Forschungsprogramm tiefe Geothermie

ShortId
06.3835
Id
20063835
Updated
24.06.2025 23:51
Language
de
Title
Forschungsprogramm tiefe Geothermie
AdditionalIndexing
66;Energieforschung;geothermische Energie;Forschungsprogramm;Haushaltsausgabe
1
  • L04K16020201, Forschungsprogramm
  • L03K170504, geothermische Energie
  • L04K17010108, Energieforschung
  • L03K110203, Haushaltsausgabe
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Mit Enhanced Geothermal Systems (EGS) wird die Technik bezeichnet, welche es erlaubt, auch in Gebieten ohne vulkanische Aktivitäten Wärme hoher Temperatur aus der Erdkruste zu gewinnen. EGS-Anlagen haben in der Schweiz ein hohes Potenzial, da in grossen Teilen des Landes von der Geologie her solche Kraftwerke realisierbar wären (langfristig liesse sich mit Geothermie mindestens ein Drittel der Schweizer Stromproduktion decken). Weltweit ist das Potenzial riesig, was zudem erlauben würde, Schweizer Know-how und Technologie zu exportieren.</p><p>Die Entwicklung der EGS-Technologie steht erst am Anfang. Das europäische Forschungsprojekt in Soultz (F) hat dabei wertvolle Grundlagenarbeit geleistet, und in Basel ist eine Pilotanlage im Bau, die erste Erkenntnisse über die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit liefern soll. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch sehr viel Forschungsarbeit geleistet werden muss, bis EGS-Anlagen (welt-)marktfähig sein werden.</p><p>Für den Grossteil der Forschungsfelder existiert in der Schweiz wissenschaftliches Know-how. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten soll klar in der Schweiz liegen. Ein Teil der Forschungsmittel soll aber auch die Mitarbeit von Schweizer Forschern in internationalen Forschungsprojekten ermöglichen.</p>
  • <p>In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Arbeiten im Bereich tiefe Geothermie wie Standortabklärungen, Potenzialstudien sowie die Mitarbeit von Schweizer Forschern am EU-Pilotprojekt im elsässischen Soultz-sous-Forêts mit Bundesmitteln unterstützt worden. Auch die sich zurzeit in der parlamentarischen Beratung befindende Änderung des Energiegesetzes sieht in Artikel 15a eine Förderung der Nutzung tiefer Geothermie durch die Gewährung von Bürgschaften vor.</p><p>Die Ereignisse um das Projekt "Deep Heat Mining" in Basel zeigen, dass sich die Technologie noch im Forschungsstadium befindet und dass bis zur Einsatzreife noch grosse Anstrengungen unternommen werden müssen.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Motion prüfen. Da also die Entscheidungen über die einzelnen Massnahmen noch ausstehen, kann sich der Bundesrat in jetzigen Zeitpunkt noch nicht darauf festlegen und lehnt aus diesem formalen Grund die Motion ab. Bei einer allfälligen Annahme der Motion wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008 bis 2011 (BFI-Botschaft 2008-2011) dem Parlament einen Kredit von 60 Millionen Franken für die Forschung im Gebiete der tiefen Geothermie zu beantragen und diese Mittel auch in den Budgets ab dem Jahre 2008 einzustellen.</p>
  • Forschungsprogramm tiefe Geothermie
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Mit Enhanced Geothermal Systems (EGS) wird die Technik bezeichnet, welche es erlaubt, auch in Gebieten ohne vulkanische Aktivitäten Wärme hoher Temperatur aus der Erdkruste zu gewinnen. EGS-Anlagen haben in der Schweiz ein hohes Potenzial, da in grossen Teilen des Landes von der Geologie her solche Kraftwerke realisierbar wären (langfristig liesse sich mit Geothermie mindestens ein Drittel der Schweizer Stromproduktion decken). Weltweit ist das Potenzial riesig, was zudem erlauben würde, Schweizer Know-how und Technologie zu exportieren.</p><p>Die Entwicklung der EGS-Technologie steht erst am Anfang. Das europäische Forschungsprojekt in Soultz (F) hat dabei wertvolle Grundlagenarbeit geleistet, und in Basel ist eine Pilotanlage im Bau, die erste Erkenntnisse über die technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit liefern soll. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch sehr viel Forschungsarbeit geleistet werden muss, bis EGS-Anlagen (welt-)marktfähig sein werden.</p><p>Für den Grossteil der Forschungsfelder existiert in der Schweiz wissenschaftliches Know-how. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten soll klar in der Schweiz liegen. Ein Teil der Forschungsmittel soll aber auch die Mitarbeit von Schweizer Forschern in internationalen Forschungsprojekten ermöglichen.</p>
    • <p>In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Arbeiten im Bereich tiefe Geothermie wie Standortabklärungen, Potenzialstudien sowie die Mitarbeit von Schweizer Forschern am EU-Pilotprojekt im elsässischen Soultz-sous-Forêts mit Bundesmitteln unterstützt worden. Auch die sich zurzeit in der parlamentarischen Beratung befindende Änderung des Energiegesetzes sieht in Artikel 15a eine Förderung der Nutzung tiefer Geothermie durch die Gewährung von Bürgschaften vor.</p><p>Die Ereignisse um das Projekt "Deep Heat Mining" in Basel zeigen, dass sich die Technologie noch im Forschungsstadium befindet und dass bis zur Einsatzreife noch grosse Anstrengungen unternommen werden müssen.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung der erneuerbaren Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Motion prüfen. Da also die Entscheidungen über die einzelnen Massnahmen noch ausstehen, kann sich der Bundesrat in jetzigen Zeitpunkt noch nicht darauf festlegen und lehnt aus diesem formalen Grund die Motion ab. Bei einer allfälligen Annahme der Motion wird der Bundesrat im Zweitrat beantragen, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag abzuändern.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008 bis 2011 (BFI-Botschaft 2008-2011) dem Parlament einen Kredit von 60 Millionen Franken für die Forschung im Gebiete der tiefen Geothermie zu beantragen und diese Mittel auch in den Budgets ab dem Jahre 2008 einzustellen.</p>
    • Forschungsprogramm tiefe Geothermie

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