Bildungsgänge in der höheren Berufsbildung

ShortId
06.3546
Id
20063546
Updated
24.06.2025 23:39
Language
de
Title
Bildungsgänge in der höheren Berufsbildung
AdditionalIndexing
32;Studium;Anerkennung der Zeugnisse;Abschluss einer Ausbildung;Evaluation;berufsbildender Unterricht;Fachhochschule;berufliche Bildung;Erwachsenenbildung
1
  • L03K130202, berufliche Bildung
  • L05K1302050102, Fachhochschule
  • L04K13020110, Studium
  • L04K13010101, Abschluss einer Ausbildung
  • L03K130203, berufsbildender Unterricht
  • L04K13030202, Erwachsenenbildung
  • L04K13030102, Anerkennung der Zeugnisse
  • L04K08020302, Evaluation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Berufsbildung auf der Stufe Tertiär B, die aus zwei Elementen besteht, den eidgenössischen Berufsprüfungen sowie den höheren Fachprüfungen einerseits und den höheren Fachschulen andererseits, nimmt in der schweizerischen Bildungslandschaft eine bedeutende Rolle ein. Die beiden Bildungswege kennen auch unterschiedliche Trägerschaften und Finanzierungsmodelle. Dieser Teil der tertiären Berufsbildung muss auch neben den Fachhochschulen, Tertiär A, eine Zukunft haben. Für die zukünftige Steuerung dieses wichtigen Bildungsgefässes ist zunächst dessen genauere Kenntnis eine Voraussetzung. </p><p>Die Anzahl der eidgenössisch anerkannten Bildungsgänge der höheren Fachschulen ist steigend. </p><p>Ein Überblick über die vom Bund anerkannten Bildungsgänge ist zwingend notwendig, ebenso wie ein Vergleich mit der Entwicklung der übrigen Tertiär-B-Abschlüsse (eidgenössische Berufsprüfung, höhere Fachprüfung). </p><p>Zurzeit ist keine offizielle Übersicht über die HF vorhanden. Es studieren zurzeit an über 120 höheren Fachschulen in etwa 90 Fachrichtungen über 10 000 Studentinnen und Studenten. Davon schliessen jährlich etwa 3600 Studierende ihr Studium ab. Nach der Integration der Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst (GSK) wird sich die Zahl der Studierenden nochmals verdoppeln.</p>
  • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht des Postulanten, dass die Qualifikationen der berufsbildenden Tertiärstufe (Tertiär B) sowohl in der Bildungslandschaft als auch für die Schweizer Wirtschaft von grosser Bedeutung sind. Knapp 60 Prozent aller Abschlüsse der Tertiärstufe resultieren aus diesem Bereich.</p><p>Tatsächlich ist der vorhandene Überblick über die Bildungsangebote der berufsbildenden Tertiärstufe sowie über die Bildungsverläufe der Nachfragerinnen und Nachfrager bis zum jeweiligen Abschluss zurzeit noch unvollständig:</p><p>Höhere Fachschulen: Erst seit Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) die zuständige Regelungsinstanz für alle Bereiche der höheren Fachschulen. Insbesondere sind die Bildungsangebote der vorher der Kompetenz der Kantone unterstehenden Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst bisher statistisch nicht einheitlich erhoben worden.</p><p>Berufs- und höhere Fachprüfungen: Die Kurse zur Vorbereitung auf diese Prüfungen sind weder durch den Bund noch durch die Kantone geregelt. Nur die Prüfungsordnungen mit der Regelung der Qualifikationsverfahren und der Qualifikationsinhalte unterstehen der Aufsicht durch das BBT. Deshalb wird in diesem Bereich weder über die Bildungsanbieter noch über die angebotenen Vorbereitungskurse systematisch Datenmaterial erhoben. Zusätzlich besteht die Schwierigkeit, dass sich die Vorbereitungskurse auf Berufs- und höhere Fachprüfungen nicht immer eindeutig von den Kursen der berufsorientierten Weiterbildung abgrenzen lassen.</p><p>Die eidgenössisch anerkannten Abschlüsse der höheren Fachschulen sowie der Berufs- und höheren Fachprüfungen sind im Berufsverzeichnis auf der Homepage des BBT aktuell aufgeführt. Für das Jahr 2007 ist zudem eine umfassende Erhebung über die Bildungsangebote im berufsbildenden Tertiärbereich vorgesehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Wir ersuchen den Bundesrat, eine vergleichende Darstellung des Tertiär-Bereichs und insbesondere eine Übersicht über die bis heute anerkannten Bildungsgänge der höheren Berufsbildung unter Einschluss der höheren Fachschulen zu veranlassen. Dabei soll auch gezeigt werden, welche Anbieter welche Bildungsgänge mit welchen Abschlüssen führen (eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge Technikerschulen, Hotelfachschulen, höhere Fachschulen für Wirtschaft usw.) und wie die Übersicht über die anerkannten Bildungsgänge in Zukunft gewährleistet werden soll.</p>
