resultate einer diesbezüglichen Evaluation bestätigen. Andererseits stehen auch einzelne Punkte in der Kritik. Dazu gehört u. a. die nach Meinung verschiedener Kreise ungenügende Stellung der naturwissenschaftlichen Fächer. Selbstverständlich kann nach wie vor keine gymnasiale Ausbildung ohne Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) absolviert werden. Trotzdem ist der Bundesrat der Meinung, dass die vorhandenen Bedenken sehr ernst genommen werden müssen. Das Eidgenössische Departement des Innern und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren haben denn auch beschlossen, eine MAR-Revision an die Hand zu nehmen. Darin soll - neben anderen Punkten - ausdrücklich die Verbesserung der Stellung der Naturwissenschaften geprüft werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, Massnahmen zu prüfen, um die Qualität der akademischen Matura wieder anzuheben und so die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Maturanden in der globalen Konkurrenz nicht nur bezüglich Alter, sondern auch in Bezug auf das Bildungsniveau wieder sicherzustellen. Dabei ist insbesondere eine stärkere Gewichtung der naturwissenschaftlichen Fächer durch eine Revision der Artikel 9 und 11 der Maturitäts-Anerkennungsverordnung zu prüfen.</p>
  • Zurück zum hohen Bildungsniveau
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Vereinfachung der Maturität durch die grosse Wahlfreiheit ermöglicht es den Gymnasiasten heute, den Abschluss mit möglichst geringer Anstrengung zu erlangen, wenn sie dies wollen. In der Folge werden naturwissenschaftliche Fächer eher gemieden, da diese den Ruf geniessen, einigen Aufwand mit sich zu bringen. Die heutige Ausgestaltung der Maturität und deren an sich ökonomische Nutzung durch die Gymnasiasten haben daher dazu geführt, dass der Wirtschaft, namentlich aus den naturwissenschaftlichen Fakultäten, zu wenig qualifizierter Nachwuchs erwächst. Zudem steigen Maturanden teilweise auch direkt in die Berufswelt ein und finden sich dafür immer weniger gerüstet. Eine Anpassung des gymnasialen Abschlusses in Richtung Niveausteigerung drängt sich daher auf.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass die gymnasiale Ausbildung und die Maturität von hoher Qualität sein müssen und dass alles zu tun ist, um dieses Ziel auch weiterhin zu erreichen.</p><p>Die Maturitätsanerkennungsregelung (MAR) von 1995 hat sich in vielen Punkten bewährt, wie dies die Resultate einer diesbezüglichen Evaluation bestätigen. Andererseits stehen auch einzelne Punkte in der Kritik. Dazu gehört u. a. die nach Meinung verschiedener Kreise ungenügende Stellung der naturwissenschaftlichen Fächer. Selbstverständlich kann nach wie vor keine gymnasiale Ausbildung ohne Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) absolviert werden. Trotzdem ist der Bundesrat der Meinung, dass die vorhandenen Bedenken sehr ernst genommen werden müssen. Das Eidgenössische Departement des Innern und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren haben denn auch beschlossen, eine MAR-Revision an die Hand zu nehmen. Darin soll - neben anderen Punkten - ausdrücklich die Verbesserung der Stellung der Naturwissenschaften geprüft werden.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, Massnahmen zu prüfen, um die Qualität der akademischen Matura wieder anzuheben und so die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Maturanden in der globalen Konkurrenz nicht nur bezüglich Alter, sondern auch in Bezug auf das Bildungsniveau wieder sicherzustellen. Dabei ist insbesondere eine stärkere Gewichtung der naturwissenschaftlichen Fächer durch eine Revision der Artikel 9 und 11 der Maturitäts-Anerkennungsverordnung zu prüfen.</p>
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