Mehr Freizeit, mehr Ausbildung

ShortId
07.475
Id
20070475
Updated
10.04.2024 18:39
Language
de
Title
Mehr Freizeit, mehr Ausbildung
AdditionalIndexing
15;32;freie Schlagwörter: Vier-Tage-Woche, Viertagewoche;Arbeitszeit;Freizeit;Weiterbildung;Arbeitszeitmodell;Arbeitszeitverkürzung
1
  • L06K070205030202, Arbeitszeitverkürzung
  • L04K13030203, Weiterbildung
  • L03K010101, Freizeit
  • L06K070205030201, Arbeitszeitmodell
  • L05K0702050302, Arbeitszeit
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die vorliegende Initiative wird aus folgenden Gründen eingereicht:</p><p>- Das Wirtschaftswachstum ist der Antrieb für die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen. Doch es können weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn die Arbeitszeit - bei gleichem Wachstum - reduziert wird. Dies zeigen verschiedene Beispiele, wie die 28-Stunden-Woche bei Volkswagen oder die 35-Stunden-Woche in Frankreich.</p><p>- Eine Reduzierung der Arbeitszeit mit der Einführung der Vier-Tage-Woche wirkt sich weit stärker aus als die lineare Abnahme der Arbeitszeit. Dies konnte in verschiedenen Versuchen in Frankreich festgestellt werden, so beispielsweise bei der Groupe Prado, bei der Molkereigenossenschaft Even oder bei den Ducs de Gascogne.</p><p>- Bezüglich Arbeitszeit hinkt die Schweiz dem restlichen Europa nach. Nimmt man alle Wirtschaftsbereiche zusammen, so arbeiten die Schweizerinnen und Schweizer noch mehr als 42 Stunden pro Woche - zwei Stunden mehr als der durchschnittliche Europäer. Es bleibt also noch einiges aufzuholen.</p><p>- Die vorliegende parlamentarische Initiative ist als subsidiäres Instrument konzipiert. Das heisst, dass die vorgesehene Reduzierung der Arbeitszeit zuerst mit Verhandlungen über Gesamtarbeitsverträge erreicht werden soll. Die Gesetzesbestimmungen werden erst ab 2015 ergänzend hinzukommen.</p><p>- Die Hälfte der durch die Reduktion gewonnenen Zeit soll zu Weiterbildungszwecken verwendet werden. So soll gezeigt werden, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur weniger arbeiten wollen, um sich zu erholen und zu entspannen, sondern dass sie sich damit auch an die immer rasanteren technologischen Veränderungen anpassen können. Diese Anpassung ist nicht nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch für die Unternehmen von Interesse.</p>
  • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die bestehenden Gesetzesbestimmungen sollen dahingehend geändert werden, dass die allgemeine Einführung der Vier-Tage-Woche, auf der Grundlage einer Wochenarbeitszeit von maximal 36 Stunden, verwirklicht werden kann. Die Hälfte der Zeit, die durch diese Verkürzung gewonnen wird, soll als Freizeit genutzt werden, während die andere Hälfte der Weiterbildung dienen soll. Die neuen Gesetzesbestimmungen werden nur in jenen Wirtschaftsbereichen und Branchen angewendet, die bis 2015 nicht in Gesamtarbeitsverträgen für die Umsetzung dieser Bestimmungen gesorgt haben.</p>
  • Mehr Freizeit, mehr Ausbildung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die vorliegende Initiative wird aus folgenden Gründen eingereicht:</p><p>- Das Wirtschaftswachstum ist der Antrieb für die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen. Doch es können weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn die Arbeitszeit - bei gleichem Wachstum - reduziert wird. Dies zeigen verschiedene Beispiele, wie die 28-Stunden-Woche bei Volkswagen oder die 35-Stunden-Woche in Frankreich.</p><p>- Eine Reduzierung der Arbeitszeit mit der Einführung der Vier-Tage-Woche wirkt sich weit stärker aus als die lineare Abnahme der Arbeitszeit. Dies konnte in verschiedenen Versuchen in Frankreich festgestellt werden, so beispielsweise bei der Groupe Prado, bei der Molkereigenossenschaft Even oder bei den Ducs de Gascogne.</p><p>- Bezüglich Arbeitszeit hinkt die Schweiz dem restlichen Europa nach. Nimmt man alle Wirtschaftsbereiche zusammen, so arbeiten die Schweizerinnen und Schweizer noch mehr als 42 Stunden pro Woche - zwei Stunden mehr als der durchschnittliche Europäer. Es bleibt also noch einiges aufzuholen.</p><p>- Die vorliegende parlamentarische Initiative ist als subsidiäres Instrument konzipiert. Das heisst, dass die vorgesehene Reduzierung der Arbeitszeit zuerst mit Verhandlungen über Gesamtarbeitsverträge erreicht werden soll. Die Gesetzesbestimmungen werden erst ab 2015 ergänzend hinzukommen.</p><p>- Die Hälfte der durch die Reduktion gewonnenen Zeit soll zu Weiterbildungszwecken verwendet werden. So soll gezeigt werden, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur weniger arbeiten wollen, um sich zu erholen und zu entspannen, sondern dass sie sich damit auch an die immer rasanteren technologischen Veränderungen anpassen können. Diese Anpassung ist nicht nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch für die Unternehmen von Interesse.</p>
    • <p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und auf Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reiche ich folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Die bestehenden Gesetzesbestimmungen sollen dahingehend geändert werden, dass die allgemeine Einführung der Vier-Tage-Woche, auf der Grundlage einer Wochenarbeitszeit von maximal 36 Stunden, verwirklicht werden kann. Die Hälfte der Zeit, die durch diese Verkürzung gewonnen wird, soll als Freizeit genutzt werden, während die andere Hälfte der Weiterbildung dienen soll. Die neuen Gesetzesbestimmungen werden nur in jenen Wirtschaftsbereichen und Branchen angewendet, die bis 2015 nicht in Gesamtarbeitsverträgen für die Umsetzung dieser Bestimmungen gesorgt haben.</p>
    • Mehr Freizeit, mehr Ausbildung

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