Früchte und Gemüse auf Flugreise. Deklaration des Energieverbrauchs

ShortId
07.3193
Id
20073193
Updated
28.07.2023 13:00
Language
de
Title
Früchte und Gemüse auf Flugreise. Deklaration des Energieverbrauchs
AdditionalIndexing
66;55;Obst;Lebensmitteldeklaration;Handel mit Agrarerzeugnissen;Güterverkehr;Energieverbrauch;verderbliches Lebensmittel;Gemüse;Energiebilanz
1
  • L05K0701020304, Handel mit Agrarerzeugnissen
  • L04K14020306, verderbliches Lebensmittel
  • L04K18010202, Güterverkehr
  • L05K1701010602, Energieverbrauch
  • L05K0105060601, Lebensmitteldeklaration
  • L04K17010106, Energiebilanz
  • L04K14020204, Obst
  • L04K14020202, Gemüse
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Güter sind heute wahre Weltreisende. Schaut man auf das Gemüse- und Früchtesortiment, sieht man, dass dort die Jahreszeiten verschwunden sind. Erdbeeren, Spargeln, Trauben haben in den Lebensmittelabteilungen immer Saison. Dass für die Produktion und vor allem auch den Transport von Früchten und Gemüse viel Energie verbraucht wird und dass dadurch das Klima aufgeheizt wird, ist vielen Konsumentinnen und Konsumenten nicht bewusst. Für einen Bund Schweizer Spargeln, den man im Mai kauft, wird für den Transport 0,3 Liter Erdöl aufgewendet. Spargeln aus Südamerika verbrauchen für den Transport im Flugzeug 17-mal mehr Energie. Die Anbieter begründen ihr Sortiment damit, dass die Kundschaft dies wolle. Doch die Kundinnen und Kunden sind sich je länger, je mehr auch der Tragweite des Klimawandels bewusst. Damit sie auch eigenverantwortlich handeln können, braucht es eine Deklaration, wie stark der Transport von Gemüse und Früchten das Klima belastet. Heute fehlt eine transparente Information. Der Bundesrat soll prüfen, wie eine einfache Deklaration in diesem Bereich aussehen könnte. Für diese Deklaration könnten allgemein anerkannte Durchschnittswerte angegeben werden, die aus Transportdistanz und Transportart (Schiff, Flugzeug, Lastwagen, Eisenbahn) errechnet werden können. Eine solche Deklaration wäre auch im Interesse der Schweizer Landwirtschaft. Schweizer Produkte würden gut abschneiden, weil sie nur über kurze Distanzen transportiert werden.</p>
  • <p>Der Bundesrat begrüsst grundsätzlich die Bemühungen für eine um den Energieverbrauch erweiterte Transparenz entlang der Handelskette bei der Beschaffung von Früchten und Gemüse. Die Grundlagen für eine staatliche Regelung in Form einer solchen Deklarationspflicht wären jedoch aufgrund der Unterschiede bei den verschiedenen Transportarten nur schwierig festzulegen und daher in der Praxis nur mit grossem Aufwand zu vollziehen. Auch bei einer Deklaration aufgrund von Durchschnittswerten wären die Datenerfordernisse und der damit verbundene Vollzugs- und Kontrollaufwand erheblich. Heute schon ermöglicht jedoch die Herkunftsdeklaration von Lebensmitteln der Konsumentin und dem Konsumenten eine Einschätzung über den Transportbedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie der Energieverbrauch und die damit verbundene Klimabelastung durch den Transport von importierten landwirtschaftlichen Produkten jeglicher Art, im Vergleich zu Schweizer Produkten, mit einem einfachen System deklariert werden können.</p>
  • Früchte und Gemüse auf Flugreise. Deklaration des Energieverbrauchs
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Güter sind heute wahre Weltreisende. Schaut man auf das Gemüse- und Früchtesortiment, sieht man, dass dort die Jahreszeiten verschwunden sind. Erdbeeren, Spargeln, Trauben haben in den Lebensmittelabteilungen immer Saison. Dass für die Produktion und vor allem auch den Transport von Früchten und Gemüse viel Energie verbraucht wird und dass dadurch das Klima aufgeheizt wird, ist vielen Konsumentinnen und Konsumenten nicht bewusst. Für einen Bund Schweizer Spargeln, den man im Mai kauft, wird für den Transport 0,3 Liter Erdöl aufgewendet. Spargeln aus Südamerika verbrauchen für den Transport im Flugzeug 17-mal mehr Energie. Die Anbieter begründen ihr Sortiment damit, dass die Kundschaft dies wolle. Doch die Kundinnen und Kunden sind sich je länger, je mehr auch der Tragweite des Klimawandels bewusst. Damit sie auch eigenverantwortlich handeln können, braucht es eine Deklaration, wie stark der Transport von Gemüse und Früchten das Klima belastet. Heute fehlt eine transparente Information. Der Bundesrat soll prüfen, wie eine einfache Deklaration in diesem Bereich aussehen könnte. Für diese Deklaration könnten allgemein anerkannte Durchschnittswerte angegeben werden, die aus Transportdistanz und Transportart (Schiff, Flugzeug, Lastwagen, Eisenbahn) errechnet werden können. Eine solche Deklaration wäre auch im Interesse der Schweizer Landwirtschaft. Schweizer Produkte würden gut abschneiden, weil sie nur über kurze Distanzen transportiert werden.</p>
    • <p>Der Bundesrat begrüsst grundsätzlich die Bemühungen für eine um den Energieverbrauch erweiterte Transparenz entlang der Handelskette bei der Beschaffung von Früchten und Gemüse. Die Grundlagen für eine staatliche Regelung in Form einer solchen Deklarationspflicht wären jedoch aufgrund der Unterschiede bei den verschiedenen Transportarten nur schwierig festzulegen und daher in der Praxis nur mit grossem Aufwand zu vollziehen. Auch bei einer Deklaration aufgrund von Durchschnittswerten wären die Datenerfordernisse und der damit verbundene Vollzugs- und Kontrollaufwand erheblich. Heute schon ermöglicht jedoch die Herkunftsdeklaration von Lebensmitteln der Konsumentin und dem Konsumenten eine Einschätzung über den Transportbedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie der Energieverbrauch und die damit verbundene Klimabelastung durch den Transport von importierten landwirtschaftlichen Produkten jeglicher Art, im Vergleich zu Schweizer Produkten, mit einem einfachen System deklariert werden können.</p>
    • Früchte und Gemüse auf Flugreise. Deklaration des Energieverbrauchs

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