Holzheizungen unter Druck

ShortId
06.3234
Id
20063234
Updated
28.07.2023 13:07
Language
de
Title
Holzheizungen unter Druck
AdditionalIndexing
52;Holzindustrie;Heizung;Brennholz;Staub;Luftverunreinigung
1
  • L03K070504, Holzindustrie
  • L05K0705030204, Heizung
  • L05K0705040102, Brennholz
  • L06K060201010102, Staub
  • L04K06020309, Luftverunreinigung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Überholte Technik bei den vielen älteren Anlagen ist die Hauptursache der Feinstaubemissionen von Holzheizungen. Die Bemühungen der Branche zur Reduktion der Feinstaubemissionen durch Verbrennungsoptimierung bei den Holzkesseln laufen seit Jahren und haben bereits Erfolg gezeigt: Die heutigen Anforderungen der Luftreinhalteverordnung (LRV) werden von guten Holzheizungen massiv unterboten, was vor zehn Jahren noch nicht der Fall war. Die Branche unterstützt deshalb die Teilrevision der LRV, welche auch für kleine Holzheizungen Grenzwerte einführen wird. Dabei werden die heute gültigen Anforderungen des Qualitätssiegels Holzheizungen von Holzenergie Schweiz Eingang in die LRV finden und so zu Grundanforderungen werden. (Die heutigen Grenzwerte zur Erlangung des Qualitätssiegels betragen je nach Anlagekategorie 50-100 Milligramm pro Kubikmeter Abgas.) Seit einigen Jahren arbeitet die Branche (mit durch die öffentliche Hand unterstützten Forschungsprojekten) an der Entwicklung von Partikelabscheidern für kleinere und mittlere Holzheizungen. Bei den grösseren Holzheizungen befürwortet die Branche selber den Einbau von Filteranlagen ab einer Leistung von 1 Megawatt. Diese untere Leistungsgrenze soll im Laufe der nächsten Jahre im Rahmen von Anpassungen der LRV sukzessive gesenkt werden.</p><p>Seit Jahren ist Holzenergie Schweiz - beauftragt vom BFE im Rahmen von Energie Schweiz - zusammen mit weiteren Akteuren (Bafu, Kantone, Branchenverbände) sehr aktiv in der Verbreitung von Informationen über den korrekten Betrieb der Anlagen. Denn falsch betriebene Holzheizungen (nasses Holz, falsche Betriebseinstellungen, Restholz oder gar Abfallverbrennung) sind zu einem guten Teil für die Feinstaubemissionen verantwortlich. Zu diesem Thema wurden verschiedene Publikationen und Merkblätter erarbeitet und in mehreren hunderttausend (!) Exemplaren an Haushaltungen verteilt. An zahlreichen Veranstaltungen "richtig heizen mit Holz" werden (bisher mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer) über den korrekten Betrieb von Holzheizungen informiert und instruiert. Im Rahmen der Medien- und Vortragsarbeit von Holzenergie Schweiz wird zudem immer wieder auf die grosse Bedeutung des korrekten Betriebs von Holzheizungen hingewiesen. </p><p>2. Am 16. Januar 2006 hat Bundespräsident Moritz Leuenberger einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem der Luftbelastung durch Feinstaub verstärkt zu Leibe gerückt werden soll. Im Zuständigkeitsbereich des UVEK können neun der vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden. Sie betreffen insbesondere Dieselruss sowie Feinstaub- und Russausstoss von Holzfeuerungen. Die vorgesehenen Massnahmen im Bereich Holzfeuerungen sind im Folgenden zusammengefasst.</p><p>Kleine und mittelgrosse Feuerungen (bis 350 Kilowatt)</p><p>Heute werden in der Schweiz rund 670 000 Holzfeuerungen mit einer Leistung bis 350 Kilowatt betrieben. Solche Anlagen sollen nur noch neu in Verkehr gebracht werden können, wenn ihre Konformität mit den entsprechenden Produktenormen der EU nachgewiesen ist und die speziellen, schweizerischen Grenzwertanforderungen für Kohlenmonoxid und Feinstaub erfüllt sind. Bei Öl- und Gasfeuerungen gilt in der Schweiz eine entsprechende Regelung bereits seit dem 1. Januar 2005. </p><p>Das Uvek hat das Bafu beauftragt, eine