Eidgenössische Militärbibliothek. Vorgesehene Namensänderung
- ShortId
-
07.3103
- Id
-
20073103
- Updated
-
28.07.2023 13:20
- Language
-
de
- Title
-
Eidgenössische Militärbibliothek. Vorgesehene Namensänderung
- AdditionalIndexing
-
04;Organisation der Bundesverwaltung;Bibliothek;Durchführung eines Projektes;Armee;Bundesverwaltung;Dokumentationsstelle;EPZB
- 1
-
- L03K040203, Armee
- L04K12040102, Bibliothek
- L04K08060103, Bundesverwaltung
- L04K12040103, Dokumentationsstelle
- L06K070305010102, Durchführung eines Projektes
- L02K0804, Organisation der Bundesverwaltung
- L05K0804080201, EPZB
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Durch das Querschnittprojekt (QSP) 8 der Bundesverwaltungsreform wird ab 2006 eine Fusion der rund 40 (zum Teil kleinen) Bundesamtsbibliotheken der sechs zivilen Departemente der Bundesverwaltung mit der EMB als Leitbibliothek angestrebt. Gemäss Bundesratsbeschluss vom 3. Mai 2006 werden die Verwaltungsbibliotheken vom VBS geführt. Dadurch wird die EMB zu einer zivil-militärischen Verwaltungsbibliothek des Bundes. Eine Namensänderung bzw. -anpassung aufgrund der erweiterten Aufgaben erscheint zweckmässig. Da die zivilen die militärischen Bestände voraussichtlich nicht übertreffen werden, sollte das "militärische" als Namensteil einer Dienststelle mit über 150-jähriger Tradition beibehalten werden; ein Verzicht auf eine "weltbekannte Marke" würde kaum verstanden, sondern wäre dem Ruf der Institution sogar abträglich.</p>
- <p>Der Bundesrat sieht sich vor der Notwendigkeit, in allen Bereichen der Verwaltung nach Möglichkeit zu sparen und gleichzeitig durch zweckmässige Nutzung von Synergien die Voraussetzungen für die Bewältigung kommender zusätzlicher Aufgaben zu schaffen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht länger tragbar, dass die Bundesverwaltung (ohne Nationalbibliothek) allein auf dem Platz Bern über 40 verschiedene Bibliotheken mit entsprechend vielen Ausleihdiensten, Katalogisierungsdiensten, Magazinen usw. unterhält. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Sammlungsbestände und das vorhandene Fachwissen erhalten bleiben.</p><p>Der Bundesrat hat im Frühjahr 2006 das den Bibliotheken gewidmete Querschnittprojekt Nr. 8 seiner Verwaltungsreform beschlossen, welches die Zusammenführung, Einsparungen von 25 Prozent im Personellen und von 20 Prozent in den Sachmitteln zum Inhalt hat. Die Projektleitung obliegt dem VBS, welches eine Mitarbeiterin von der Eidgenössischen Militärbibliothek (EMB) als Projektleiterin eingesetzt hat. Der Einfluss dieser schon baulich als Leitbibliothek bestens geeigneten Institution ist gewahrt. Gleichzeitig versteht es sich von selbst, dass eine gedeihliche Weiterentwicklung nach einem Namen ruft, der diese gemeinsame Zukunft betont und nicht die getrennte Vergangenheit. Deshalb wird ab 26. Oktober 2007 die "Bibliothek am Guisanplatz" die angestammten Dienstleistungen mit thematisch ausgeweitetem Auftrag erbringen. Da dieser Name auf denjenigen des schweizerischen Oberbefehlshabers der Armee in den Jahren 1939 bis 1945 zurückgeht, ist er gewiss auch der Mehrheit der besonders der Tradition verbundenen Kundinnen und Kunden der EMB willkommen.</p><p>In diesem Sinn beantwortet der Bundesrat die gestellten Fragen wie folgt:</p><p>1./2./5. Der neue Name "Bibliothek am Guisanplatz" ist im Rahmen der Umsetzung des Querschnittprojektes Nr. 8 der Verwaltungsreform vom UVEK (dem Pionierdepartement) gewünscht und vom VBS (und im VBS durch den dafür zuständigen Generalsekretär) in der Vereinbarung vom 28. und 29. September 2006 zugestanden worden. Ziel beider Departemente war es ausdrücklich, "das Auffinden der Bibliothek mit dem öffentlichen Verkehr" zu erleichtern.