Landwirtschaft. Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnik
- ShortId
-
05.3776
- Id
-
20053776
- Updated
-
27.07.2023 20:05
- Language
-
de
- Title
-
Landwirtschaft. Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnik
- AdditionalIndexing
-
55;landwirtschaftliches Nutztier;Agrarforschung;biologische Landwirtschaft;pflanzliche Erzeugung;Gentechnologie;gentechnisch veränderte Organismen
- 1
-
- L05K1401030201, Agrarforschung
- L06K070601050104, Gentechnologie
- L05K1401020201, biologische Landwirtschaft
- L04K14010101, pflanzliche Erzeugung
- L05K1401010304, landwirtschaftliches Nutztier
- L08K0706010501040202, gentechnisch veränderte Organismen
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Schweizer Bevölkerung hat sich am 27. November 2005 mit eindrücklicher flächendeckender Mehrheit für ein fünfjähriges Moratorium für die Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen ausgesprochen. </p><p>In der Diskussion spielten einerseits die zu wenig erforschten Umweltrisiken der Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen und der Zweifel über eine mögliche Koexistenz innerhalb der Schweiz eine Rolle. Andererseits wurde von den Gegnerinnen und Gegnern der Agro-Gentechnologie darauf verwiesen, dass verschiedene von der Agro-Gentechnologie angestrebte Vorteile (z. B. Schädlingsresistenz von Nutzpflanzen) auch durch innovative Lösungen ohne Gentechnik erreicht werden können. In diese Richtung sollten zusätzliche Forschungsanstrengungen gehen.</p><p>Seitens des Bundesrates wird, wie in den Medien verlautete, ein Nationales Forschungsprogramm über die Risiken und die Nutzung der Gentechnologie in der Landwirtschaft erwogen, was sehr zu begrüssen ist. Diese Forschungen sollten unbedingt ergänzt werden, um die Entscheidgrundlagen der Öffentlichkeit und der Politik zu verbessern.</p><p>Da seriöse Forschungen viel Zeit beanspruchen, drängt die Zeit. Durch die öffentlichen Anstrengungen zur Stimulierung und Finanzierung der betreffenden Forschungen soll die Öffentlichkeit und die Politik gegen Ablauf der Moratoriumsfrist über wesentlich mehr und bessere Informationen verfügen, die einen Entscheid darüber zulassen, das Moratorium auslaufen zu lassen oder eine Verlängerung zu veranlassen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, den zusätzlichen Bedarf an den genannten Forschungen abzuschätzen, darüber zu berichten und eventuell dem Parlament Anträge zu unterbreiten.</p>
- <p>Die Hauptakteure der anwendungsorientierten staatlichen landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz sind die drei in Agroscope zusammengefassten eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART), Agroscope Liebefeld-Posieux und Agroscope Changins-Wädenswil. Dazu kommt das private Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) in Frick, das durch den Bund im Rahmen eines Leistungsauftrages unterstützt wird.</p><p>Agroscope konzentriert sich in der laufenden Forschungsperiode 2004-2007 auf die Chancen- und Risikoforschung von gentechnisch veränderten Organismen. Beispiele sind die Auswahl und Prüfung von besonders resistenten Kulturpflanzen mit hoher Nahrungsmittelqualität, die Entwicklung von alternativen Verfahren der Unkrautbekämpfung und des Pflanzenschutzes sowie die Optimierung ganzer Anbausysteme.</p><p>Was die Forschung im Biolandbau betrifft, ist ART für den Acker- und Futterbau und das FiBL für die Spezialkulturen und die Tiergesundheit schweizweit zuständig.</p><p>Der Bundesrat wird das Anliegen der Motion "Innovative Lösungen ohne Gentechnologie" bei der Ausgestaltung des Leistungsauftrages 2008-2011 für Agroscope berücksichtigen. Er erwartet zudem, dass Agroscope sich mit innovativen Projektideen aktiv an den nationalen und internationalen Forschungsprogrammen beteiligt und dort zusätzliche Ressourcen beschafft. Weiter steht es den betreffenden Forscherkreisen offen, einen allfälligen zusätzlichen Forschungsbedarf auszuweisen und entsprechende Projekte beim Nationalfonds einzureichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass baldmöglichst breitangelegte und umfassende Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnologie in der Landwirtschaft unternommen werden.</p>