entsprechende Ergänzung der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) auf Mitte 2007 zu prüfen. Die Ergänzung würde gewährleisten, dass sämtliche neuen Holzfeuerungen modernste Produktenormen erfüllen, wie sie zum Beispiel heute im Rahmen des Qualitätssiegels von Holzenergie Schweiz gefordert werden. Die Massnahme erhöht den lufthygienischen Standard der neuen Holzfeuerungen und wirkt sich mittelfristig positiv auf die Feinstaubemissionen aus. </p><p>Grössere automatische Holzfeuerungen (ab 70 Kilowatt)</p><p>Heute werden in der Schweiz etwa 5000 automatische Holzfeuerungen mit einer Leistung über 70 Kilowatt betrieben. In diesen Anlagen werden etwa 40 Prozent des schweizerischen Energieholzes verbrannt. Für die meisten dieser Anlagen (bis 5 Megawatt) gilt heute ein Emissionsgrenzwert für Staub von 150 Gramm je Kubikmeter.</p><p>Zahlreiche Grossanlagen über 1 Megawatt werden allerdings bereits heute erfolgreich mit wirksamen Staubfiltern ausgerüstet. Damit können in der Regel die Staubemissionen unter 20 Milligramm pro Kubikmeter gesenkt werden. Das UVEK hat deshalb das Bafu beauftragt, eine Anpassung der LRV auf Mitte 2007 vorzuschlagen, dass Anlagen über 1 Megawatt nur noch mit wirksamen Staubfiltern betrieben werden dürfen. Zeitlich gestaffelt bis etwa 2015 müssen dann auch mittelgrosse Anlagen über 350 Kilowatt bzw. kleinere automatische Holzfeuerungen über 70 Kilowatt mit entsprechenden Staubfiltern nach- resp. ausgerüstet werden. Diese frühzeitig angekündigte Grenzwertverschärfung wird einen Technologieschub auslösen und die Kosten für solche Filter wesentlich senken.</p><p>Die vorstehende Massnahme steht im Übrigen nicht in Konflikt mit der Konformitätserklärung für Anlagen bis 350 Kilowatt. Sie sieht lediglich vor, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt auch diese Anlagen zusätzlich mit einem Staubfilter nach- resp. ausgerüstet werden müssen. </p><p>Grosse Holzwärmekraftwerke (über 10 Megawatt)</p><p>Im Gegensatz zu konventionellen Holzfeuerungen verfügen moderne Holzwärmekraftwerke analog zu einer Kehrichtverbrennungsanlage über hochwirksame Rauchgasreinigungssysteme.</p><p>In der Stadt Basel steht beispielsweise das Holzkraftwerk der Industriellen Werke Basel mit einer Leistung von 25 Megawatt bereits kurz vor der Realisierung. Damit die angestrebte Verdoppelung der Holzenergienutzung in den kommenden Jahren nicht zu grossen lufthygienischen Belastungen führt, sollen vermehrt neue Holzwärmekraftwerke in Betrieb genommen werden. Energie Schweiz wird Standorte für solche Anlagen systematisch suchen und Realisierungen initiieren.</p><p>3. Gemäss Konzept der Energieforschung des Bundes wird in diversen Projekten, in Zusammenarbeit mit der Industrie, an der Verbesserung der Partikel- und NOx-Emissionen gearbeitet. Entwicklungen werden in Verbrennungs-/Systemoptimierungen und in Abgasreinigungssysteme wie z. B. Filtersysteme unterstützt. Grundlagenuntersuchungen erforschen die Toxizität von verschiedenen Partikeln und die Herstellung von flüssigen und gasförmigen Treibstoffen.</p><p>Der Überblicksbericht 2005 zum Forschungsprogramm Biomasse gibt unter http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/publikationen/index.html?lang=de detailliert Auskunft. </p><p>Abgeschlossenen Projekte sind unter http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/energieforschung/index.html?lang=de, Rubrik Biomasse veröffentlicht. </p><p>Zum Thema "Feinstaub aus Holzfeuerungen" hat das BFE in Zusammenarbeit mit dem Bafu ein Positionspapier veröffentlicht unter http://www.bfe.admin.ch/index.html?lang=de.