Mediale Vielfalt und Integration

ShortId
07.1016
Id
20071016
Updated
24.06.2025 22:37
Language
de
Title
Mediale Vielfalt und Integration
AdditionalIndexing
34;Kulturvielfalt;Pluralismus;Radio;lokales Massenmedium;Sendekonzession;Integration der Zuwanderer
1
  • L05K1202050104, lokales Massenmedium
  • L05K1202050110, Sendekonzession
  • L04K08020321, Pluralismus
  • L05K1202050103, Radio
  • L05K0108030602, Integration der Zuwanderer
  • L04K01060106, Kulturvielfalt
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Der Bundesrat wird im Verlauf des Sommers 2007 die Anzahl und Ausdehnung der Versorgungsgebiete festlegen, in denen Konzessionen nach Massgabe des Radio- und Fernsehgesetzes vom 24. März 2006 (RTVG) erteilt werden können. Da die Konzessionen hernach aber vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) im Anschluss an eine öffentliche Ausschreibung erteilt werden, äussert sich der Bundesrat nicht zu den Eigenschaften und Leistungen einzelner Radiostationen.</p><p>Was die Planung der künftigen Versorgungsgebiete anbelangt, hat das UVEK im Oktober 2006 eine öffentliche Anhörung bei den betroffenen kantonalen Behörden und interessierten Medienorganisationen durchgeführt. Gegenwärtig befasst sich das UVEK mit der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen und wird seine Folgerungen anschliessend dem Bundesrat zum Entscheid vorlegen.</p><p>Zum Gebiet, das heute von Radio Tropic versorgt wird, lässt sich immerhin sagen, dass es gemäss dem gegenwärtigen Stand der Planung zum fünftgrössten Versorgungsgebiet der Schweiz mit rund 920 000 Einwohnern würde. Im Vergleich zur bisherigen Ausdehnung des Versorgungsgebiets würde das erreichbare Publikumspotenzial nahezu verdoppelt.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Derzeit werden die UKW-Senderichtlinien, welche die Sendegebiete unter die Lokalradios in der Schweiz aufteilen, überarbeitet. Das Bakom unterbreitete dazu einen Vorschlag, der die mediale Vielfalt im Grossraum Zürich gefährden würde. Demnach erhielte Radio Tropic, das mit lateinamerikanischen, orientalischen und afrikanischen Musikbeiträgen und mit Nachrichten in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leistet, flächenmässig nicht einmal ein halb so grosses Sendegebiet wie seine direkten Konkurrenten. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen aber, dass Spartenradios auf grosse Sendegebiete angewiesen sind, weil sie innerhalb eines gegebenen Gebietes weniger Hörerinnen und Hörer ansprechen als Mainstream-Radios und also auch weniger Werbeeinnahmen generieren. Würde Radio Tropic ein kleineres Sendegebiet zugeteilt als den direkten Konkurrenten, wäre seine wirtschaftliche Existenz akut gefährdet. Ich frage deshalb den Bundesrat an: </p><p>1. Welchen Stellenwert misst er dem Beitrag von Spartenradios wie Radio Tropic zur medialen Vielfalt bei? </p><p>2. Ist er bereit, Radio Tropic in der Grossagglomeration Zürich ein mindestens gleich grosses Sendegebiet zuzuteilen wie seinen direkten Konkurrenten?</p>
  • Mediale Vielfalt und Integration
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Der Bundesrat wird im Verlauf des Sommers 2007 die Anzahl und Ausdehnung der Versorgungsgebiete festlegen, in denen Konzessionen nach Massgabe des Radio- und Fernsehgesetzes vom 24. März 2006 (RTVG) erteilt werden können. Da die Konzessionen hernach aber vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) im Anschluss an eine öffentliche Ausschreibung erteilt werden, äussert sich der Bundesrat nicht zu den Eigenschaften und Leistungen einzelner Radiostationen.</p><p>Was die Planung der künftigen Versorgungsgebiete anbelangt, hat das UVEK im Oktober 2006 eine öffentliche Anhörung bei den betroffenen kantonalen Behörden und interessierten Medienorganisationen durchgeführt. Gegenwärtig befasst sich das UVEK mit der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen und wird seine Folgerungen anschliessend dem Bundesrat zum Entscheid vorlegen.</p><p>Zum Gebiet, das heute von Radio Tropic versorgt wird, lässt sich immerhin sagen, dass es gemäss dem gegenwärtigen Stand der Planung zum fünftgrössten Versorgungsgebiet der Schweiz mit rund 920 000 Einwohnern würde. Im Vergleich zur bisherigen Ausdehnung des Versorgungsgebiets würde das erreichbare Publikumspotenzial nahezu verdoppelt.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Derzeit werden die UKW-Senderichtlinien, welche die Sendegebiete unter die Lokalradios in der Schweiz aufteilen, überarbeitet. Das Bakom unterbreitete dazu einen Vorschlag, der die mediale Vielfalt im Grossraum Zürich gefährden würde. Demnach erhielte Radio Tropic, das mit lateinamerikanischen, orientalischen und afrikanischen Musikbeiträgen und mit Nachrichten in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leistet, flächenmässig nicht einmal ein halb so grosses Sendegebiet wie seine direkten Konkurrenten. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen aber, dass Spartenradios auf grosse Sendegebiete angewiesen sind, weil sie innerhalb eines gegebenen Gebietes weniger Hörerinnen und Hörer ansprechen als Mainstream-Radios und also auch weniger Werbeeinnahmen generieren. Würde Radio Tropic ein kleineres Sendegebiet zugeteilt als den direkten Konkurrenten, wäre seine wirtschaftliche Existenz akut gefährdet. Ich frage deshalb den Bundesrat an: </p><p>1. Welchen Stellenwert misst er dem Beitrag von Spartenradios wie Radio Tropic zur medialen Vielfalt bei? </p><p>2. Ist er bereit, Radio Tropic in der Grossagglomeration Zürich ein mindestens gleich grosses Sendegebiet zuzuteilen wie seinen direkten Konkurrenten?</p>
    • Mediale Vielfalt und Integration

Back to List