Sensibilisierungskampagnen für weniger Benzinverbrauch
- ShortId
-
06.3186
- Id
-
20063186
- Updated
-
28.07.2023 11:22
- Language
-
de
- Title
-
Sensibilisierungskampagnen für weniger Benzinverbrauch
- AdditionalIndexing
-
66;nachhaltige Nutzung;Auto;öffentlicher Verkehr;Informationskampagne;Benzin;Energieeinsparung
- 1
-
- L06K170401010101, Benzin
- L04K17010107, Energieeinsparung
- L05K1201020301, Informationskampagne
- L04K18010213, öffentlicher Verkehr
- L05K1803010101, Auto
- L06K060103010101, nachhaltige Nutzung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Die weltweite Ölverknappung mit entsprechenden Preissteigerungen ist schneller Tatsache geworden, als es Erdölwirtschaft und Bundesrat noch vor Kurzem wahrhaben wollten. Und die Situation wird sich nicht entspannen, sondern rasch noch verschärfen. </p><p>Es ist daher höchste Zeit, im Interesse der Menschen und der Wirtschaft unseres Landes die hohe Erdölabhängigkeit schnell zu reduzieren. Um dabei spürbare Erfolge zu erzielen, wird ein ganzes Bündel von einzelnen Massnahmen nötig sein. </p><p>Kampagnen im obgenannten Sinne können Lenkungsmassnahmen (Benzinverteuerung, CO2-Abgabe auf Treibstoffen, Import- oder Zollbelastung) vermeiden helfen oder gezielt unterstützen. </p><p>Entsprechende Kampagnen könnten vom zuständigen Bundesamt geführt oder zusammen mit ACS, TCS, VCS und anderen Organisationen und mit den Medien organisiert werden. Auf wirkungsvollen und sparsamen Einsatz der Mittel ist besonders zu achten. </p><p>Der Spareffekt läge nicht nur beim Treibstoffverbrauch, sondern auch bezüglich der Betriebskosten, der Umwelt, der Zahlungsbilanz (weniger Geld ins Ausland) und im Blick auf die Erfüllung international eingegangener Verpflichtungen (z. B. Kyoto-Protokoll) auf der Hand. </p><p>Ist der Bundesrat bereit, aufgrund der rasant unsicherer werdenden Versorgungslage seine Antwort auf die Interpellation 05.3423 "Ölverknappung. Vorkehren des Bundesrates" zu überdenken?</p>
- <p>Informationskampagnen spielen eine wichtige Rolle in der Energieeffizienzpolitik des Bundes. Energie Schweiz, das Programm des Bundes zur Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien, lanciert in regelmässigen Abständen Kampagnen zum Energiesparen, dies in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit Partnern. So wurde im letzten Jahr die Kampagne "Finde den Unterschied" schweizweit mit grossem Erfolg gestartet. Die Kontrolle des Reifendrucks wird beispielsweise innerhalb dieser Kampagne thematisiert, wird aber auch von den Konsumentenverbänden (TCS, VCS) und von den Autoimporteuren (Auto-Schweiz) regelmässig aufgegriffen.</p><p>Ecodrive, die energiesparende Fahrweise, ist durch Energie Schweiz initiiert worden und ist mittlerweile fester Bestandteil der Prüfung für Neulenkerinnen und Neulenker.</p><p>Die Energieetikette informiert den Neuwagenkäufer und die Neuwagenkäuferin über den Treibstoffverbrauch, die CO2-Emissionen, ob das Fahrzeug bei Dieselbetrieb über einen Partikelfilter verfügt und über die Energieeffizienz in Form der Effizienzkategorie (A bis G). Die Etikette muss bei jedem zum Verkauf angebotenen Neuwagen gut sichtbar angebracht werden. Zusätzlich liegt in jeder Garage der Verbrauchskatalog auf, der in Zusammenarbeit mit dem TCS jährlich erstellt wird. Er ermöglicht es dem Kunden, einen Vergleich über verschiedene Automarken und Modelle bezüglich Effizienz und Verbrauch zu machen. Ergänzend dazu gibt es die Fahrzeugliste im Internet, welche immer aktuell ist und detaillierte Vergleichsmöglichkeiten eröffnet.</p><p>Energie Schweiz unterstützt auch die Autoumweltliste des VCS. Für die ökologisch sensibilisierte Autokäuferin bietet sie eine etwas umfassendere Bewertung der angebotenen Neuwagen.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Motion prüfen. Da also die Entscheidungen über die einzelnen Massnahmen noch ausstehen, kann sich der Bundesrat in jetzigen Zeitpunkt noch nicht darauf festlegen und lehnt aus diesem formalen Grund die Motion ab. Bei einer allfälligen Annahme der Motion wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, Kampagnen für reduzierten Benzinverbrauch zu lancieren oder gezielt zu unterstützen, z. B.:</p><p>- Kampagne zur Benützung des öffentlichen Verkehrs anstelle des eigenen Autos; </p><p>- Kampagne für die vernünftige Wahl beim Autokauf (Evaluation nach Nutzen bzw. Bedarf anstelle einer Wahl nach Prestige, Ratschläge für verschiedene Nutzungen, Verzicht auf schwere Offroader); </p><p>- Kampagne zur Reduktion des Benzinverbrauchs (Fahrweise, Wartung, Reifendruck ....).</p>