</p><p>Zusammenfassend darf festgehalten werden: Die Feinstaubemissionen konnten bereits durch technische und kommunikative Massnahmen stark reduziert werden, sind aber noch weiter zu senken. Dies gilt besonders für alte und falsch betriebene Anlagen. Moderne, richtig betriebene Holzheizungen sind nicht Teil des Feinstaubproblems.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Seit vergangenem Winter hat die Holzenergie- und Holzheizungsbranche in der Öffentlichkeit ein Problem. Holzheizungen gehören zu den Quellen von Feinstaub und produzieren neuen Studien zufolge 8 Prozent der Feinstaubemissionen in der Schweiz. Das ist zuviel, denn die Holzenergie macht am Wärmemarkt nur einen Anteil von 6 Prozent aus. Diese negativen Effekte dürfen aber auf keinen Fall zur Verteufelung der Holzenergie führen. In diesem Zusammenhang wird zu wenig betont, dass es erstens vor allem sehr alte Anlagen mit schlechtem Wirkungsgrad und zweitens falsch bediente Anlagen (falsches Anfeuern, nasses Holz) sind, die zum hohen Emissionsausstoss beitragen. Diese Mängel können jedoch mit entsprechenden Massnahmen behoben werden. Moderne und richtig betriebene Holzheizungen schneiden in Bezug auf die Feinstaubemission besser ab als der Durchschnitt der heute installierten Anlagen. Auf das Holz als CO2-neutraler, erneuerbarer und preisstabiler Energieträger, der die Schweizer Forst- und Landwirtschaftsbranche belebt und uns unabhängiger vom Ausland macht, darf nicht verzichtet werden. </p><p>1. Welche Bemühungen unternimmt die Holz- und Holzfeuerungsbranche (Verbände, Organisationen, Interessensgruppen) gegen das Feinstaubproblem bei Holzheizungen? </p><p>2. Gibt es oder sind im zuständigen Departement Massnahmen geplant zur Bekämpfung des Feinstaubausstosses bei Holzheizungen? Falls ja: Um welche Massnahmen handelt es sich, und sind sie verbindlich? </p><p>3. Welche Forschungsbemühungen sind zur Reduktion der Staubbelastung bei Holzfeuerungen momentan im Gange? Kann zur heutigen Zeit eine positive Zwischenbilanz zu den vorliegenden Forschungsergebnissen und technologischen Entwicklungen gezogen werden?</p>
  • Holzheizungen unter Druck
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Überholte Technik bei den vielen älteren Anlagen ist die Hauptursache der Feinstaubemissionen von Holzheizungen. Die Bemühungen der Branche zur Reduktion der Feinstaubemissionen durch Verbrennungsoptimierung bei den Holzkesseln laufen seit Jahren und haben bereits Erfolg gezeigt: Die heutigen Anforderungen der Luftreinhalteverordnung (LRV) werden von guten Holzheizungen massiv unterboten, was vor zehn Jahren noch nicht der Fall war. Die Branche unterstützt deshalb die Teilrevision der LRV, welche auch für kleine Holzheizungen Grenzwerte einführen wird. Dabei werden die heute gültigen Anforderungen des Qualitätssiegels Holzheizungen von Holzenergie Schweiz Eingang in die LRV finden und so zu Grundanforderungen werden. (Die heutigen Grenzwerte zur Erlangung des Qualitätssiegels betragen je nach Anlagekategorie 50-100 Milligramm pro Kubikmeter Abgas.) Seit einigen Jahren arbeitet die Branche (mit durch die öffentliche Hand unterstützten Forschungsprojekten) an der Entwicklung von Partikelabscheidern für kleinere und mittlere Holzheizungen. Bei den grösseren Holzheizungen befürwortet die Branche selber den Einbau von Filteranlagen ab einer Leistung von 1 Megawatt. Diese untere Leistungsgrenze soll im Laufe der nächsten Jahre im Rahmen von Anpassungen der LRV sukzessive gesenkt werden.