Konzept Bär

ShortId
06.3573
Id
20063573
Updated
28.07.2023 12:40
Language
de
Title
Konzept Bär
AdditionalIndexing
52;freie Schlagwörter: Bär;Tierwelt;Sicherheit;Bär;Mensch;Schutz der Tierwelt
1
  • L04K06030307, Tierwelt
  • L04K06010408, Schutz der Tierwelt
  • L04K08020225, Sicherheit
  • L04K01010308, Mensch
  • L05K0603030703, Bär
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Das Problem des aktuellen Konzepts Bär liegt in der Bären-Typologisierung. Die Unterscheidung zwischen "unauffälligem Bär", "Problembär" und "Risikobär" ist in der Praxis nicht anwendbar, da sich ein Bär kaum um die von Menschen geschaffenen Kategorien kümmert. Laut dem Konzept Bär wird ein Tier als "Risikobär" eingestuft, wenn es mehrmals in ein Gebäude oder in einen Stall eindringt oder wenn er einen Menschen in aggressiver Manier angreift und dabei verletzt oder gar tötet.</p><p>Diese Vorgehensweise stellt ganz klar ein Risiko für den Menschen dar, denn es kann unmöglich vorausgesagt werden, wann ein "Problembär" einen Menschen verletzen oder töten will. Wenn er als "Risikobär" eingestuft wird, ist es für den Menschen, der ihm in die Quere gekommen ist, möglicherweise bereits zu spät. Abzuwarten, bis sich ein Bär mehrmals auffällig benimmt, bedeutet, dass der Schutz des Bären Priorität hat und nicht die Sicherheit der Menschen, was inakzeptabel ist.</p>
  • <p>Das Konzept Bär, basierend auf Artikel 10 der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV; SR 922.01), wurde nach einer breit angelegten Anhörung am 25. Juli 2006 publiziert. Es legt fest, wie mit Bären, die in die Schweiz einwandern, umgegangen wird und welche Massnahmen getroffen werden, um Schäden zu verhindern. Der Sicherheit des Menschen kommt im Konzept Bär höchste Priorität zu; diese steht in jedem Fall über dem Schutz der Bären.</p><p>Die Einteilung von Bären aufgrund ihres Verhaltens in drei Kategorien - Unauffälligkeit, Problem- und Risikofall - ist ein wichtiger Teil des Konzepts und wird auch in anderen Ländern, in denen Bären vorkommen, in gleicher oder ähnlicher Form praktiziert. Die Unterscheidung dient der Abschätzung des Risikos für den Menschen und hilft den zuständigen Behörden bei ihrem Entscheid, die je nach Situation angezeigten Massnahmen zu ergreifen. Dadurch, dass die im Konzept Bär enthaltene Typologisierung auch in den Nachbarländern der Schweiz Verwendung findet, entsteht überdies eine einheitliche Grundlage für die Beurteilung von Bären über die Landesgrenzen hinweg.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das aktuelle Konzept Bär aufzuheben und ein neues Konzept auszuarbeiten, in dem die Sicherheit der Menschen und nicht der Schutz des Bären Priorität hat.</p>
  • Konzept Bär
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Das Problem des aktuellen Konzepts Bär liegt in der Bären-Typologisierung. Die Unterscheidung zwischen "unauffälligem Bär", "Problembär" und "Risikobär" ist in der Praxis nicht anwendbar, da sich ein Bär kaum um die von Menschen geschaffenen Kategorien kümmert. Laut dem Konzept Bär wird ein Tier als "Risikobär" eingestuft, wenn es mehrmals in ein Gebäude oder in einen Stall eindringt oder wenn er einen Menschen in aggressiver Manier angreift und dabei verletzt oder gar tötet.</p><p>Diese Vorgehensweise stellt ganz klar ein Risiko für den Menschen dar, denn es kann unmöglich vorausgesagt werden, wann ein "Problembär" einen Menschen verletzen oder töten will. Wenn er als "Risikobär" eingestuft wird, ist es für den Menschen, der ihm in die Quere gekommen ist, möglicherweise bereits zu spät. Abzuwarten, bis sich ein Bär mehrmals auffällig benimmt, bedeutet, dass der Schutz des Bären Priorität hat und nicht die Sicherheit der Menschen, was inakzeptabel ist.</p>
    • <p>Das Konzept Bär, basierend auf Artikel 10 der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV; SR 922.01), wurde nach einer breit angelegten Anhörung am 25. Juli 2006 publiziert. Es legt fest, wie mit Bären, die in die Schweiz einwandern, umgegangen wird und welche Massnahmen getroffen werden, um Schäden zu verhindern. Der Sicherheit des Menschen kommt im Konzept Bär höchste Priorität zu; diese steht in jedem Fall über dem Schutz der Bären.</p><p>Die Einteilung von Bären aufgrund ihres Verhaltens in drei Kategorien - Unauffälligkeit, Problem- und Risikofall - ist ein wichtiger Teil des Konzepts und wird auch in anderen Ländern, in denen Bären vorkommen, in gleicher oder ähnlicher Form praktiziert. Die Unterscheidung dient der Abschätzung des Risikos für den Menschen und hilft den zuständigen Behörden bei ihrem Entscheid, die je nach Situation angezeigten Massnahmen zu ergreifen. Dadurch, dass die im Konzept Bär enthaltene Typologisierung auch in den Nachbarländern der Schweiz Verwendung findet, entsteht überdies eine einheitliche Grundlage für die Beurteilung von Bären über die Landesgrenzen hinweg.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das aktuelle Konzept Bär aufzuheben und ein neues Konzept auszuarbeiten, in dem die Sicherheit der Menschen und nicht der Schutz des Bären Priorität hat.</p>
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