200 neue Lehrstellen beim Bund
- ShortId
-
06.3299
- Id
-
20063299
- Updated
-
28.07.2023 07:00
- Language
-
de
- Title
-
200 neue Lehrstellen beim Bund
- AdditionalIndexing
-
04;15;32;Stellenangebot;Arbeit von Jugendlichen;Lehrstelle;Bekämpfung der Arbeitslosigkeit;Schaffung neuer Bundesstellen;Bundesverwaltung;junge/r Arbeitnehmer/in;Jugendarbeitslosigkeit
- 1
-
- L06K070202030801, Lehrstelle
- L04K08060103, Bundesverwaltung
- L07K08060103010403, Schaffung neuer Bundesstellen
- L05K0702020308, Stellenangebot
- L05K0702030202, Arbeit von Jugendlichen
- L05K0702030303, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
- L05K0702020112, junge/r Arbeitnehmer/in
- L05K0702030403, Jugendarbeitslosigkeit
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Auf Schuljahresende 2007 wird die Anzahl Schulabgängerinnen und Schulabgänger noch einmal ansteigen. Auch in den folgenden zwei bis drei Jahren ist noch nicht mit einer Entspannung der Situation auf dem Lehrstellenmarkt zu rechnen, da die Anzahl der Jugendlichen, welche eine Zwischenlösung nach der obligatorischen Schule besuchen, in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist und diese Jugendlichen im Jahre 2007 und in den folgenden Jahren auf den Lehrstellenmarkt kommen. Bereits Ende August 2005 waren über 10 000 Jugendliche ohne Anschlusslösung nach der Schule, was 8 Prozent der Lehrstellensuchenden entspricht. Ein noch viel grösserer Anteil hat eine Zwischenlösung als Ausweg gewählt. </p><p>Massnahmenpapiere aus dem Volkswirtschaftsdepartement fordern, dass der Bund mehr Lehrstellen schaffen müsse und damit als Vorbild für die Wirtschaft vorangehen solle. Gleichzeitig kann er so etwas zur Entspannung der Situation beitragen. Es ist sowohl gesellschafts- wie auch finanzpolitisch weitaus sinnvoller und günstiger, den jungen Menschen, welche schon bereit sind für eine Lehre, eine Ausbildung zu ermöglichen, als sie in Zwischenjahren (Kosten von etwa 20 000 Franken im Jahr pro Jugendlichen) warten zu lassen.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Sorge der Motionärin über die angespannte Situation auf dem Lehrstellenmarkt . Er hat denn auch grosse Anstrengungen für einen kontinuierlichen Ausbau der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung unternommen. In den vergangenen sieben Jahren wurde die Zahl der Lehrstellen um 41 Prozent erhöht.</p><p>Angesichts der weiterhin angespannten Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist der Bundesrat selbst in der aktuellen Personalabbauphase gewillt, das Angebot an Lehrstellen in der Bundesverwaltung weiter auszubauen. Er hat die berufliche Grundbildung in der Bundesverwaltung deshalb von Kürzungen im Rahmen der Entlastungsprogramme ausgenommen. Überdies hat er 2005 erstmals Sollwerte für das strategische Personalcontrolling in diesem Bereich beschlossen. Bis Ende 2011 strebt die Bundesverwaltung einen Anteil an Lernenden von 4 Prozent an. Dies kommt einer Ausweitung des Lehrstellenangebots um rund 25 Stellen gleich.</p><p>Das Augenmerk des Bundesrates gilt jedoch nicht nur der quantitativen Entwicklung. Im Zentrum steht ebenso die Sicherstellung einer hohen Qualität der beruflichen Grundbildung. Die Lernenden sollen zu eigenständig denkenden und handelnden, selbstbewussten Berufsleuten herangebildet und in die Lage versetzt werden, sich später im Arbeitsmarkt zu behaupten oder eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren. Dies setzt eine intensive fachliche und menschliche Betreuung durch qualifizierte Berufs- und Praxisausbildner und -ausbildnerinnen voraus. In den letzten Jahren wurden deshalb in der Bundesverwaltung grosse Anstrengungen zur Professionalisierung dieser Zielgruppe unternommen. Zudem muss sichergestellt sein, dass genügend Aufgabenbereiche vorhanden sind, welche die Entwicklung der berufsspezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten garantieren. Als Einschränkung wirken sich schliesslich die knapper werdenden personellen Ressourcen und die damit verbundene zusätzliche Belastung der in der beruflichen Grundbildung engagierten Personen aus.</p><p>Aufgrund dieser Erwägung ist der Bundesrat der Ansicht, dass die geforderte sprunghafte Erhöhung der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung nicht zu verantworten ist und die seriöse Aufbauarbeit gefährden würde.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf den Beginn des Schuljahres 2007 200 neue Lehrstellen in der Bundesverwaltung zu schaffen.</p>
