Energie als Kernthema der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit

ShortId
06.3679
Id
20063679
Updated
25.06.2025 00:02
Language
de
Title
Energie als Kernthema der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit
AdditionalIndexing
08;66;Kohlendioxid;Energieerzeugung;Sonnenenergie;Klimaveränderung;Entwicklungszusammenarbeit;erneuerbare Energie
1
  • L03K100104, Entwicklungszusammenarbeit
  • L04K06020209, Klimaveränderung
  • L03K170503, erneuerbare Energie
  • L03K170505, Sonnenenergie
  • L05K1701010603, Energieerzeugung
  • L06K070501020901, Kohlendioxid
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Von der Schweiz als hochentwickeltem Land wird erwartet, dass sie ihre technologischen und finanziellen Kapazitäten auch für den Umwelt- und Klimaschutz in weniger entwickelten Ländern einsetzt.</p><p>Die ressourcenarmen Länder sind weitgehend vom teuren Energieimport, insbesondere von hohen Ölpreisen abhängig, was die wirtschaftliche Entwicklung hemmt. Zudem heizt der steigende Energiebedarf der Entwicklungsländer gekoppelt mit der wenig effizienten und umweltbelastenden Energieproduktion die Klimaerwärmung weiter an.</p><p>Die ärmsten afrikanischen Länder geben bereits heute fast die Hälfte ihrer Exporteinnahmen für den Rohstoffimport aus. Das Staatsbudget wird somit durch den teuren Öleinkauf überdurchschnittlich belastet. Würde die Schweiz in diesen Staaten die Nutzung von erneuerbaren Energien - insbesondere der Solarenergie - und einen effizienteren Verbrauch von fossilen Energieträgern fördern, so würde in diesen Ländern nicht nur die wirtschaftliche und soziale Entwicklung angekurbelt, sondern auch der Klimaschutz verstärkt. Damit eröffnen sich für die schweizerische Industrie auch Möglichkeiten für Entwicklungspartnerschaften (beispielsweise Public Private Partnerships), Opportunitäten zur internationalen Positionierung und Promotion von Know-how in künftigen Märkten.</p>
  • <p>Die Entwicklungszusammenarbeit von Deza und Seco zielt bereits heute in verschiedenen Formen auf die Förderung nachhaltig erzeugter Energien und insbesondere auf die Verbesserung der Energieeffizienz in den Entwicklungs- und Transitionsländern ab. Die Deza unterstützt beispielsweise seit über zehn Jahren bilaterale Programme, bei denen die Förderung der vorhandenen lokalen erneuerbaren Energien sowie eine effiziente Energienutzung im Zentrum stehen. Das Seco unterstützt seit 1997 die Entwicklungs- und Transitionsländer in der Umsetzung der Klimakonvention. Ausserdem engagiert sich das Seco im Rahmen der Finanzhilfe für die Finanzierung von Infrastruktur und Massnahmen zur Sanierung von Produktionsanlagen, die Verhinderung von Energieverlusten sowie die Förderung eines sparsamen und effizienten Energieverbrauchs. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist in vielen Entwicklungsländern die billigste und ökologischste Möglichkeit, um die Energieversorgung zu erhöhen.</p><p>Auch auf multilateraler Ebene unterstützt die Schweiz entsprechende Initiativen, etwa über die Internationale Energieagentur oder das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Beiträge an den Internationalen Umweltfonds. </p><p>Dieses Engagement im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit entspricht der Zielsetzung der schweizerischen Energiepolitik, welche auf eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Energie und die Förderung von erneuerbaren Energien abzielt. Die Bemühungen des Bundesrates in der schweizerischen Energiepolitik wie auch in der Entwicklungszusammenarbeit sind somit kohärent und sollen international eine ressourcenschonende Produktion und effiziente Nutzung der Energie ermöglichen.</p><p>Das UVEK wird bis Ende 2007 eine aktualisierte gemeinsame Energieaussenpolitik unter Einbezug sowohl der Aussenpolitik (EDA) als auch der Aussenwirtschaftspolitik (EVD) erarbeiten. Darin wird u. a. die Verbindung mit der Entwicklungszusammenarbeit dargelegt. Der Bundesrat kann somit der Forderung der Postulenten nach einer Verzahnung von Energie- und Entwicklungspolitik zustimmen.</p><p>Zudem wird der Bundesrat auch in der Erarbeitung der bevorstehenden Botschaften von Deza und Seco auf diese Fragen eingehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, seine Energie- und Entwicklungspolitik stärker miteinander zu verzahnen. In den bevorstehenden Botschaften der Deza und des Seco, in denen die Rahmenkredite für die Periode 2008 bis 2011 festgelegt werden, soll das Thema CO2-freie Energieproduktion eine prominente Rolle einnehmen.</p>
