Vertretung der sprachlichen Minderheiten in den Bundesämtern

ShortId
07.1047
Id
20071047
Updated
24.06.2025 22:46
Language
de
Title
Vertretung der sprachlichen Minderheiten in den Bundesämtern
AdditionalIndexing
04;2831;französisch-sprachige Schweiz;sprachliche Diskriminierung;Evaluation;Bundesverwaltung;italienisch-sprachige Schweiz;sprachliche Gruppe;Einstellung;Bundespersonal
1
  • L04K05020409, sprachliche Diskriminierung
  • L06K010601020201, französisch-sprachige Schweiz
  • L06K010601020301, italienisch-sprachige Schweiz
  • L05K0702010204, Einstellung
  • L05K0806010301, Bundespersonal
  • L04K01090204, sprachliche Gruppe
  • L04K08060103, Bundesverwaltung
  • L04K08020302, Evaluation
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die Entwicklung der Vertretung der Sprachgemeinschaften im Bundespersonal weist im Zeitraum Mai 2006 bis Mai 2007 bei den Deutschsprachigen eine leicht sinkende Tendenz (minus 0,3 Prozent) und bei den Französischsprachen eine äusserst geringfügige Zunahme (plus 0,1 Prozent) auf; bei den Italienischsprachigen bleiben die Zahlen stabil (0 Prozent). Im oberen Kaderbereich (Lohnklasse 30 bis 38) lässt sich bei den Deutschsprachigen erneut ein Rückgang (minus 0,7 Prozent) sowie bei den Französisch- (plus 0,3 Prozent) und den Italienischsprachigen eine Zunahme (plus 0,4 Prozent) feststellen (Quelle: BV Plus, Stand Mai 2007). Ein Vergleich auf der Stufe Departement (einschliesslich Bundeskanzlei) bringt jedoch ausgeprägtere Unterschiede an den Tag. Diese Unterschiede sind - sowohl im positiven wie im negativen Sinn, je nach betroffener Sprache - noch deutlicher, wenn man die Situation im oberen Kaderbereich in den Bundesämtern beleuchtet. Dies erklärt sich in erster Linie durch die Natur der Aufgaben, die von den betreffenden Ämtern erfüllt werden, durch ihre Lage sowie die Sensibilität und effektive Bereitschaft der leitenden Kader, die Mehrsprachigkeit aktiv zu fördern. Es ist somit heikel, ja unmöglich, ein einheitliches Urteil zur Frage der Vertretung der sprachlichen Minderheiten im Bundespersonal abzugeben; die Erklärungsfaktoren sind zu zahlreich und überschneiden sich zudem.</p><p>Der Evaluationsbericht 2004-2007 wird die Frage der Vertretung der sprachlichen Minderheiten eingehender untersuchen und auch die Massnahmen der Departemente und Bundesämter auf dem Gebiet der Förderung der Mehrsprachigkeit besser bekanntmachen.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Der Nationalrat ist am 29. September 2005 dem Ständerat gefolgt und hat meine Motion 05.3152 angenommen, in welcher ich den Bundesrat ersucht habe, für eine angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften in den Führungspositionen der Bundesämter zu sorgen. Der Bundesrat hatte die Annahme dieser Motion am 25. Mai 2005 beantragt.</p><p>Eine gleichlautende Motion wurde zudem von Ständerat Studer eingereicht (05.3174); sie wurde ebenfalls von beiden Räten angenommen.</p><p>Beinahe zwei Jahre sind seit der Annahme dieser Motion vergangen. Daher möchte ich vom Bundesrat wissen, wie er das Anliegen der beiden Motionen umgesetzt hat und ob die sprachlichen Minderheiten seither besser vertreten sind.</p>
  • Vertretung der sprachlichen Minderheiten in den Bundesämtern
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die Entwicklung der Vertretung der Sprachgemeinschaften im Bundespersonal weist im Zeitraum Mai 2006 bis Mai 2007 bei den Deutschsprachigen eine leicht sinkende Tendenz (minus 0,3 Prozent) und bei den Französischsprachen eine äusserst geringfügige Zunahme (plus 0,1 Prozent) auf; bei den Italienischsprachigen bleiben die Zahlen stabil (0 Prozent). Im oberen Kaderbereich (Lohnklasse 30 bis 38) lässt sich bei den Deutschsprachigen erneut ein Rückgang (minus 0,7 Prozent) sowie bei den Französisch- (plus 0,3 Prozent) und den Italienischsprachigen eine Zunahme (plus 0,4 Prozent) feststellen (Quelle: BV Plus, Stand Mai 2007). Ein Vergleich auf der Stufe Departement (einschliesslich Bundeskanzlei) bringt jedoch ausgeprägtere Unterschiede an den Tag. Diese Unterschiede sind - sowohl im positiven wie im negativen Sinn, je nach betroffener Sprache - noch deutlicher, wenn man die Situation im oberen Kaderbereich in den Bundesämtern beleuchtet. Dies erklärt sich in erster Linie durch die Natur der Aufgaben, die von den betreffenden Ämtern erfüllt werden, durch ihre Lage sowie die Sensibilität und effektive Bereitschaft der leitenden Kader, die Mehrsprachigkeit aktiv zu fördern. Es ist somit heikel, ja unmöglich, ein einheitliches Urteil zur Frage der Vertretung der sprachlichen Minderheiten im Bundespersonal abzugeben; die Erklärungsfaktoren sind zu zahlreich und überschneiden sich zudem.</p><p>Der Evaluationsbericht 2004-2007 wird die Frage der Vertretung der sprachlichen Minderheiten eingehender untersuchen und auch die Massnahmen der Departemente und Bundesämter auf dem Gebiet der Förderung der Mehrsprachigkeit besser bekanntmachen.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Der Nationalrat ist am 29. September 2005 dem Ständerat gefolgt und hat meine Motion 05.3152 angenommen, in welcher ich den Bundesrat ersucht habe, für eine angemessene Vertretung der Sprachgemeinschaften in den Führungspositionen der Bundesämter zu sorgen. Der Bundesrat hatte die Annahme dieser Motion am 25. Mai 2005 beantragt.</p><p>Eine gleichlautende Motion wurde zudem von Ständerat Studer eingereicht (05.3174); sie wurde ebenfalls von beiden Räten angenommen.</p><p>Beinahe zwei Jahre sind seit der Annahme dieser Motion vergangen. Daher möchte ich vom Bundesrat wissen, wie er das Anliegen der beiden Motionen umgesetzt hat und ob die sprachlichen Minderheiten seither besser vertreten sind.</p>
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