Erdölabhängigkeit durchbrechen
- ShortId
-
06.3089
- Id
-
20063089
- Updated
-
25.06.2025 00:07
- Language
-
de
- Title
-
Erdölabhängigkeit durchbrechen
- AdditionalIndexing
-
66;Energieszenarien;Erdöl;Energieversorgung;Energieeinsparung;erneuerbare Energie
- 1
-
- L04K17040202, Erdöl
- L05K1701010607, Energieversorgung
- L03K170503, erneuerbare Energie
- L04K17010111, Energieszenarien
- L04K17010107, Energieeinsparung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Bei den Sozialversicherungen rechnet die Politik weit in die Zukunft. So werden die laufenden Revisionen aufgrund von Hochrechnungen, die bis ins 2050 reichen, neu ausgerichtet. Aber dem Schwinden der Erdölreserven und dem Ende des Erdölzeitalters blickt man beinahe gelassen entgegen.</p><p>Die Schweiz muss wie Schweden das Ende des Erdölzeitalters als Chance wahrnehmen, um sich von der Erdölabhängigkeit abzukoppeln. Bis 2020 will Schweden zum umweltfreundlichsten Land der Erde werden. Die Regierung plant, die Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. </p><p>Hintergrund bilden die immer knapper werdenden Erdölreserven und die damit steigenden Ölpreise. Zahlreiche Experten sind heute der Meinung, dass im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die als Peak-Oil bekannte Spitze der Erdölförderung erreicht wird. Das Erreichen dieser "Ölspitze" bedeutet, dass weltweit die Förderung bzw. Produktion von Erdöl nicht mehr erhöht werden kann. Die Folge von Peak-Oil wird sein, dass der Ölpreis unwiederbringlich und in hohem Masse steigen wird. Die Reserven schrumpfen aber auch wegen der steigenden Nachfrage von China und Indien. Wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig Erdöl durch erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz zu ersetzen, bekommen wir sehr grosse Probleme. Denn Erdöl ist heute überall. Unsere gesamte Pharmaindustrie hängt daran. Erdöl ist in Teppichböden, in jedem Kunststoff, in jedem Lack, sogar in der Kleidung. Der Abbau von Erdöl führt und führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen. Solche Konflikte werden in Zukunft wegen der Verknappung der Reserven zunehmen. Gleichzeitig verstärkt der steigende Verbrauch fossiler Brennstoff wie Erdöl den Treibhauseffekt und schädigt unser Klima.</p>
- <p>Im Rahmen der Perspektivarbeit des Bundesamtes für Energie werden zurzeit die langfristigen energiepolitischen Ziele und Massnahmen untersucht und mit den interessierten Kreisen diskutiert. Die Perspektivarbeiten werden eine Gesamtbeurteilung erlauben, bei welcher auch die Möglichkeiten des Ersatzes der Erdölprodukte durch erneuerbare Energien und verstärkte Energieffizienz berücksichtigt werden.</p><p>Der Bundesrat wird sich 2007 mit dem Ergebnis dieser konzeptionellen Arbeiten auseinander setzen und soweit möglich - unter Berücksichtigung der Entscheide des Parlamentes u. a. über die CO2-Abgabe und die Strommarktordnung - Grundsatzentscheide über die langfristige Energiepolitik treffen. Der Bundesrat ist bereit, in einem Strategiebericht das Parlament über seine Absichten für Gesetzgebung und Vollzug im Energiebereich zu orientieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat soll verschiedene Szenarien ausarbeiten, wie sich die Schweiz aus ihrer Abhängigkeit von Erdöl bis 2020 lösen und ihre Energieversorgung auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien umstellen kann. Er soll darin klare Ziele definieren und die dafür notwendigen Massnahmen aufzeigen.</p>
- Erdölabhängigkeit durchbrechen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Bei den Sozialversicherungen rechnet die Politik weit in die Zukunft. So werden die laufenden Revisionen aufgrund von Hochrechnungen, die bis ins 2050 reichen, neu ausgerichtet. Aber dem Schwinden der Erdölreserven und dem Ende des Erdölzeitalters blickt man beinahe gelassen entgegen.</p><p>Die Schweiz muss wie Schweden das Ende des Erdölzeitalters als Chance wahrnehmen, um sich von der Erdölabhängigkeit abzukoppeln. Bis 2020 will Schweden zum umweltfreundlichsten Land der Erde werden. Die Regierung plant, die Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. </p><p>Hintergrund bilden die immer knapper werdenden Erdölreserven und die damit steigenden Ölpreise. Zahlreiche Experten sind heute der Meinung, dass im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die als Peak-Oil bekannte Spitze der Erdölförderung erreicht wird. Das Erreichen dieser "Ölspitze" bedeutet, dass weltweit die Förderung bzw. Produktion von Erdöl nicht mehr erhöht werden kann. Die Folge von Peak-Oil wird sein, dass der Ölpreis unwiederbringlich und in hohem Masse steigen wird. Die Reserven schrumpfen aber auch wegen der steigenden Nachfrage von China und Indien. Wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig Erdöl durch erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz zu ersetzen, bekommen wir sehr grosse Probleme. Denn Erdöl ist heute überall. Unsere gesamte Pharmaindustrie hängt daran. Erdöl ist in Teppichböden, in jedem Kunststoff, in jedem Lack, sogar in der Kleidung. Der Abbau von Erdöl führt und führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Menschenrechtsverletzungen. Solche Konflikte werden in Zukunft wegen der Verknappung der Reserven zunehmen. Gleichzeitig verstärkt der steigende Verbrauch fossiler Brennstoff wie Erdöl den Treibhauseffekt und schädigt unser Klima.</p>
- <p>Im Rahmen der Perspektivarbeit des Bundesamtes für Energie werden zurzeit die langfristigen energiepolitischen Ziele und Massnahmen untersucht und mit den interessierten Kreisen diskutiert. Die Perspektivarbeiten werden eine Gesamtbeurteilung erlauben, bei welcher auch die Möglichkeiten des Ersatzes der Erdölprodukte durch erneuerbare Energien und verstärkte Energieffizienz berücksichtigt werden.</p><p>Der Bundesrat wird sich 2007 mit dem Ergebnis dieser konzeptionellen Arbeiten auseinander setzen und soweit möglich - unter Berücksichtigung der Entscheide des Parlamentes u. a. über die CO2-Abgabe und die Strommarktordnung - Grundsatzentscheide über die langfristige Energiepolitik treffen. Der Bundesrat ist bereit, in einem Strategiebericht das Parlament über seine Absichten für Gesetzgebung und Vollzug im Energiebereich zu orientieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat soll verschiedene Szenarien ausarbeiten, wie sich die Schweiz aus ihrer Abhängigkeit von Erdöl bis 2020 lösen und ihre Energieversorgung auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien umstellen kann. Er soll darin klare Ziele definieren und die dafür notwendigen Massnahmen aufzeigen.</p>
- Erdölabhängigkeit durchbrechen
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