  • Energie als Kernthema der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Von der Schweiz als hochentwickeltem Land wird erwartet, dass sie ihre technologischen und finanziellen Kapazitäten auch für den Umwelt- und Klimaschutz in weniger entwickelten Ländern einsetzt.</p><p>Die ressourcenarmen Länder sind weitgehend vom teuren Energieimport, insbesondere von hohen Ölpreisen abhängig, was die wirtschaftliche Entwicklung hemmt. Zudem heizt der steigende Energiebedarf der Entwicklungsländer gekoppelt mit der wenig effizienten und umweltbelastenden Energieproduktion die Klimaerwärmung weiter an.</p><p>Die ärmsten afrikanischen Länder geben bereits heute fast die Hälfte ihrer Exporteinnahmen für den Rohstoffimport aus. Das Staatsbudget wird somit durch den teuren Öleinkauf überdurchschnittlich belastet. Würde die Schweiz in diesen Staaten die Nutzung von erneuerbaren Energien - insbesondere der Solarenergie - und einen effizienteren Verbrauch von fossilen Energieträgern fördern, so würde in diesen Ländern nicht nur die wirtschaftliche und soziale Entwicklung angekurbelt, sondern auch der Klimaschutz verstärkt. Damit eröffnen sich für die schweizerische Industrie auch Möglichkeiten für Entwicklungspartnerschaften (beispielsweise Public Private Partnerships), Opportunitäten zur internationalen Positionierung und Promotion von Know-how in künftigen Märkten.</p>
    • <p>Die Entwicklungszusammenarbeit von Deza und Seco zielt bereits heute in verschiedenen Formen auf die Förderung nachhaltig erzeugter Energien und insbesondere auf die Verbesserung der Energieeffizienz in den Entwicklungs- und Transitionsländern ab. Die Deza unterstützt beispielsweise seit über zehn Jahren bilaterale Programme, bei denen die Förderung der vorhandenen lokalen erneuerbaren Energien sowie eine effiziente Energienutzung im Zentrum stehen. Das Seco unterstützt seit 1997 die Entwicklungs- und Transitionsländer in der Umsetzung der Klimakonvention. Ausserdem engagiert sich das Seco im Rahmen der Finanzhilfe für die Finanzierung von Infrastruktur und Massnahmen zur Sanierung von Produktionsanlagen, die Verhinderung von Energieverlusten sowie die Förderung eines sparsamen und effizienten Energieverbrauchs. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist in vielen Entwicklungsländern die billigste und ökologischste Möglichkeit, um die Energieversorgung zu erhöhen.</p><p>Auch auf multilateraler Ebene unterstützt die Schweiz entsprechende Initiativen, etwa über die Internationale Energieagentur oder das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Beiträge an den Internationalen Umweltfonds. </p><p>Dieses Engagement im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit entspricht der Zielsetzung der schweizerischen Energiepolitik, welche auf eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Energie und die Förderung von erneuerbaren Energien abzielt. Die Bemühungen des Bundesrates in der schweizerischen Energiepolitik wie auch in der Entwicklungszusammenarbeit sind somit kohärent und sollen international eine ressourcenschonende Produktion und effiziente Nutzung der Energie ermöglichen.</p><p>Das UVEK wird bis Ende 2007 eine aktualisierte gemeinsame Energieaussenpolitik unter Einbezug sowohl der Aussenpolitik (EDA) als auch der Aussenwirtschaftspolitik (EVD) erarbeiten. Darin wird u. a. die Verbindung mit der Entwicklungszusammenarbeit dargelegt. Der Bundesrat kann somit der Forderung der Postulenten nach einer Verzahnung von Energie- und Entwicklungspolitik zustimmen.</p><p>Zudem wird der Bundesrat auch in der Erarbeitung der bevorstehenden Botschaften von Deza und Seco auf diese Fragen eingehen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, seine Energie- und Entwicklungspolitik stärker miteinander zu verzahnen. In den bevorstehenden Botschaften der Deza und des Seco, in denen die Rahmenkredite für die Periode 2008 bis 2011 festgelegt werden, soll das Thema CO2-freie Energieproduktion eine prominente Rolle einnehmen.</p>
    • Energie als Kernthema der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit

Back to List