Ausbildungsanforderungen für Berufsoffiziere

ShortId
06.3318
Id
20063318
Updated
24.06.2025 23:49
Language
de
Title
Ausbildungsanforderungen für Berufsoffiziere
AdditionalIndexing
09;Offizier;nachakademische Ausbildung;Abschluss einer Ausbildung;Instruktor;militärische Ausbildung;Hochschulwesen;berufliche Eignung
1
  • L05K0402030301, Offizier
  • L05K0702020106, berufliche Eignung
  • L04K13020501, Hochschulwesen
  • L04K13020503, nachakademische Ausbildung
  • L06K040203030101, Instruktor
  • L04K13010101, Abschluss einer Ausbildung
  • L04K04020307, militärische Ausbildung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die "Armee XXI" kämpft insbesondere mit einem gravierenden Mangel an Berufsoffizieren. Ein Grund dafür ist insbesondere beim fehlenden Nachwuchs und namentlich bei den Ausbildungsanforderungen zu suchen. Letztere wurde in den vergangenen Jahren zunehmend "verakademisiert". Heute haben Kandidaten, die diesen Beruf des Instruktors als Erstberuf ergreifen, ein dreijähriges, Kandidaten mit Hochschulabschluss ein einjähriges Studium an der Milak zu absolvieren. Es ist jedoch nicht ersichtlich, weshalb nicht auch gute Berufsleute zum Berufsoffizier ausgebildet werden können. Die (menschliche) Qualität eines Berufsoffiziers zeichnet sich nicht dadurch aus, dass dieser ein Studium durchlaufen hat. Dies bestätigt sich ja auch bei der Miliz.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist grundsätzlich der Auffassung, dass der vor wenigen Jahren eingeführte Ausbildungsweg für Berufsoffiziere über den von der ETH Zürich angebotenen dreijährigen Bachelor-Studiengang oder den von der Milak durchgeführten einjährigen Diplomlehrgang richtig und am besten auf die internationalen und pädagogischen Anforderungen abgestimmt ist. </p><p>Zugleich ist das Berufsbild des militärischen Personals (inklusive Berufsoffiziere) auf die zukünftigen Bedürfnisse der Armee mit Zeithorizont 2011 auszurichten. Der erforderliche Bestand an militärischem Personal soll sichergestellt und mit den eingeleiteten Abbau- und Umbaumassnahmen abgestimmt werden. Aus diesem Grund bearbeitet das VBS im Rahmen des laufenden Projektes "Weiterentwicklung des Berufsbildes für das militärische Personal" auch die Frage der Selektion, der Grundausbildung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Laufbahn von Berufsoffizieren.</p><p>Am 10. Mai 2006 fällte das VBS erste Entscheide, welche Auswirkungen auf die Zulassungsbedingungen für angehende Berufsoffiziere haben. Demnach können Offiziere (Oberleutnant mit abgeschlossener Weiterausbildung zum Einheitskommandanten bzw. Führungsgehilfen), welche über einen Fähigkeitsausweis einer Berufslehre von mindestens dreijähriger Dauer verfügen, mittels einer zweiteiligen Militärschule (unterbrochen durch drei Jahre praktischer Tätigkeit als Berufsoffizier) künftig in die Laufbahn des Berufsoffiziers einsteigen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Ausbildungsanforderungen für den Dienstgrad des Berufsoffiziers so auszugestalten, dass auch Nichtakademiker zugelassen werden können.</p>
  • Ausbildungsanforderungen für Berufsoffiziere
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die "Armee XXI" kämpft insbesondere mit einem gravierenden Mangel an Berufsoffizieren. Ein Grund dafür ist insbesondere beim fehlenden Nachwuchs und namentlich bei den Ausbildungsanforderungen zu suchen. Letztere wurde in den vergangenen Jahren zunehmend "verakademisiert". Heute haben Kandidaten, die diesen Beruf des Instruktors als Erstberuf ergreifen, ein dreijähriges, Kandidaten mit Hochschulabschluss ein einjähriges Studium an der Milak zu absolvieren. Es ist jedoch nicht ersichtlich, weshalb nicht auch gute Berufsleute zum Berufsoffizier ausgebildet werden können. Die (menschliche) Qualität eines Berufsoffiziers zeichnet sich nicht dadurch aus, dass dieser ein Studium durchlaufen hat. Dies bestätigt sich ja auch bei der Miliz.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist grundsätzlich der Auffassung, dass der vor wenigen Jahren eingeführte Ausbildungsweg für Berufsoffiziere über den von der ETH Zürich angebotenen dreijährigen Bachelor-Studiengang oder den von der Milak durchgeführten einjährigen Diplomlehrgang richtig und am besten auf die internationalen und pädagogischen Anforderungen abgestimmt ist. </p><p>Zugleich ist das Berufsbild des militärischen Personals (inklusive Berufsoffiziere) auf die zukünftigen Bedürfnisse der Armee mit Zeithorizont 2011 auszurichten. Der erforderliche Bestand an militärischem Personal soll sichergestellt und mit den eingeleiteten Abbau- und Umbaumassnahmen abgestimmt werden. Aus diesem Grund bearbeitet das VBS im Rahmen des laufenden Projektes "Weiterentwicklung des Berufsbildes für das militärische Personal" auch die Frage der Selektion, der Grundausbildung, der Aus- und Weiterbildung sowie der Laufbahn von Berufsoffizieren.</p><p>Am 10. Mai 2006 fällte das VBS erste Entscheide, welche Auswirkungen auf die Zulassungsbedingungen für angehende Berufsoffiziere haben. Demnach können Offiziere (Oberleutnant mit abgeschlossener Weiterausbildung zum Einheitskommandanten bzw. Führungsgehilfen), welche über einen Fähigkeitsausweis einer Berufslehre von mindestens dreijähriger Dauer verfügen, mittels einer zweiteiligen Militärschule (unterbrochen durch drei Jahre praktischer Tätigkeit als Berufsoffizier) künftig in die Laufbahn des Berufsoffiziers einsteigen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Ausbildungsanforderungen für den Dienstgrad des Berufsoffiziers so auszugestalten, dass auch Nichtakademiker zugelassen werden können.</p>
    • Ausbildungsanforderungen für Berufsoffiziere

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