- 200 neue Lehrstellen beim Bund
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Auf Schuljahresende 2007 wird die Anzahl Schulabgängerinnen und Schulabgänger noch einmal ansteigen. Auch in den folgenden zwei bis drei Jahren ist noch nicht mit einer Entspannung der Situation auf dem Lehrstellenmarkt zu rechnen, da die Anzahl der Jugendlichen, welche eine Zwischenlösung nach der obligatorischen Schule besuchen, in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen ist und diese Jugendlichen im Jahre 2007 und in den folgenden Jahren auf den Lehrstellenmarkt kommen. Bereits Ende August 2005 waren über 10 000 Jugendliche ohne Anschlusslösung nach der Schule, was 8 Prozent der Lehrstellensuchenden entspricht. Ein noch viel grösserer Anteil hat eine Zwischenlösung als Ausweg gewählt. </p><p>Massnahmenpapiere aus dem Volkswirtschaftsdepartement fordern, dass der Bund mehr Lehrstellen schaffen müsse und damit als Vorbild für die Wirtschaft vorangehen solle. Gleichzeitig kann er so etwas zur Entspannung der Situation beitragen. Es ist sowohl gesellschafts- wie auch finanzpolitisch weitaus sinnvoller und günstiger, den jungen Menschen, welche schon bereit sind für eine Lehre, eine Ausbildung zu ermöglichen, als sie in Zwischenjahren (Kosten von etwa 20 000 Franken im Jahr pro Jugendlichen) warten zu lassen.</p>
- <p>Der Bundesrat teilt die Sorge der Motionärin über die angespannte Situation auf dem Lehrstellenmarkt . Er hat denn auch grosse Anstrengungen für einen kontinuierlichen Ausbau der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung unternommen. In den vergangenen sieben Jahren wurde die Zahl der Lehrstellen um 41 Prozent erhöht.</p><p>Angesichts der weiterhin angespannten Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist der Bundesrat selbst in der aktuellen Personalabbauphase gewillt, das Angebot an Lehrstellen in der Bundesverwaltung weiter auszubauen. Er hat die berufliche Grundbildung in der Bundesverwaltung deshalb von Kürzungen im Rahmen der Entlastungsprogramme ausgenommen. Überdies hat er 2005 erstmals Sollwerte für das strategische Personalcontrolling in diesem Bereich beschlossen. Bis Ende 2011 strebt die Bundesverwaltung einen Anteil an Lernenden von 4 Prozent an. Dies kommt einer Ausweitung des Lehrstellenangebots um rund 25 Stellen gleich.</p><p>Das Augenmerk des Bundesrates gilt jedoch nicht nur der quantitativen Entwicklung. Im Zentrum steht ebenso die Sicherstellung einer hohen Qualität der beruflichen Grundbildung. Die Lernenden sollen zu eigenständig denkenden und handelnden, selbstbewussten Berufsleuten herangebildet und in die Lage versetzt werden, sich später im Arbeitsmarkt zu behaupten oder eine berufliche Weiterbildung zu absolvieren. Dies setzt eine intensive fachliche und menschliche Betreuung durch qualifizierte Berufs- und Praxisausbildner und -ausbildnerinnen voraus. In den letzten Jahren wurden deshalb in der Bundesverwaltung grosse Anstrengungen zur Professionalisierung dieser Zielgruppe unternommen. Zudem muss sichergestellt sein, dass genügend Aufgabenbereiche vorhanden sind, welche die Entwicklung der berufsspezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten garantieren. Als Einschränkung wirken sich schliesslich die knapper werdenden personellen Ressourcen und die damit verbundene zusätzliche Belastung der in der beruflichen Grundbildung engagierten Personen aus.</p><p>Aufgrund dieser Erwägung ist der Bundesrat der Ansicht, dass die geforderte sprunghafte Erhöhung der Zahl der Lehrstellen in der Bundesverwaltung nicht zu verantworten ist und die seriöse Aufbauarbeit gefährden würde.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, auf den Beginn des Schuljahres 2007 200 neue Lehrstellen in der Bundesverwaltung zu schaffen.</p>
- 200 neue Lehrstellen beim Bund
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