Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Statistiken
- ShortId
-
06.3672
- Id
-
20063672
- Updated
-
27.07.2023 20:58
- Language
-
de
- Title
-
Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Statistiken
- AdditionalIndexing
-
04;2831;Mehrsprachigkeit;Bundesverwaltung;Bundespersonal;Statistik;statistische Methode
- 1
-
- L05K0106010306, Mehrsprachigkeit
- L04K08060103, Bundesverwaltung
- L03K020218, Statistik
- L05K0806010301, Bundespersonal
- L04K02021803, statistische Methode
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Zurzeit ist es sehr schwierig, sich bezüglich der Sprachen einen Gesamtüberblick über die Personalsituation in der Bundesverwaltung zu verschaffen, da für die Sammlung und Bearbeitung der Personaldaten keine einheitliche Methode existiert. Gegenwärtig ist das EPA ausschliesslich von den Informationen abhängig, die von den Ämtern einmal oder zweimal jährlich geliefert werden. Ein einheitliches System, das von allen Ämtern verwendet und direkt mit dem EPA verbunden ist, würde eine fortlaufend aufdatierte Gesamtübersicht über die Personalsituation ermöglichen.</p><p>1. Kriterien: Der irreführende, nicht klar definierte Begriff "Korrespondenzsprache" soll nicht mehr verwendet werden. Eine Statistik, die sowohl die Muttersprache als auch die Arbeitssprache erfasst, erlaubt es zu überprüfen, ob die Weisungen des Bundesrats (zur Mehrsprachigkeit) eingehalten werden. Die Möglichkeit, mehrere Sprachen anzugeben, erlaubt es, die effektive Zweisprachigkeit der Bundesangestellten zu ermitteln.</p><p>2. Sortieren der Daten: Die Übersetzerinnen und Übersetzer haben keine operative Funktion. Sie sind mehrheitlich Lateiner und verfälschen die Statistiken. Eine Statistik auf Ebene "Chefs" erlaubt es, die Vertretung der Sprachgemeinschaften auf der Führungs- und Entscheidungsebene zu ermitteln. Mit der geografischen Aufschlüsselung werden Fehlinterpretationen verhindert (die Konzentration von Italienisch sprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Tessiner Grenze trägt nicht zum Funktionieren der Mehrsprachigkeit des Landes bei).</p><p>3. Aufdatierung: Nach 5, 10, 15 oder 20 Dienstjahren in Bern kommt es nicht selten vor, dass die am häufigsten gesprochene Sprache oder die Arbeitssprache geändert haben. Hier ist es notwendig, die Realität abzubilden.</p><p>Diese Änderungen sind notwendig, um Lücken zu schliessen und die vom Bundesrat gewünschte Förderung der Mehrsprachigkeit zu verbessern.</p>
- <p>Die Berichterstattung und der Evaluationsbericht über die quantitative und qualitative Entwicklung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung sind für den Bundesrat sowie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein nützliches HR-Führungsinstrument.</p><p>Am 29. November 2006 erteilte der Bundesrat dem EFD den Auftrag, ein Konzept für ein umfassendes HR-Management-Controlling auszuarbeiten. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass allfällige Anpassungen hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Entwicklung der Mehrsprachigkeit im Rahmen des vorerwähnten Auftrags zu erfolgen haben, um die zur Verfügung stehenden und angesichts der laufenden Reformen knapper werdenden Ressourcen optimal auszuschöpfen. Die Vorschläge der Interpellantin werden in diesem Zusammenhang geprüft. Verbindliche Aussagen über allfällige Änderungen können im jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.</p><p>Der Bundesrat beauftragt insbesondere das EFD, eine Vereinfachung der Kriterien der in der Bundesverwaltung verwendeten Sprachen zu prüfen (Muttersprache, Kommunikations- und Korrespondenzsprachen, Arbeitssprache). Ansonsten sieht er keine Notwendigkeit, eine Änderung hinsichtlich der Statistiken der Übersetzungsdienste, welche schon in den vierteljährlichen Berichterstattungen des EPA integriert sind, vorzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Damit eine Statistik zur Verfügung steht, die über das tatsächliche Funktionieren der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung Aufschluss gibt, beauftrage ich den Bundesrat, die Datenaufnahme und Datenbenutzung wie folgt umzugestalten: </p><p>1. Festlegen ausgewählter Kriterien</p><p>a. Sprache: Ersatz des Begriffs "Korrespondenzsprache" durch die Begriffe "Muttersprache" und "Arbeitssprache";</p><p>b. Berücksichtigung zweisprachiger Personen.</p><p>2. Sortierung der Daten</p><p>a. Übersetzerinnen und Übersetzer aus der Statistik entfernen;</p><p>b. nach Stellung innerhalb der Organisation (auf der Ebene Chef/Direktion der Ämter und auf der Ebene Personalchefs wird auch eine Statistik "Muttersprache"/"Arbeitssprache" erhoben);</p><p>c. nach geografischer Verteilung.</p><p>3. Sicherstellung einer regelmässigen Aufdatierung</p><p>Die Bundesangestellten haben die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten alle fünf Jahre zu aktualisieren.</p>
- Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Statistiken
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Zurzeit ist es sehr schwierig, sich bezüglich der Sprachen einen Gesamtüberblick über die Personalsituation in der Bundesverwaltung zu verschaffen, da für die Sammlung und Bearbeitung der Personaldaten keine einheitliche Methode existiert. Gegenwärtig ist das EPA ausschliesslich von den Informationen abhängig, die von den Ämtern einmal oder zweimal jährlich geliefert werden. Ein einheitliches System, das von allen Ämtern verwendet und direkt mit dem EPA verbunden ist, würde eine fortlaufend aufdatierte Gesamtübersicht über die Personalsituation ermöglichen.</p><p>1. Kriterien: Der irreführende, nicht klar definierte Begriff "Korrespondenzsprache" soll nicht mehr verwendet werden. Eine Statistik, die sowohl die Muttersprache als auch die Arbeitssprache erfasst, erlaubt es zu überprüfen, ob die Weisungen des Bundesrats (zur Mehrsprachigkeit) eingehalten werden. Die Möglichkeit, mehrere Sprachen anzugeben, erlaubt es, die effektive Zweisprachigkeit der Bundesangestellten zu ermitteln.</p><p>2. Sortieren der Daten: Die Übersetzerinnen und Übersetzer haben keine operative Funktion. Sie sind mehrheitlich Lateiner und verfälschen die Statistiken. Eine Statistik auf Ebene "Chefs" erlaubt es, die Vertretung der Sprachgemeinschaften auf der Führungs- und Entscheidungsebene zu ermitteln. Mit der geografischen Aufschlüsselung werden Fehlinterpretationen verhindert (die Konzentration von Italienisch sprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Tessiner Grenze trägt nicht zum Funktionieren der Mehrsprachigkeit des Landes bei).</p><p>3. Aufdatierung: Nach 5, 10, 15 oder 20 Dienstjahren in Bern kommt es nicht selten vor, dass die am häufigsten gesprochene Sprache oder die Arbeitssprache geändert haben. Hier ist es notwendig, die Realität abzubilden.</p><p>Diese Änderungen sind notwendig, um Lücken zu schliessen und die vom Bundesrat gewünschte Förderung der Mehrsprachigkeit zu verbessern.</p>
- <p>Die Berichterstattung und der Evaluationsbericht über die quantitative und qualitative Entwicklung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung sind für den Bundesrat sowie die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein nützliches HR-Führungsinstrument.</p><p>Am 29. November 2006 erteilte der Bundesrat dem EFD den Auftrag, ein Konzept für ein umfassendes HR-Management-Controlling auszuarbeiten. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass allfällige Anpassungen hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Entwicklung der Mehrsprachigkeit im Rahmen des vorerwähnten Auftrags zu erfolgen haben, um die zur Verfügung stehenden und angesichts der laufenden Reformen knapper werdenden Ressourcen optimal auszuschöpfen. Die Vorschläge der Interpellantin werden in diesem Zusammenhang geprüft. Verbindliche Aussagen über allfällige Änderungen können im jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden.</p><p>Der Bundesrat beauftragt insbesondere das EFD, eine Vereinfachung der Kriterien der in der Bundesverwaltung verwendeten Sprachen zu prüfen (Muttersprache, Kommunikations- und Korrespondenzsprachen, Arbeitssprache). Ansonsten sieht er keine Notwendigkeit, eine Änderung hinsichtlich der Statistiken der Übersetzungsdienste, welche schon in den vierteljährlichen Berichterstattungen des EPA integriert sind, vorzunehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Damit eine Statistik zur Verfügung steht, die über das tatsächliche Funktionieren der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung Aufschluss gibt, beauftrage ich den Bundesrat, die Datenaufnahme und Datenbenutzung wie folgt umzugestalten: </p><p>1. Festlegen ausgewählter Kriterien</p><p>a. Sprache: Ersatz des Begriffs "Korrespondenzsprache" durch die Begriffe "Muttersprache" und "Arbeitssprache";</p><p>b. Berücksichtigung zweisprachiger Personen.</p><p>2. Sortierung der Daten</p><p>a. Übersetzerinnen und Übersetzer aus der Statistik entfernen;</p><p>b. nach Stellung innerhalb der Organisation (auf der Ebene Chef/Direktion der Ämter und auf der Ebene Personalchefs wird auch eine Statistik "Muttersprache"/"Arbeitssprache" erhoben);</p><p>c. nach geografischer Verteilung.</p><p>3. Sicherstellung einer regelmässigen Aufdatierung</p><p>Die Bundesangestellten haben die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten alle fünf Jahre zu aktualisieren.</p>
- Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung. Statistiken
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