Den Wolf richtig schützen

ShortId
06.3809
Id
20063809
Updated
27.07.2023 21:37
Language
de
Title
Den Wolf richtig schützen
AdditionalIndexing
52;Wolf;biologische Vielfalt;Schutz der Tierwelt
1
  • L05K0603030702, Wolf
  • L04K06030306, biologische Vielfalt
  • L04K06010408, Schutz der Tierwelt
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Wolf ist gemäss der von der Schweiz unterzeichneten Berner Konvention streng geschützt. Erst kürzlich wurde der Antrag der Schweiz auf eine Zurückstufung seines Schutzstatus klar abgelehnt.</p><p>Trotz des offiziell strengen Schutzes wurde bis anhin praktisch jeder in die Schweiz eingewanderte Wolf legal oder illegal abgeschossen, überfahren oder zumindest zum Abschuss freigegeben. Die im geltenden Wolfskonzept vorgesehene "Schadensschwelle" ist offensichtlich zu tief, bzw. es existiert keine genügende Verpflichtung der Viehhalter, ihre Herden auch mit den notwendigen Schutzmassnahmen wie z. B. Herdenschutzhunden zu schützen. Heute kann der reale Schutz des Wolfes in der Schweiz nicht sichergestellt werden. Italien, von wo die in die Schweiz eingewanderten Wölfe stammen, hat sich bereits über die schweizerischen Abschüsse beklagt. Offensichtlich kann Italien besser mit dem Wolf umgehen als die Schweiz. Der Bundesrat soll prüfen, wie das Wolfskonzept angepasst werden soll, damit auch in der Schweiz die Forderungen der Berner Konvention zum Schutz des Wolfes umgesetzt werden können.</p>
  • <p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Forderungen der Berner Konvention zum Schutz des Wolfes auch mit dem bestehenden "Konzept Wolf Schweiz" umgesetzt werden können, indem darin klar geregelt ist, wie entstandene Schäden und Schadenverhütungsmassnahmen von Bund und Kantonen vergütet werden und unter welchen Umständen eine Abschussbewilligung erteilt werden kann. Er beantragt deshalb das Postulat zur Ablehnung.</p><p>Eine Revision des "Konzepts Wolf Schweiz" vom 21. Juli 2004 ist jedoch aus anderen Gründen angezeigt. Die italienisch-französisch-schweizerische Wolfspopulation steigt an; eine Rudelbildung steht in der Schweiz bevor. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Umwelt zusammen mit der Arbeitsgruppe Grossraubtiere das "Konzept Wolf Schweiz" überprüft und beschlossen, dieses in gewissen Bereichen anzupassen. Bis Ende Juni können die Kantone sowie die betroffenen Interessengruppen dazu Stellung nehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Wolfskonzept zu überprüfen und anzupassen, damit die Existenz freilebender Wölfe in der Schweiz auch längerfristig ermöglicht wird.</p>
  • Den Wolf richtig schützen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Wolf ist gemäss der von der Schweiz unterzeichneten Berner Konvention streng geschützt. Erst kürzlich wurde der Antrag der Schweiz auf eine Zurückstufung seines Schutzstatus klar abgelehnt.</p><p>Trotz des offiziell strengen Schutzes wurde bis anhin praktisch jeder in die Schweiz eingewanderte Wolf legal oder illegal abgeschossen, überfahren oder zumindest zum Abschuss freigegeben. Die im geltenden Wolfskonzept vorgesehene "Schadensschwelle" ist offensichtlich zu tief, bzw. es existiert keine genügende Verpflichtung der Viehhalter, ihre Herden auch mit den notwendigen Schutzmassnahmen wie z. B. Herdenschutzhunden zu schützen. Heute kann der reale Schutz des Wolfes in der Schweiz nicht sichergestellt werden. Italien, von wo die in die Schweiz eingewanderten Wölfe stammen, hat sich bereits über die schweizerischen Abschüsse beklagt. Offensichtlich kann Italien besser mit dem Wolf umgehen als die Schweiz. Der Bundesrat soll prüfen, wie das Wolfskonzept angepasst werden soll, damit auch in der Schweiz die Forderungen der Berner Konvention zum Schutz des Wolfes umgesetzt werden können.</p>
    • <p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Forderungen der Berner Konvention zum Schutz des Wolfes auch mit dem bestehenden "Konzept Wolf Schweiz" umgesetzt werden können, indem darin klar geregelt ist, wie entstandene Schäden und Schadenverhütungsmassnahmen von Bund und Kantonen vergütet werden und unter welchen Umständen eine Abschussbewilligung erteilt werden kann. Er beantragt deshalb das Postulat zur Ablehnung.</p><p>Eine Revision des "Konzepts Wolf Schweiz" vom 21. Juli 2004 ist jedoch aus anderen Gründen angezeigt. Die italienisch-französisch-schweizerische Wolfspopulation steigt an; eine Rudelbildung steht in der Schweiz bevor. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesamt für Umwelt zusammen mit der Arbeitsgruppe Grossraubtiere das "Konzept Wolf Schweiz" überprüft und beschlossen, dieses in gewissen Bereichen anzupassen. Bis Ende Juni können die Kantone sowie die betroffenen Interessengruppen dazu Stellung nehmen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, das Wolfskonzept zu überprüfen und anzupassen, damit die Existenz freilebender Wölfe in der Schweiz auch längerfristig ermöglicht wird.</p>
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