Nein zum gekröpften Nordanflug
- ShortId
-
06.3631
- Id
-
20063631
- Updated
-
28.07.2023 11:59
- Language
-
de
- Title
-
Nein zum gekröpften Nordanflug
- AdditionalIndexing
-
48;Verkehrssicherheit;Flughafen;Lärmbelästigung;Organisation des Verkehrs (speziell);Aargau;nukleare Sicherheit;Raumplanung;Zürich (Kanton);Fluglinie;Luftverkehr
- 1
-
- L04K18040101, Flughafen
- L04K18040104, Luftverkehr
- L04K18040102, Fluglinie
- L03K180102, Organisation des Verkehrs (speziell)
- L04K18020203, Verkehrssicherheit
- L05K0301010123, Zürich (Kanton)
- L05K0301010101, Aargau
- L04K17030106, nukleare Sicherheit
- L04K06020308, Lärmbelästigung
- L03K010204, Raumplanung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Der Flughafen ist nach Norden ausgerichtet, die Bau- und Zonenplanung, die Siedlungsentwicklung und andere Richtlinien sind seit je daran angepasst. Ein Wechsel des Regimes entlastet zwar den Norden, verteilt aber den Verkehr in zusätzliche Richtungen. Die anderen Regionen (Ost-, Süd- und Westregion) sind zum Teil dicht bewohnt und/oder gelten als ökologischer Ausgleich. </p><p>Der gekröpfte Nordanflug führt über das Atomzentrum der Schweiz (Herstellung und Zwischenlagerung von Atommüll). Es wäre geradezu mutwillig fahrlässig, einen solchen Anflug zu bewilligen. </p><p>Fliegen gehört zu den schwersten Beeinträchtigungen der Umwelt. Diese Reiseart sollte abnehmend gewählt werden. Es ist konsequent bei der Europäischen Bahnfernverkehrsstrategie zu bleiben, und die Signale sind damit in eine ökologischere Richtung zu drehen. </p><p>Die Flughafenleitung hat durch wenig staatsmännisches Auftreten gegenüber den Deutschen dazu beigetragen, dass die Staatsverträge in Rücklage verhandelt werden mussten. Der gekröpfte Anflug ist auch für die Deutschen eine weitere Provokation, vermeiden die Landesgrenzen doch keinen Lärm.</p>
- <p>Im zurzeit laufenden SIL-Koordinationsprozess (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt) für den Flughafen Zürich werden alle technisch möglichen Betriebsvarianten einer vorbehaltlosen Überprüfung im Hinblick auf tragfähige Lösungen für den langfristigen Betrieb des Flughafens Zürich unterzogen. Diese Überprüfung beinhaltet alle relevanten Aspekte basierend auf den drei Grundpfeilern der Nachhaltigkeit: wirtschaftliche Effizienz, gesellschaftliche Solidarität und Schutz der Umwelt. Die im vorliegenden Postulat aufgeführten Punkte werden in die umfassende Beurteilung der einzelnen Variantenüberprüfung einfliessen. Unabhängig davon wird der gekröpfte Nordanflug auch als ein mögliches Anflugverfahren mit hoher Priorität geprüft. </p><p>Der Bundesrat will aufgrund der dargestellten Sachlage dem Entscheid nicht vorgreifen. Er ist verpflichtet, jedes Gesuch des Flughafens Zürich zu prüfen, und kommt dieser Aufgabe auch in Bezug auf den gekröpften Nordanflug nach. Erst wenn alle Elemente auf dem Tisch liegen, wird der Bundesrat entscheiden und das weitere Vorgehen auch unter Berücksichtigung der Situation mit Deutschland definieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, auf ein Gesuch für einen sogenannten "gekröpften Anflug am Flughafen Zürich" nicht einzutreten.</p>
- Nein zum gekröpften Nordanflug
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Der Flughafen ist nach Norden ausgerichtet, die Bau- und Zonenplanung, die Siedlungsentwicklung und andere Richtlinien sind seit je daran angepasst. Ein Wechsel des Regimes entlastet zwar den Norden, verteilt aber den Verkehr in zusätzliche Richtungen. Die anderen Regionen (Ost-, Süd- und Westregion) sind zum Teil dicht bewohnt und/oder gelten als ökologischer Ausgleich. </p><p>Der gekröpfte Nordanflug führt über das Atomzentrum der Schweiz (Herstellung und Zwischenlagerung von Atommüll). Es wäre geradezu mutwillig fahrlässig, einen solchen Anflug zu bewilligen. </p><p>Fliegen gehört zu den schwersten Beeinträchtigungen der Umwelt. Diese Reiseart sollte abnehmend gewählt werden. Es ist konsequent bei der Europäischen Bahnfernverkehrsstrategie zu bleiben, und die Signale sind damit in eine ökologischere Richtung zu drehen. </p><p>Die Flughafenleitung hat durch wenig staatsmännisches Auftreten gegenüber den Deutschen dazu beigetragen, dass die Staatsverträge in Rücklage verhandelt werden mussten. Der gekröpfte Anflug ist auch für die Deutschen eine weitere Provokation, vermeiden die Landesgrenzen doch keinen Lärm.</p>
- <p>Im zurzeit laufenden SIL-Koordinationsprozess (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt) für den Flughafen Zürich werden alle technisch möglichen Betriebsvarianten einer vorbehaltlosen Überprüfung im Hinblick auf tragfähige Lösungen für den langfristigen Betrieb des Flughafens Zürich unterzogen. Diese Überprüfung beinhaltet alle relevanten Aspekte basierend auf den drei Grundpfeilern der Nachhaltigkeit: wirtschaftliche Effizienz, gesellschaftliche Solidarität und Schutz der Umwelt. Die im vorliegenden Postulat aufgeführten Punkte werden in die umfassende Beurteilung der einzelnen Variantenüberprüfung einfliessen. Unabhängig davon wird der gekröpfte Nordanflug auch als ein mögliches Anflugverfahren mit hoher Priorität geprüft. </p><p>Der Bundesrat will aufgrund der dargestellten Sachlage dem Entscheid nicht vorgreifen. Er ist verpflichtet, jedes Gesuch des Flughafens Zürich zu prüfen, und kommt dieser Aufgabe auch in Bezug auf den gekröpften Nordanflug nach. Erst wenn alle Elemente auf dem Tisch liegen, wird der Bundesrat entscheiden und das weitere Vorgehen auch unter Berücksichtigung der Situation mit Deutschland definieren.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird gebeten, auf ein Gesuch für einen sogenannten "gekröpften Anflug am Flughafen Zürich" nicht einzutreten.</p>
- Nein zum gekröpften Nordanflug
Back to List