Massnahmen zur Unterstützung von älteren Arbeitslosen

ShortId
06.3366
Id
20063366
Updated
24.06.2025 23:47
Language
de
Title
Massnahmen zur Unterstützung von älteren Arbeitslosen
AdditionalIndexing
15;ältere/r Arbeitnehmer/in;Langzeitarbeitslosigkeit;Arbeitslose/r;Wiedereinstieg ins Berufsleben;Bekämpfung der Arbeitslosigkeit;regionales Arbeitsvermittlungszentrum;Einstellung
1
  • L05K0702030303, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
  • L06K070202010401, Arbeitslose/r
  • L05K0702020101, ältere/r Arbeitnehmer/in
  • L05K0702030305, Wiedereinstieg ins Berufsleben
  • L05K0702030406, Langzeitarbeitslosigkeit
  • L06K070202030402, regionales Arbeitsvermittlungszentrum
  • L05K0702010204, Einstellung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Gemäss Angaben des Seco sind ältere Arbeitnehmende (über 50-Jährige) zwar nicht stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, aber sie sind häufig länger arbeitslos als die jüngeren. Langzeitarbeitslosigkeit (länger als ein Jahr) trifft demzufolge insbesondere ältere Arbeitnehmende. Das Gesetz sieht denn auch eine längere Bezugsdauer von Taggeldern für ältere Arbeitslose vor. Gelöst wird damit jedoch das Problem der erschwerten Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmender nicht. Nicht selten wählten Arbeitgebende in der Vergangenheit den Weg über die Invalidenversicherung, um die Situation für die älteren Arbeitnehmenden wenigstens materiell zu erleichtern. Mit der zunehmenden Verschärfung in der Zusprechung von Renten bei der Invalidenversicherung ist zu befürchten, dass ältere Arbeitnehmende vermehrt in die Armutsfalle geraten. Wenn ein Vermögen oder Wohneigentum vorhanden ist, kann es sein, dass die Betroffenen nach der Aussteuerung nicht einmal Anspruch auf Sozialhilfe geltend machen können. </p><p>Die meisten Arbeitslosenprojekte sind auf jüngere Arbeitslose und/oder auf wenig qualifizierte Arbeitnehmende ausgerichtet. Sie sind deshalb nicht auf die spezifischen Bedürfnisse älterer, möglicherweise qualifizierter Arbeitnehmender ausgerichtet. </p><p>Die Forschung muss sich mit den spezifischen Bedürfnissen älterer Arbeitsloser beschäftigen, und die Arbeitsämter müssen ihre Programme vermehrt auf die speziellen Anliegen von älteren Arbeitnehmenden ausrichten. </p><p>Die demografische Entwicklung wird - so die Prognosen - dazu führen, dass der Schweizer Wirtschaft in 10 bis 15 Jahren ein Arbeitskräftemangel droht - ein weiterer Grund, warum rechtzeitig dafür gesorgt werden muss, dass der Integration von älteren Arbeitnehmenden im Arbeitsmarkt Sorge getragen und diese optimiert werden muss.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Motionärin, wonach die Partizipation der älteren Erwerbstätigen am Arbeitsmarkt mittelfristig, bedingt durch die demografische Alterung, auch für die Schweiz immer wichtiger wird. Deshalb hat der Bundesrat das EVD am 18. Februar 2004 beauftragt, im Rahmen des Pakets des Bundesrates zur Wachstumspolitik konkrete Massnahmen auszuarbeiten, welche eine erhöhte Beteiligung älterer Arbeitnehmer/innen am Arbeitsmarkt bewirken können. Das EVD und das EDI setzten daraufhin verschiedene Arbeitsgruppen ein mit der Vorgabe, Vorschläge im Bereich der Sozialversicherungen, der Gesundheit am Arbeitsplatz und der Arbeitsmarktfähigkeit auszuarbeiten. Am 9. Dezember 2005 hat der Bundesrat die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in einem Synthesepapier präsentiert. Die von der Motionärin genannten Massnahmen sind darin enthalten. Aufgrund der im Synthesepapier enthaltenen Massnahmen hat der Bundesrat im Dezember 2005 das EVD beauftragt, die Arbeitsvermittlung und die arbeitsmarktlichen Massnahmen verstärkt auf die Bedürfnisse der älteren Erwerbstätigen anzupassen. Eine Arbeitsgruppe des Seco arbeitet nun an der Realisierung der vorgelegten Massnahmen. Ziel ist es, bis Ende 2006 die Vorschläge zu konkretisieren und ab 2007 umzusetzen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, einen Massnahmenplan zur Unterstützung von älteren Arbeitslosen vorzulegen. Insbesondere sind folgende Massnahmen zu prüfen:</p><p>- die Förderung spezifischer arbeitsmarktlicher Massnahmen;</p><p>- die Verstärkung der Forschung über die spezifische Problematik der Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmender;</p><p>- gezielte Weiterbildung für die regionalen Arbeitsvermittlungszentren zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden, damit diese auf die speziellen Bedürfnisse älterer Arbeitnehmenden eingehen können;</p><p>- Anpassung der Dauer von Einarbeitungszuschüssen für ältere Arbeitslose;</p><p>- Durchführung einer Sensibilisierungskampagne bei den Arbeitgebenden für die Anstellung von älteren Arbeitnehmenden.</p>