</p><p>3. Der Anteil der Bestände der sechs zivilen Departemente an den kumulierten Gesamtbeständen wird voraussichtlich rund 4 von 12 Laufkilometern betragen. Bei den Stellen war die Ausgangslage bei Projektbeginn 57 zivile zu 24 VBS-Stellen. Diese Ausgangslage ist bereits heute durch den raschen Fortschritt des Reformprojektes stark verändert. Es wird deshalb sowohl zu einer grösseren als der verlangten Gesamtstelleneinsparung als auch zu weiteren Synergiegewinnen im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Bibliothek führen, deren Aufgaben in den zivilen Bereichen eher zunehmen als in denjenigen des VBS.</p><p>4. Der bekannte Name "Eidgenössische Militärbibliothek" wird noch mehrere Jahre sowohl im Internet (auf Verweisseiten) als auch im Telefonbuch der Stadt Bern beibehalten werden, was den Partnerinstitutionen, Kundinnen und Kunden im In- wie im Ausland entgegenkommt.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, auf folgende Fragen Auskunft zu geben:</p><p>1. Wann, durch wen und auf welcher Rechtsgrundlage wurde eine Namensänderung der Eidgenössischen Militärbibliothek (EMB) beschlossen, wie lautet sie, und ab welchem Zeitpunkt soll sie gültig sein?</p><p>2. Stimmt es, dass im vorgesehenen neuen Namen die EMB nicht mehr enthalten ist, und aus welchem Grund?</p><p>3. Wie gross sind nach der Fusion der zivilen Departementsbibliotheken deren Anteile an der neuen Gesamtbibliothek in Zahlen und Prozenten an Personal bzw. Beständen?</p><p>4. Könnte der Bestandteil "Militärbibliothek" im neuen Namen sachdienlich beibehalten werden, um die in- und ausländischen Benützer, Forscher und Institutionen nicht zu verunsichern?</p><p>5. Wäre z. B. ein zivil-militärischer Name "Bundesbibliothek-Militärbibliothek" möglich, als Bezeichnung dieser öffentlichen Verwaltungsbibliothek der Eidgenossenschaft?</p>
- Eidgenössische Militärbibliothek. Vorgesehene Namensänderung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>Durch das Querschnittprojekt (QSP) 8 der Bundesverwaltungsreform wird ab 2006 eine Fusion der rund 40 (zum Teil kleinen) Bundesamtsbibliotheken der sechs zivilen Departemente der Bundesverwaltung mit der EMB als Leitbibliothek angestrebt. Gemäss Bundesratsbeschluss vom 3. Mai 2006 werden die Verwaltungsbibliotheken vom VBS geführt. Dadurch wird die EMB zu einer zivil-militärischen Verwaltungsbibliothek des Bundes. Eine Namensänderung bzw. -anpassung aufgrund der erweiterten Aufgaben erscheint zweckmässig. Da die zivilen die militärischen Bestände voraussichtlich nicht übertreffen werden, sollte das "militärische" als Namensteil einer Dienststelle mit über 150-jähriger Tradition beibehalten werden; ein Verzicht auf eine "weltbekannte Marke" würde kaum verstanden, sondern wäre dem Ruf der Institution sogar abträglich.</p>
- <p>Der Bundesrat sieht sich vor der Notwendigkeit, in allen Bereichen der Verwaltung nach Möglichkeit zu sparen und gleichzeitig durch zweckmässige Nutzung von Synergien die Voraussetzungen für die Bewältigung kommender zusätzlicher Aufgaben zu schaffen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht länger tragbar, dass die Bundesverwaltung (ohne Nationalbibliothek) allein auf dem Platz Bern über 40 verschiedene Bibliotheken mit entsprechend vielen Ausleihdiensten, Katalogisierungsdiensten, Magazinen usw. unterhält. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Sammlungsbestände und das vorhandene Fachwissen erhalten bleiben.