Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018
- ShortId
-
06.3528
- Id
-
20063528
- Updated
-
01.07.2023 10:13
- Language
-
de
- Title
-
Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018
- AdditionalIndexing
-
0421
- 1
-
- L05K0803010501, Session
- L05K0603010202, Jura
- L03K020206, Bericht
- L04K01020406, Dezentralisierung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Auch wenn die Sessionen ausserhalb von Bern für die Bundesverwaltung einen gewissen Zusatzaufwand bedeuten und nicht kostenneutral sind, so sind sie doch für die eidgenössischen Räte eine einmalige Gelegenheit, mit der Bevölkerung verschiedener Landesteile in engen Kontakt zu treten; dies haben die Erfahrungen in Genf, Lugano und Flims gezeigt. Solche "dezentralisierten" Sessionen bieten der ganzen Schweiz die Gelegenheit, einen Landesteil besser kennenzulernen. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Kulturen und Sprachen können vertieft werden, auch wenn in diesem Punkt immer noch viele Fortschritte gemacht werden müssen; aus diesem Grund müssten bei einer nächsten Session ausserhalb von Bern zwei Tage für Workshops zur multikulturellen Schweiz und zur Öffnung gegenüber Europa und der Welt vorgesehen werden.</p><p>Sessionen ausserhalb von Bern müssen natürlich die Ausnahme bleiben. Aus diesem Grund schlage ich für die nächste solche Session ein Datum vor, das relativ weit in der Zukunft liegt.</p><p>Die Organisation einer Session im Jahr 2018 im Jura lässt sich folgendermassen begründen:</p><p>- Die Romandie besteht hauptsächlich aus zwei Grossregionen: dem Genferseegebiet und dem Jurabogen. Nachdem die Session 1993 in Genf stattgefunden hat, liegt es nahe, die nächste Session in der Romandie im Jura durchzuführen.</p><p>- Im Jahr 2018 wird der 170. Geburtstag der modernen Schweiz und der 40. Jahrestag der eidgenössischen Abstimmung über die Gründung des Kantons Jura gefeiert.</p><p>- Die Durchführung einer Session an zwei Orten dürfte keine grösseren logistischen Probleme mit sich bringen, namentlich aufgrund der verbesserten Zug- und Strassenverbindungen zwischen dem Jura und dem Rest der Schweiz und zwischen den verschiedenen betroffenen Regionen - auch wenn gewisse Verbindungen (Transjurane, Le Locle-Bern) noch nicht fertiggestellt sind. Die beiden betroffenen Städte verfügen über die notwendige Infrastruktur, um eine Session der eidgenössischen Räte zu empfangen (Polyexpo in La Chaux-de-Fonds für den Nationalrat, Rathaus von Delsberg für den Ständerat). Auch sind genügend Hotels vorhanden.</p><p>- Die Durchführung einer Session an zwei Standorten dürfte zudem durch die beachtliche Entwicklung des Telekommunikationsbereichs erleichtert werden. Der Jurabogen als Geburtsstätte der Mikrotechnologie ist für diese Herausforderung bereit.</p><p>Ich lege Wert darauf zu betonen, dass ich mit diesem Vorstoss keine persönlichen Interessen verfolge, vor allem auch, weil ich im Jahr 2018 wohl nicht mehr Parlamentsmitglied sein dürfte.</p>
- <p>Das Büro geht mit dem Postulanten einig, dass die drei ausserhalb von Bern durchgeführten Sessionen in den anderen Sprachregionen wertvolle Kontakte zur Bevölkerung ermöglicht und die Bande zwischen den verschiedenen Sprach- und Kulturgemeinschaften unseres Landes verstärkt haben.</p><p>Das Büro ist auch der Meinung, dass Sessionen ausserhalb des Bundeshauses die Ausnahme bleiben müssen und grundsätzlich nur durchgeführt werden sollten, wenn besondere Umstände - wie z. B. der Umbau des Bundeshauses - eine Verlegung nötig machen. Es stellt im Weiteren fest, dass das Parlament innerhalb von 13 Jahren mit den Sessionen in Genf, Lugano und Flims in sämtlichen Sprachregionen des Landes getagt hat.</p><p>Der im Postulat in Aussicht genommene Zeitpunkt für eine weitere Session ausserhalb Berns liegt noch recht weit in der Zukunft. Das Büro ist der Meinung, dass ein Vorentscheid für eine auswärtige Session im Jahre 2018 verfrüht wäre. Falls später wieder einmal eine auswärtige Session ins Auge gefasst werden sollte, ist damit zu rechnen, dass sich neben dem "Arc jurassien" weitere Teilregionenen wie z. B. die Ost- oder die Zentralschweiz oder der Raum Basel ebenfalls um eine Durchführung bewerben werden.</p><p>Das Büro ist deshalb der Meinung, dass die Frage, ob im Jahre 2018 eine weitere Session ausserhalb der Stadt Bern durchgeführt werden und wo eine solche Session allenfalls stattfinden sollte, zu einem späteren Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Fakten zu beantworten sein wird.</p>
- <p>Das Büro des Nationalrats wird aufgefordert, zusammen mit dem Büro des Ständerats die Durchführung einer Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018 zu prüfen. Es soll insbesondere von der Annahme ausgehen, dass der Nationalrat in La Chaux-de-Fonds und der Ständerat in Delsberg tagt. Die Büros der beiden Räte werden aufgefordert, dem Parlament einen Bericht über die Machbarkeit dieses Vorschlags bis spätestens Ende 2010 abzuliefern.</p>
- Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Auch wenn die Sessionen ausserhalb von Bern für die Bundesverwaltung einen gewissen Zusatzaufwand bedeuten und nicht kostenneutral sind, so sind sie doch für die eidgenössischen Räte eine einmalige Gelegenheit, mit der Bevölkerung verschiedener Landesteile in engen Kontakt zu treten; dies haben die Erfahrungen in Genf, Lugano und Flims gezeigt. Solche "dezentralisierten" Sessionen bieten der ganzen Schweiz die Gelegenheit, einen Landesteil besser kennenzulernen. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Kulturen und Sprachen können vertieft werden, auch wenn in diesem Punkt immer noch viele Fortschritte gemacht werden müssen; aus diesem Grund müssten bei einer nächsten Session ausserhalb von Bern zwei Tage für Workshops zur multikulturellen Schweiz und zur Öffnung gegenüber Europa und der Welt vorgesehen werden.</p><p>Sessionen ausserhalb von Bern müssen natürlich die Ausnahme bleiben. Aus diesem Grund schlage ich für die nächste solche Session ein Datum vor, das relativ weit in der Zukunft liegt.</p><p>Die Organisation einer Session im Jahr 2018 im Jura lässt sich folgendermassen begründen:</p><p>- Die Romandie besteht hauptsächlich aus zwei Grossregionen: dem Genferseegebiet und dem Jurabogen. Nachdem die Session 1993 in Genf stattgefunden hat, liegt es nahe, die nächste Session in der Romandie im Jura durchzuführen.</p><p>- Im Jahr 2018 wird der 170. Geburtstag der modernen Schweiz und der 40. Jahrestag der eidgenössischen Abstimmung über die Gründung des Kantons Jura gefeiert.</p><p>- Die Durchführung einer Session an zwei Orten dürfte keine grösseren logistischen Probleme mit sich bringen, namentlich aufgrund der verbesserten Zug- und Strassenverbindungen zwischen dem Jura und dem Rest der Schweiz und zwischen den verschiedenen betroffenen Regionen - auch wenn gewisse Verbindungen (Transjurane, Le Locle-Bern) noch nicht fertiggestellt sind. Die beiden betroffenen Städte verfügen über die notwendige Infrastruktur, um eine Session der eidgenössischen Räte zu empfangen (Polyexpo in La Chaux-de-Fonds für den Nationalrat, Rathaus von Delsberg für den Ständerat). Auch sind genügend Hotels vorhanden.</p><p>- Die Durchführung einer Session an zwei Standorten dürfte zudem durch die beachtliche Entwicklung des Telekommunikationsbereichs erleichtert werden. Der Jurabogen als Geburtsstätte der Mikrotechnologie ist für diese Herausforderung bereit.</p><p>Ich lege Wert darauf zu betonen, dass ich mit diesem Vorstoss keine persönlichen Interessen verfolge, vor allem auch, weil ich im Jahr 2018 wohl nicht mehr Parlamentsmitglied sein dürfte.</p>
- <p>Das Büro geht mit dem Postulanten einig, dass die drei ausserhalb von Bern durchgeführten Sessionen in den anderen Sprachregionen wertvolle Kontakte zur Bevölkerung ermöglicht und die Bande zwischen den verschiedenen Sprach- und Kulturgemeinschaften unseres Landes verstärkt haben.</p><p>Das Büro ist auch der Meinung, dass Sessionen ausserhalb des Bundeshauses die Ausnahme bleiben müssen und grundsätzlich nur durchgeführt werden sollten, wenn besondere Umstände - wie z. B. der Umbau des Bundeshauses - eine Verlegung nötig machen. Es stellt im Weiteren fest, dass das Parlament innerhalb von 13 Jahren mit den Sessionen in Genf, Lugano und Flims in sämtlichen Sprachregionen des Landes getagt hat.</p><p>Der im Postulat in Aussicht genommene Zeitpunkt für eine weitere Session ausserhalb Berns liegt noch recht weit in der Zukunft. Das Büro ist der Meinung, dass ein Vorentscheid für eine auswärtige Session im Jahre 2018 verfrüht wäre. Falls später wieder einmal eine auswärtige Session ins Auge gefasst werden sollte, ist damit zu rechnen, dass sich neben dem "Arc jurassien" weitere Teilregionenen wie z. B. die Ost- oder die Zentralschweiz oder der Raum Basel ebenfalls um eine Durchführung bewerben werden.</p><p>Das Büro ist deshalb der Meinung, dass die Frage, ob im Jahre 2018 eine weitere Session ausserhalb der Stadt Bern durchgeführt werden und wo eine solche Session allenfalls stattfinden sollte, zu einem späteren Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Fakten zu beantworten sein wird.</p>
- <p>Das Büro des Nationalrats wird aufgefordert, zusammen mit dem Büro des Ständerats die Durchführung einer Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018 zu prüfen. Es soll insbesondere von der Annahme ausgehen, dass der Nationalrat in La Chaux-de-Fonds und der Ständerat in Delsberg tagt. Die Büros der beiden Räte werden aufgefordert, dem Parlament einen Bericht über die Machbarkeit dieses Vorschlags bis spätestens Ende 2010 abzuliefern.</p>
- Session der eidgenössischen Räte im Jura im Jahr 2018
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