- Landwirtschaft. Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnik
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Die Schweizer Bevölkerung hat sich am 27. November 2005 mit eindrücklicher flächendeckender Mehrheit für ein fünfjähriges Moratorium für die Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen ausgesprochen. </p><p>In der Diskussion spielten einerseits die zu wenig erforschten Umweltrisiken der Ausbringung gentechnisch veränderter Organismen und der Zweifel über eine mögliche Koexistenz innerhalb der Schweiz eine Rolle. Andererseits wurde von den Gegnerinnen und Gegnern der Agro-Gentechnologie darauf verwiesen, dass verschiedene von der Agro-Gentechnologie angestrebte Vorteile (z. B. Schädlingsresistenz von Nutzpflanzen) auch durch innovative Lösungen ohne Gentechnik erreicht werden können. In diese Richtung sollten zusätzliche Forschungsanstrengungen gehen.</p><p>Seitens des Bundesrates wird, wie in den Medien verlautete, ein Nationales Forschungsprogramm über die Risiken und die Nutzung der Gentechnologie in der Landwirtschaft erwogen, was sehr zu begrüssen ist. Diese Forschungen sollten unbedingt ergänzt werden, um die Entscheidgrundlagen der Öffentlichkeit und der Politik zu verbessern.</p><p>Da seriöse Forschungen viel Zeit beanspruchen, drängt die Zeit. Durch die öffentlichen Anstrengungen zur Stimulierung und Finanzierung der betreffenden Forschungen soll die Öffentlichkeit und die Politik gegen Ablauf der Moratoriumsfrist über wesentlich mehr und bessere Informationen verfügen, die einen Entscheid darüber zulassen, das Moratorium auslaufen zu lassen oder eine Verlängerung zu veranlassen.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, den zusätzlichen Bedarf an den genannten Forschungen abzuschätzen, darüber zu berichten und eventuell dem Parlament Anträge zu unterbreiten.</p>
- <p>Die Hauptakteure der anwendungsorientierten staatlichen landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz sind die drei in Agroscope zusammengefassten eidgenössischen Forschungsanstalten Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART), Agroscope Liebefeld-Posieux und Agroscope Changins-Wädenswil. Dazu kommt das private Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) in Frick, das durch den Bund im Rahmen eines Leistungsauftrages unterstützt wird.</p><p>Agroscope konzentriert sich in der laufenden Forschungsperiode 2004-2007 auf die Chancen- und Risikoforschung von gentechnisch veränderten Organismen. Beispiele sind die Auswahl und Prüfung von besonders resistenten Kulturpflanzen mit hoher Nahrungsmittelqualität, die Entwicklung von alternativen Verfahren der Unkrautbekämpfung und des Pflanzenschutzes sowie die Optimierung ganzer Anbausysteme.</p><p>Was die Forschung im Biolandbau betrifft, ist ART für den Acker- und Futterbau und das FiBL für die Spezialkulturen und die Tiergesundheit schweizweit zuständig.</p><p>Der Bundesrat wird das Anliegen der Motion "Innovative Lösungen ohne Gentechnologie" bei der Ausgestaltung des Leistungsauftrages 2008-2011 für Agroscope berücksichtigen. Er erwartet zudem, dass Agroscope sich mit innovativen Projektideen aktiv an den nationalen und internationalen Forschungsprogrammen beteiligt und dort zusätzliche Ressourcen beschafft. Weiter steht es den betreffenden Forscherkreisen offen, einen allfälligen zusätzlichen Forschungsbedarf auszuweisen und entsprechende Projekte beim Nationalfonds einzureichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass baldmöglichst breitangelegte und umfassende Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnologie in der Landwirtschaft unternommen werden.</p>
- Landwirtschaft. Forschungen über innovative Lösungen ohne Gentechnik
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