</p><p>Seit Jahren ist Holzenergie Schweiz - beauftragt vom BFE im Rahmen von Energie Schweiz - zusammen mit weiteren Akteuren (Bafu, Kantone, Branchenverbände) sehr aktiv in der Verbreitung von Informationen über den korrekten Betrieb der Anlagen. Denn falsch betriebene Holzheizungen (nasses Holz, falsche Betriebseinstellungen, Restholz oder gar Abfallverbrennung) sind zu einem guten Teil für die Feinstaubemissionen verantwortlich. Zu diesem Thema wurden verschiedene Publikationen und Merkblätter erarbeitet und in mehreren hunderttausend (!) Exemplaren an Haushaltungen verteilt. An zahlreichen Veranstaltungen "richtig heizen mit Holz" werden (bisher mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer) über den korrekten Betrieb von Holzheizungen informiert und instruiert. Im Rahmen der Medien- und Vortragsarbeit von Holzenergie Schweiz wird zudem immer wieder auf die grosse Bedeutung des korrekten Betriebs von Holzheizungen hingewiesen. </p><p>2. Am 16. Januar 2006 hat Bundespräsident Moritz Leuenberger einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem der Luftbelastung durch Feinstaub verstärkt zu Leibe gerückt werden soll. Im Zuständigkeitsbereich des UVEK können neun der vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden. Sie betreffen insbesondere Dieselruss sowie Feinstaub- und Russausstoss von Holzfeuerungen. Die vorgesehenen Massnahmen im Bereich Holzfeuerungen sind im Folgenden zusammengefasst.</p><p>Kleine und mittelgrosse Feuerungen (bis 350 Kilowatt)</p><p>Heute werden in der Schweiz rund 670 000 Holzfeuerungen mit einer Leistung bis 350 Kilowatt betrieben. Solche Anlagen sollen nur noch neu in Verkehr gebracht werden können, wenn ihre Konformität mit den entsprechenden Produktenormen der EU nachgewiesen ist und die speziellen, schweizerischen Grenzwertanforderungen für Kohlenmonoxid und Feinstaub erfüllt sind. Bei Öl- und Gasfeuerungen gilt in der Schweiz eine entsprechende Regelung bereits seit dem 1. Januar 2005. </p><p>Das Uvek hat das Bafu beauftragt, eine entsprechende Ergänzung der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) auf Mitte 2007 zu prüfen. Die Ergänzung würde gewährleisten, dass sämtliche neuen Holzfeuerungen modernste Produktenormen erfüllen, wie sie zum Beispiel heute im Rahmen des Qualitätssiegels von Holzenergie Schweiz gefordert werden. Die Massnahme erhöht den lufthygienischen Standard der neuen Holzfeuerungen und wirkt sich mittelfristig positiv auf die Feinstaubemissionen aus. </p><p>Grössere automatische Holzfeuerungen (ab 70 Kilowatt)</p><p>Heute werden in der Schweiz etwa 5000 automatische Holzfeuerungen mit einer Leistung über 70 Kilowatt betrieben. In diesen Anlagen werden etwa 40 Prozent des schweizerischen Energieholzes verbrannt. Für die meisten dieser Anlagen (bis 5 Megawatt) gilt heute ein Emissionsgrenzwert für Staub von 150 Gramm je Kubikmeter.</p><p>Zahlreiche Grossanlagen über 1 Megawatt werden allerdings bereits heute erfolgreich mit wirksamen Staubfiltern ausgerüstet. Damit können in der Regel die Staubemissionen unter 20 Milligramm pro Kubikmeter gesenkt werden. Das UVEK hat deshalb das Bafu beauftragt, eine Anpassung der LRV auf Mitte 2007 vorzuschlagen, dass Anlagen über 1 Megawatt nur noch mit wirksamen Staubfiltern betrieben werden dürfen. Zeitlich gestaffelt bis etwa 2015 müssen dann auch mittelgrosse Anlagen über 350 Kilowatt bzw. kleinere automatische Holzfeuerungen über 70 Kilowatt mit entsprechenden Staubfiltern nach- resp. ausgerüstet werden. Diese frühzeitig angekündigte Grenzwertverschärfung wird einen Technologieschub auslösen und die Kosten für solche Filter wesentlich senken.</p><p>Die vorstehende Massnahme steht im Übrigen nicht in Konflikt mit der Konformitätserklärung für Anlagen bis 350 Kilowatt. Sie sieht lediglich vor, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt auch diese Anlagen zusätzlich mit einem Staubfilter nach- resp. ausgerüstet werden müssen. </p><p>Grosse Holzwärmekraftwerke (über 10 Megawatt)</p><p>Im Gegensatz zu konventionellen Holzfeuerungen verfügen moderne Holzwärmekraftwerke analog zu einer Kehrichtverbrennungsanlage über hochwirksame Rauchgasreinigungssysteme.