Berücksichtigung des sekundären Feinstaubs im Aktionsplan des Bundesrates

ShortId
06.3849
Id
20063849
Updated
14.11.2025 07:07
Language
de
Title
Berücksichtigung des sekundären Feinstaubs im Aktionsplan des Bundesrates
AdditionalIndexing
52;Aktionsprogramm;Staub;luftverunreinigender Stoff;Stickoxid;Luftreinhaltung;chemische Verbindung;chemisches Salz
1
  • L06K060201010102, Staub
  • L04K07050102, chemische Verbindung
  • L05K0602010101, luftverunreinigender Stoff
  • L06K070501020904, Stickoxid
  • L05K0705010206, chemisches Salz
  • L05K0703050101, Aktionsprogramm
  • L04K06010411, Luftreinhaltung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Laut einer Analyse der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) vom Januar und Februar 2006 werden rund zwei Drittel des Feinstaubes sekundär gebildet. Dabei handelt es sich um ursprünglich gasförmige Emissionen wie Stickoxide oder Ammoniak, welche nach ihrer Freisetzung durch chemische Reaktionen in Feinstaub umgewandelt werden. </p><p>Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) fokussiert in seinem "Aktionsplan gegen Feinstaub" die vorgeschlagenen Massnahmen auf die Reduktion des primären Feinstaubes. Dies erstaunt, da damit nur ein geringer Teil der Feinstaubproblematik angegangen wird.</p>
  • <p>1./2./3. Die Verschmutzung der Luft durch Feinstaub ist in der Schweiz während des ganzen Jahres ein beträchtliches Problem für Gesundheit und Umwelt.</p><p>Der primäre Feinstaub (z. B. Russ) entsteht direkt aus verschiedenen Emissionsquellen. Der in der Interpellation erwähnte "Aktionsplan Feinstaub" zielt in erster Linie auf diesen primären Feinstaub ab. Im Vordergrund steht die Verminderung des krebserregenden Holz- und Dieselrusses.</p><p>Der sekundäre Feinstaub bildet sich in der Luft aus anthropogenen gasförmigen Luftschadstoffen wie Stickoxiden und Ammoniak. Diese Vorläuferschadstoffe werden im Rahmen der Umsetzung des bestehenden nationalen Luftreinhaltekonzeptes des Bundesrates und von internationalen Abkommen, insbesondere des Protokolls von Göteborg betreffend die Verringerung der Versauerung, der Eutrophierung und des bodennahen Ozons (am 13. Dezember 2005 für die Schweiz in Kraft getreten), bereits reduziert.</p><p>Eine separate Strategie für sekundären Feinstaub ist daher nicht erforderlich. Hingegen ist es nötig, die Emissionen der Vorläuferschadstoffe um rund die Hälfte weiter zu reduzieren. Gemäss der Motion UREK-N (00.3184) "Konzept betreffend lufthygienische Massnahmen des Bundes" ist der Bundesrat zurzeit daran, die vom Parlament verlangte Aktualisierung des Luftreinhaltekonzeptes vorzunehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Sind im "Aktionsplan gegen Feinstaub" auch Massnahmen zur Reduktion des sekundären Feinstaubes vorgesehen? </p><p>2. Falls nicht, weshalb beschränkt sich der Bundesrat auf die Reduktion des primären Feinstaubes?</p><p>3. Ist er bereit, in einem weiteren Aktionsplan die Problematik des sekundären Feinstaubes anzugehen?</p>
  • Berücksichtigung des sekundären Feinstaubs im Aktionsplan des Bundesrates
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Laut einer Analyse der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) vom Januar und Februar 2006 werden rund zwei Drittel des Feinstaubes sekundär gebildet. Dabei handelt es sich um ursprünglich gasförmige Emissionen wie Stickoxide oder Ammoniak, welche nach ihrer Freisetzung durch chemische Reaktionen in Feinstaub umgewandelt werden. </p><p>Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) fokussiert in seinem "Aktionsplan gegen Feinstaub" die vorgeschlagenen Massnahmen auf die Reduktion des primären Feinstaubes. Dies erstaunt, da damit nur ein geringer Teil der Feinstaubproblematik angegangen wird.</p>
    • <p>1./2./3. Die Verschmutzung der Luft durch Feinstaub ist in der Schweiz während des ganzen Jahres ein beträchtliches Problem für Gesundheit und Umwelt.</p><p>Der primäre Feinstaub (z. B. Russ) entsteht direkt aus verschiedenen Emissionsquellen. Der in der Interpellation erwähnte "Aktionsplan Feinstaub" zielt in erster Linie auf diesen primären Feinstaub ab. Im Vordergrund steht die Verminderung des krebserregenden Holz- und Dieselrusses.</p><p>Der sekundäre Feinstaub bildet sich in der Luft aus anthropogenen gasförmigen Luftschadstoffen wie Stickoxiden und Ammoniak. Diese Vorläuferschadstoffe werden im Rahmen der Umsetzung des bestehenden nationalen Luftreinhaltekonzeptes des Bundesrates und von internationalen Abkommen, insbesondere des Protokolls von Göteborg betreffend die Verringerung der Versauerung, der Eutrophierung und des bodennahen Ozons (am 13. Dezember 2005 für die Schweiz in Kraft getreten), bereits reduziert.</p><p>Eine separate Strategie für sekundären Feinstaub ist daher nicht erforderlich. Hingegen ist es nötig, die Emissionen der Vorläuferschadstoffe um rund die Hälfte weiter zu reduzieren. Gemäss der Motion UREK-N (00.3184) "Konzept betreffend lufthygienische Massnahmen des Bundes" ist der Bundesrat zurzeit daran, die vom Parlament verlangte Aktualisierung des Luftreinhaltekonzeptes vorzunehmen.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Sind im "Aktionsplan gegen Feinstaub" auch Massnahmen zur Reduktion des sekundären Feinstaubes vorgesehen? </p><p>2. Falls nicht, weshalb beschränkt sich der Bundesrat auf die Reduktion des primären Feinstaubes?</p><p>3. Ist er bereit, in einem weiteren Aktionsplan die Problematik des sekundären Feinstaubes anzugehen?</p>
    • Berücksichtigung des sekundären Feinstaubs im Aktionsplan des Bundesrates

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