  • Bildungsgänge in der höheren Berufsbildung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Berufsbildung auf der Stufe Tertiär B, die aus zwei Elementen besteht, den eidgenössischen Berufsprüfungen sowie den höheren Fachprüfungen einerseits und den höheren Fachschulen andererseits, nimmt in der schweizerischen Bildungslandschaft eine bedeutende Rolle ein. Die beiden Bildungswege kennen auch unterschiedliche Trägerschaften und Finanzierungsmodelle. Dieser Teil der tertiären Berufsbildung muss auch neben den Fachhochschulen, Tertiär A, eine Zukunft haben. Für die zukünftige Steuerung dieses wichtigen Bildungsgefässes ist zunächst dessen genauere Kenntnis eine Voraussetzung. </p><p>Die Anzahl der eidgenössisch anerkannten Bildungsgänge der höheren Fachschulen ist steigend. </p><p>Ein Überblick über die vom Bund anerkannten Bildungsgänge ist zwingend notwendig, ebenso wie ein Vergleich mit der Entwicklung der übrigen Tertiär-B-Abschlüsse (eidgenössische Berufsprüfung, höhere Fachprüfung). </p><p>Zurzeit ist keine offizielle Übersicht über die HF vorhanden. Es studieren zurzeit an über 120 höheren Fachschulen in etwa 90 Fachrichtungen über 10 000 Studentinnen und Studenten. Davon schliessen jährlich etwa 3600 Studierende ihr Studium ab. Nach der Integration der Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst (GSK) wird sich die Zahl der Studierenden nochmals verdoppeln.</p>
    • <p>Der Bundesrat teilt die Ansicht des Postulanten, dass die Qualifikationen der berufsbildenden Tertiärstufe (Tertiär B) sowohl in der Bildungslandschaft als auch für die Schweizer Wirtschaft von grosser Bedeutung sind. Knapp 60 Prozent aller Abschlüsse der Tertiärstufe resultieren aus diesem Bereich.</p><p>Tatsächlich ist der vorhandene Überblick über die Bildungsangebote der berufsbildenden Tertiärstufe sowie über die Bildungsverläufe der Nachfragerinnen und Nachfrager bis zum jeweiligen Abschluss zurzeit noch unvollständig:</p><p>Höhere Fachschulen: Erst seit Inkrafttreten des neuen Berufsbildungsgesetzes ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) die zuständige Regelungsinstanz für alle Bereiche der höheren Fachschulen. Insbesondere sind die Bildungsangebote der vorher der Kompetenz der Kantone unterstehenden Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst bisher statistisch nicht einheitlich erhoben worden.</p><p>Berufs- und höhere Fachprüfungen: Die Kurse zur Vorbereitung auf diese Prüfungen sind weder durch den Bund noch durch die Kantone geregelt. Nur die Prüfungsordnungen mit der Regelung der Qualifikationsverfahren und der Qualifikationsinhalte unterstehen der Aufsicht durch das BBT. Deshalb wird in diesem Bereich weder über die Bildungsanbieter noch über die angebotenen Vorbereitungskurse systematisch Datenmaterial erhoben. Zusätzlich besteht die Schwierigkeit, dass sich die Vorbereitungskurse auf Berufs- und höhere Fachprüfungen nicht immer eindeutig von den Kursen der berufsorientierten Weiterbildung abgrenzen lassen.</p><p>Die eidgenössisch anerkannten Abschlüsse der höheren Fachschulen sowie der Berufs- und höheren Fachprüfungen sind im Berufsverzeichnis auf der Homepage des BBT aktuell aufgeführt. Für das Jahr 2007 ist zudem eine umfassende Erhebung über die Bildungsangebote im berufsbildenden Tertiärbereich vorgesehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Wir ersuchen den Bundesrat, eine vergleichende Darstellung des Tertiär-Bereichs und insbesondere eine Übersicht über die bis heute anerkannten Bildungsgänge der höheren Berufsbildung unter Einschluss der höheren Fachschulen zu veranlassen. Dabei soll auch gezeigt werden, welche Anbieter welche Bildungsgänge mit welchen Abschlüssen führen (eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge Technikerschulen, Hotelfachschulen, höhere Fachschulen für Wirtschaft usw.) und wie die Übersicht über die anerkannten Bildungsgänge in Zukunft gewährleistet werden soll.</p>
    • Bildungsgänge in der höheren Berufsbildung

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