</p><p>In der Stadt Basel steht beispielsweise das Holzkraftwerk der Industriellen Werke Basel mit einer Leistung von 25 Megawatt bereits kurz vor der Realisierung. Damit die angestrebte Verdoppelung der Holzenergienutzung in den kommenden Jahren nicht zu grossen lufthygienischen Belastungen führt, sollen vermehrt neue Holzwärmekraftwerke in Betrieb genommen werden. Energie Schweiz wird Standorte für solche Anlagen systematisch suchen und Realisierungen initiieren.</p><p>3. Gemäss Konzept der Energieforschung des Bundes wird in diversen Projekten, in Zusammenarbeit mit der Industrie, an der Verbesserung der Partikel- und NOx-Emissionen gearbeitet. Entwicklungen werden in Verbrennungs-/Systemoptimierungen und in Abgasreinigungssysteme wie z. B. Filtersysteme unterstützt. Grundlagenuntersuchungen erforschen die Toxizität von verschiedenen Partikeln und die Herstellung von flüssigen und gasförmigen Treibstoffen.</p><p>Der Überblicksbericht 2005 zum Forschungsprogramm Biomasse gibt unter http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/publikationen/index.html?lang=de detailliert Auskunft. </p><p>Abgeschlossenen Projekte sind unter http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/energieforschung/index.html?lang=de, Rubrik Biomasse veröffentlicht. </p><p>Zum Thema "Feinstaub aus Holzfeuerungen" hat das BFE in Zusammenarbeit mit dem Bafu ein Positionspapier veröffentlicht unter http://www.bfe.admin.ch/index.html?lang=de.</p><p>Zusammenfassend darf festgehalten werden: Die Feinstaubemissionen konnten bereits durch technische und kommunikative Massnahmen stark reduziert werden, sind aber noch weiter zu senken. Dies gilt besonders für alte und falsch betriebene Anlagen. Moderne, richtig betriebene Holzheizungen sind nicht Teil des Feinstaubproblems.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Seit vergangenem Winter hat die Holzenergie- und Holzheizungsbranche in der Öffentlichkeit ein Problem. Holzheizungen gehören zu den Quellen von Feinstaub und produzieren neuen Studien zufolge 8 Prozent der Feinstaubemissionen in der Schweiz. Das ist zuviel, denn die Holzenergie macht am Wärmemarkt nur einen Anteil von 6 Prozent aus. Diese negativen Effekte dürfen aber auf keinen Fall zur Verteufelung der Holzenergie führen. In diesem Zusammenhang wird zu wenig betont, dass es erstens vor allem sehr alte Anlagen mit schlechtem Wirkungsgrad und zweitens falsch bediente Anlagen (falsches Anfeuern, nasses Holz) sind, die zum hohen Emissionsausstoss beitragen. Diese Mängel können jedoch mit entsprechenden Massnahmen behoben werden. Moderne und richtig betriebene Holzheizungen schneiden in Bezug auf die Feinstaubemission besser ab als der Durchschnitt der heute installierten Anlagen. Auf das Holz als CO2-neutraler, erneuerbarer und preisstabiler Energieträger, der die Schweizer Forst- und Landwirtschaftsbranche belebt und uns unabhängiger vom Ausland macht, darf nicht verzichtet werden. </p><p>1. Welche Bemühungen unternimmt die Holz- und Holzfeuerungsbranche (Verbände, Organisationen, Interessensgruppen) gegen das Feinstaubproblem bei Holzheizungen? </p><p>2. Gibt es oder sind im zuständigen Departement Massnahmen geplant zur Bekämpfung des Feinstaubausstosses bei Holzheizungen? Falls ja: Um welche Massnahmen handelt es sich, und sind sie verbindlich? </p><p>3. Welche Forschungsbemühungen sind zur Reduktion der Staubbelastung bei Holzfeuerungen momentan im Gange? Kann zur heutigen Zeit eine positive Zwischenbilanz zu den vorliegenden Forschungsergebnissen und technologischen Entwicklungen gezogen werden?</p>
    • Holzheizungen unter Druck

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