- Sensibilisierungskampagnen für weniger Benzinverbrauch
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Die weltweite Ölverknappung mit entsprechenden Preissteigerungen ist schneller Tatsache geworden, als es Erdölwirtschaft und Bundesrat noch vor Kurzem wahrhaben wollten. Und die Situation wird sich nicht entspannen, sondern rasch noch verschärfen. </p><p>Es ist daher höchste Zeit, im Interesse der Menschen und der Wirtschaft unseres Landes die hohe Erdölabhängigkeit schnell zu reduzieren. Um dabei spürbare Erfolge zu erzielen, wird ein ganzes Bündel von einzelnen Massnahmen nötig sein. </p><p>Kampagnen im obgenannten Sinne können Lenkungsmassnahmen (Benzinverteuerung, CO2-Abgabe auf Treibstoffen, Import- oder Zollbelastung) vermeiden helfen oder gezielt unterstützen. </p><p>Entsprechende Kampagnen könnten vom zuständigen Bundesamt geführt oder zusammen mit ACS, TCS, VCS und anderen Organisationen und mit den Medien organisiert werden. Auf wirkungsvollen und sparsamen Einsatz der Mittel ist besonders zu achten. </p><p>Der Spareffekt läge nicht nur beim Treibstoffverbrauch, sondern auch bezüglich der Betriebskosten, der Umwelt, der Zahlungsbilanz (weniger Geld ins Ausland) und im Blick auf die Erfüllung international eingegangener Verpflichtungen (z. B. Kyoto-Protokoll) auf der Hand. </p><p>Ist der Bundesrat bereit, aufgrund der rasant unsicherer werdenden Versorgungslage seine Antwort auf die Interpellation 05.3423 "Ölverknappung. Vorkehren des Bundesrates" zu überdenken?</p>
- <p>Informationskampagnen spielen eine wichtige Rolle in der Energieeffizienzpolitik des Bundes. Energie Schweiz, das Programm des Bundes zur Förderung der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien, lanciert in regelmässigen Abständen Kampagnen zum Energiesparen, dies in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit Partnern. So wurde im letzten Jahr die Kampagne "Finde den Unterschied" schweizweit mit grossem Erfolg gestartet. Die Kontrolle des Reifendrucks wird beispielsweise innerhalb dieser Kampagne thematisiert, wird aber auch von den Konsumentenverbänden (TCS, VCS) und von den Autoimporteuren (Auto-Schweiz) regelmässig aufgegriffen.</p><p>Ecodrive, die energiesparende Fahrweise, ist durch Energie Schweiz initiiert worden und ist mittlerweile fester Bestandteil der Prüfung für Neulenkerinnen und Neulenker.</p><p>Die Energieetikette informiert den Neuwagenkäufer und die Neuwagenkäuferin über den Treibstoffverbrauch, die CO2-Emissionen, ob das Fahrzeug bei Dieselbetrieb über einen Partikelfilter verfügt und über die Energieeffizienz in Form der Effizienzkategorie (A bis G). Die Etikette muss bei jedem zum Verkauf angebotenen Neuwagen gut sichtbar angebracht werden. Zusätzlich liegt in jeder Garage der Verbrauchskatalog auf, der in Zusammenarbeit mit dem TCS jährlich erstellt wird. Er ermöglicht es dem Kunden, einen Vergleich über verschiedene Automarken und Modelle bezüglich Effizienz und Verbrauch zu machen. Ergänzend dazu gibt es die Fahrzeugliste im Internet, welche immer aktuell ist und detaillierte Vergleichsmöglichkeiten eröffnet.</p><p>Energie Schweiz unterstützt auch die Autoumweltliste des VCS. Für die ökologisch sensibilisierte Autokäuferin bietet sie eine etwas umfassendere Bewertung der angebotenen Neuwagen.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Motion prüfen. Da also die Entscheidungen über die einzelnen Massnahmen noch ausstehen, kann sich der Bundesrat in jetzigen Zeitpunkt noch nicht darauf festlegen und lehnt aus diesem formalen Grund die Motion ab. Bei einer allfälligen Annahme der Motion wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, Kampagnen für reduzierten Benzinverbrauch zu lancieren oder gezielt zu unterstützen, z. B.:</p><p>- Kampagne zur Benützung des öffentlichen Verkehrs anstelle des eigenen Autos; </p><p>- Kampagne für die vernünftige Wahl beim Autokauf (Evaluation nach Nutzen bzw. Bedarf anstelle einer Wahl nach Prestige, Ratschläge für verschiedene Nutzungen, Verzicht auf schwere Offroader); </p><p>- Kampagne zur Reduktion des Benzinverbrauchs (Fahrweise, Wartung, Reifendruck ....).</p>
- Sensibilisierungskampagnen für weniger Benzinverbrauch
Back to List