</p><p>Der Bundesrat hat im Frühjahr 2006 das den Bibliotheken gewidmete Querschnittprojekt Nr. 8 seiner Verwaltungsreform beschlossen, welches die Zusammenführung, Einsparungen von 25 Prozent im Personellen und von 20 Prozent in den Sachmitteln zum Inhalt hat. Die Projektleitung obliegt dem VBS, welches eine Mitarbeiterin von der Eidgenössischen Militärbibliothek (EMB) als Projektleiterin eingesetzt hat. Der Einfluss dieser schon baulich als Leitbibliothek bestens geeigneten Institution ist gewahrt. Gleichzeitig versteht es sich von selbst, dass eine gedeihliche Weiterentwicklung nach einem Namen ruft, der diese gemeinsame Zukunft betont und nicht die getrennte Vergangenheit. Deshalb wird ab 26. Oktober 2007 die "Bibliothek am Guisanplatz" die angestammten Dienstleistungen mit thematisch ausgeweitetem Auftrag erbringen. Da dieser Name auf denjenigen des schweizerischen Oberbefehlshabers der Armee in den Jahren 1939 bis 1945 zurückgeht, ist er gewiss auch der Mehrheit der besonders der Tradition verbundenen Kundinnen und Kunden der EMB willkommen.</p><p>In diesem Sinn beantwortet der Bundesrat die gestellten Fragen wie folgt:</p><p>1./2./5. Der neue Name "Bibliothek am Guisanplatz" ist im Rahmen der Umsetzung des Querschnittprojektes Nr. 8 der Verwaltungsreform vom UVEK (dem Pionierdepartement) gewünscht und vom VBS (und im VBS durch den dafür zuständigen Generalsekretär) in der Vereinbarung vom 28. und 29. September 2006 zugestanden worden. Ziel beider Departemente war es ausdrücklich, "das Auffinden der Bibliothek mit dem öffentlichen Verkehr" zu erleichtern.</p><p>3. Der Anteil der Bestände der sechs zivilen Departemente an den kumulierten Gesamtbeständen wird voraussichtlich rund 4 von 12 Laufkilometern betragen. Bei den Stellen war die Ausgangslage bei Projektbeginn 57 zivile zu 24 VBS-Stellen. Diese Ausgangslage ist bereits heute durch den raschen Fortschritt des Reformprojektes stark verändert. Es wird deshalb sowohl zu einer grösseren als der verlangten Gesamtstelleneinsparung als auch zu weiteren Synergiegewinnen im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit der Bibliothek führen, deren Aufgaben in den zivilen Bereichen eher zunehmen als in denjenigen des VBS.</p><p>4. Der bekannte Name "Eidgenössische Militärbibliothek" wird noch mehrere Jahre sowohl im Internet (auf Verweisseiten) als auch im Telefonbuch der Stadt Bern beibehalten werden, was den Partnerinstitutionen, Kundinnen und Kunden im In- wie im Ausland entgegenkommt.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, auf folgende Fragen Auskunft zu geben:</p><p>1. Wann, durch wen und auf welcher Rechtsgrundlage wurde eine Namensänderung der Eidgenössischen Militärbibliothek (EMB) beschlossen, wie lautet sie, und ab welchem Zeitpunkt soll sie gültig sein?</p><p>2. Stimmt es, dass im vorgesehenen neuen Namen die EMB nicht mehr enthalten ist, und aus welchem Grund?</p><p>3. Wie gross sind nach der Fusion der zivilen Departementsbibliotheken deren Anteile an der neuen Gesamtbibliothek in Zahlen und Prozenten an Personal bzw. Beständen?</p><p>4. Könnte der Bestandteil "Militärbibliothek" im neuen Namen sachdienlich beibehalten werden, um die in- und ausländischen Benützer, Forscher und Institutionen nicht zu verunsichern?</p><p>5. Wäre z. B. ein zivil-militärischer Name "Bundesbibliothek-Militärbibliothek" möglich, als Bezeichnung dieser öffentlichen Verwaltungsbibliothek der Eidgenossenschaft?</p>
- Eidgenössische Militärbibliothek. Vorgesehene Namensänderung
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