  • Massnahmen zur Unterstützung von älteren Arbeitslosen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Gemäss Angaben des Seco sind ältere Arbeitnehmende (über 50-Jährige) zwar nicht stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, aber sie sind häufig länger arbeitslos als die jüngeren. Langzeitarbeitslosigkeit (länger als ein Jahr) trifft demzufolge insbesondere ältere Arbeitnehmende. Das Gesetz sieht denn auch eine längere Bezugsdauer von Taggeldern für ältere Arbeitslose vor. Gelöst wird damit jedoch das Problem der erschwerten Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmender nicht. Nicht selten wählten Arbeitgebende in der Vergangenheit den Weg über die Invalidenversicherung, um die Situation für die älteren Arbeitnehmenden wenigstens materiell zu erleichtern. Mit der zunehmenden Verschärfung in der Zusprechung von Renten bei der Invalidenversicherung ist zu befürchten, dass ältere Arbeitnehmende vermehrt in die Armutsfalle geraten. Wenn ein Vermögen oder Wohneigentum vorhanden ist, kann es sein, dass die Betroffenen nach der Aussteuerung nicht einmal Anspruch auf Sozialhilfe geltend machen können. </p><p>Die meisten Arbeitslosenprojekte sind auf jüngere Arbeitslose und/oder auf wenig qualifizierte Arbeitnehmende ausgerichtet. Sie sind deshalb nicht auf die spezifischen Bedürfnisse älterer, möglicherweise qualifizierter Arbeitnehmender ausgerichtet. </p><p>Die Forschung muss sich mit den spezifischen Bedürfnissen älterer Arbeitsloser beschäftigen, und die Arbeitsämter müssen ihre Programme vermehrt auf die speziellen Anliegen von älteren Arbeitnehmenden ausrichten. </p><p>Die demografische Entwicklung wird - so die Prognosen - dazu führen, dass der Schweizer Wirtschaft in 10 bis 15 Jahren ein Arbeitskräftemangel droht - ein weiterer Grund, warum rechtzeitig dafür gesorgt werden muss, dass der Integration von älteren Arbeitnehmenden im Arbeitsmarkt Sorge getragen und diese optimiert werden muss.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Motionärin, wonach die Partizipation der älteren Erwerbstätigen am Arbeitsmarkt mittelfristig, bedingt durch die demografische Alterung, auch für die Schweiz immer wichtiger wird. Deshalb hat der Bundesrat das EVD am 18. Februar 2004 beauftragt, im Rahmen des Pakets des Bundesrates zur Wachstumspolitik konkrete Massnahmen auszuarbeiten, welche eine erhöhte Beteiligung älterer Arbeitnehmer/innen am Arbeitsmarkt bewirken können. Das EVD und das EDI setzten daraufhin verschiedene Arbeitsgruppen ein mit der Vorgabe, Vorschläge im Bereich der Sozialversicherungen, der Gesundheit am Arbeitsplatz und der Arbeitsmarktfähigkeit auszuarbeiten. Am 9. Dezember 2005 hat der Bundesrat die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in einem Synthesepapier präsentiert. Die von der Motionärin genannten Massnahmen sind darin enthalten. Aufgrund der im Synthesepapier enthaltenen Massnahmen hat der Bundesrat im Dezember 2005 das EVD beauftragt, die Arbeitsvermittlung und die arbeitsmarktlichen Massnahmen verstärkt auf die Bedürfnisse der älteren Erwerbstätigen anzupassen. Eine Arbeitsgruppe des Seco arbeitet nun an der Realisierung der vorgelegten Massnahmen. Ziel ist es, bis Ende 2006 die Vorschläge zu konkretisieren und ab 2007 umzusetzen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, einen Massnahmenplan zur Unterstützung von älteren Arbeitslosen vorzulegen. Insbesondere sind folgende Massnahmen zu prüfen:</p><p>- die Förderung spezifischer arbeitsmarktlicher Massnahmen;</p><p>- die Verstärkung der Forschung über die spezifische Problematik der Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmender;</p><p>- gezielte Weiterbildung für die regionalen Arbeitsvermittlungszentren zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden, damit diese auf die speziellen Bedürfnisse älterer Arbeitnehmenden eingehen können;</p><p>- Anpassung der Dauer von Einarbeitungszuschüssen für ältere Arbeitslose;</p><p>- Durchführung einer Sensibilisierungskampagne bei den Arbeitgebenden für die Anstellung von älteren Arbeitnehmenden.</p>
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