Wie trägt der Bund zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bei?
- ShortId
-
06.3144
- Id
-
20063144
- Updated
-
24.06.2025 23:45
- Language
-
de
- Title
-
Wie trägt der Bund zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bei?
- AdditionalIndexing
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15;04;Personalverwaltung;Arbeit von Jugendlichen;Bekämpfung der Arbeitslosigkeit;junge/r Arbeitnehmer/in;Temporärarbeit;Bundespersonal;Jugendarbeitslosigkeit
- 1
-
- L05K0702030403, Jugendarbeitslosigkeit
- L05K0702030303, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
- L04K07020102, Personalverwaltung
- L05K0806010301, Bundespersonal
- L05K0702020112, junge/r Arbeitnehmer/in
- L05K0702030202, Arbeit von Jugendlichen
- L05K0702030214, Temporärarbeit
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die Tatsache, dass die Jugendlichen weiterhin die von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffene Altersgruppe sind, ist äusserst beunruhigend. Es ist für die Jugendlichen demotivierend, bereits bei ihrem ersten Kontakt mit der Arbeitswelt Ablehnung zu erfahren, und die unsichere Zukunft der Kinder bedrückt die Familien. Negative Auswirkungen hat die Jugendarbeitslosigkeit auch auf die gesamte Gesellschaft. Die sozialen Missstände werden immer deutlicher, und ausserdem bleibt ein Potenzial an Wissen, für dessen Erwerb in der Ausbildung beachtliche Ressourcen eingesetzt wurden, ungenutzt.</p><p>Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist deshalb ein sehr wichtiges Ziel, für das möglichst alle vorhandenen gesellschaftlichen Kräfte mobilisiert werden müssen.</p><p>Eine entscheidende Rolle könnte hierbei dem Bund in seiner Funktion als Arbeitgeber zukommen. Er könnte einen konkreten Beitrag durch die Anstellung von Jugendlichen, aber auch durch geeignete Temporärjobs oder Praktika leisten.</p><p>Der Bund würde somit u. a. dazu beitragen:</p><p>- den Jugendlichen die öffentlichen Anliegen näher zu bringen;</p><p>- den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Berufserfahrung zu sammeln, denn der Mangel an Berufserfahrung stellt für sie bei der Arbeitssuche das grösste Problem dar;</p><p>- die Mehrsprachigkeit zu fördern, indem er den Jugendlichen der sprachlichen Minderheiten besondere Aufmerksamkeit widmet.</p>
- <p>Die Bundesverwaltung hat vom Gesetzgeber den Auftrag, sich durch Schaffung von Ausbildungsplätzen am schweizerischen dualen Berufsbildungssystem zu beteiligen (Art. 4 Abs. 2 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000; SR 172.220.1). Die Bundesverwaltung weist momentan über 900 Lehrstellen und Praktikumsplätze gemäss Berufsbildungsgesetz in nahezu 40 anerkannten Berufen auf. Diese Zahl konnte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht werden.</p><p>Im Rahmen des Projektes "Mehr Lehrstellen in der Bundesverwaltung" wird das Potenzial für den weitern Ausbau der Ausbildungsplätze gezielt analysiert und auch nach Lösungen gesucht, vermehrt stellenlosen Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem kurzen Bericht Folgendes zu erläutern:</p><p>- Wie wird das Ziel, die Beschäftigung von Jugendlichen zu fördern, in die Personalpolitik des Bundes integriert?</p><p>- Wie unterstützt der Bundesrat die Anstellung junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?</p><p>- Welche Formen von Temporärjobs werden Jugendlichen angeboten?</p><p>- Gibt es Bereiche, in denen ein grösserer Beitrag zur (auch zeitlich begrenzten) Beschäftigung von Jugendlichen geleistet werden könnte?</p>
- Wie trägt der Bund zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bei?
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die Tatsache, dass die Jugendlichen weiterhin die von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffene Altersgruppe sind, ist äusserst beunruhigend. Es ist für die Jugendlichen demotivierend, bereits bei ihrem ersten Kontakt mit der Arbeitswelt Ablehnung zu erfahren, und die unsichere Zukunft der Kinder bedrückt die Familien. Negative Auswirkungen hat die Jugendarbeitslosigkeit auch auf die gesamte Gesellschaft. Die sozialen Missstände werden immer deutlicher, und ausserdem bleibt ein Potenzial an Wissen, für dessen Erwerb in der Ausbildung beachtliche Ressourcen eingesetzt wurden, ungenutzt.</p><p>Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist deshalb ein sehr wichtiges Ziel, für das möglichst alle vorhandenen gesellschaftlichen Kräfte mobilisiert werden müssen.</p><p>Eine entscheidende Rolle könnte hierbei dem Bund in seiner Funktion als Arbeitgeber zukommen. Er könnte einen konkreten Beitrag durch die Anstellung von Jugendlichen, aber auch durch geeignete Temporärjobs oder Praktika leisten.</p><p>Der Bund würde somit u. a. dazu beitragen:</p><p>- den Jugendlichen die öffentlichen Anliegen näher zu bringen;</p><p>- den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Berufserfahrung zu sammeln, denn der Mangel an Berufserfahrung stellt für sie bei der Arbeitssuche das grösste Problem dar;</p><p>- die Mehrsprachigkeit zu fördern, indem er den Jugendlichen der sprachlichen Minderheiten besondere Aufmerksamkeit widmet.</p>
- <p>Die Bundesverwaltung hat vom Gesetzgeber den Auftrag, sich durch Schaffung von Ausbildungsplätzen am schweizerischen dualen Berufsbildungssystem zu beteiligen (Art. 4 Abs. 2 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000; SR 172.220.1). Die Bundesverwaltung weist momentan über 900 Lehrstellen und Praktikumsplätze gemäss Berufsbildungsgesetz in nahezu 40 anerkannten Berufen auf. Diese Zahl konnte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht werden.</p><p>Im Rahmen des Projektes "Mehr Lehrstellen in der Bundesverwaltung" wird das Potenzial für den weitern Ausbau der Ausbildungsplätze gezielt analysiert und auch nach Lösungen gesucht, vermehrt stellenlosen Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem kurzen Bericht Folgendes zu erläutern:</p><p>- Wie wird das Ziel, die Beschäftigung von Jugendlichen zu fördern, in die Personalpolitik des Bundes integriert?</p><p>- Wie unterstützt der Bundesrat die Anstellung junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?</p><p>- Welche Formen von Temporärjobs werden Jugendlichen angeboten?</p><p>- Gibt es Bereiche, in denen ein grösserer Beitrag zur (auch zeitlich begrenzten) Beschäftigung von Jugendlichen geleistet werden könnte?</p>
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