Ökologischer und ökonomischer Spareffekt durch Motorabschalten
- ShortId
-
07.3248
- Id
-
20073248
- Updated
-
27.07.2023 22:12
- Language
-
de
- Title
-
Ökologischer und ökonomischer Spareffekt durch Motorabschalten
- AdditionalIndexing
-
52;48;Motorfahrzeug;Kohlendioxid;Motor;Verschmutzung durch das Auto;Strassenverkehrsordnung;Informationskampagne;Abgas;Benzin;Energieeinsparung
- 1
-
- L06K060201010101, Abgas
- L04K06020314, Verschmutzung durch das Auto
- L04K18030101, Motorfahrzeug
- L05K0705020605, Motor
- L04K18020406, Strassenverkehrsordnung
- L06K170401010101, Benzin
- L04K17010107, Energieeinsparung
- L05K1201020301, Informationskampagne
- L06K070501020901, Kohlendioxid
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Was früher wie ein Glaubenskrieg anmutete, ist heute erwiesen: Konsequentes Abschalten des Motors würde dazu führen, dass grosse Mengen CO2 weniger in die Atmosphäre gelangen. Das lohnt sich auch bei Kurzstopps: spätestens nach 20 Sekunden, bei bestimmten Motoren gar nach Bruchteilen von Sekunden. </p><p>Der TCS hat gemessen, dass ein durchschnittliches Auto im Leerlauf 0,017 Liter pro Minute verbraucht, also etwa einen Liter pro Stunde. Bei einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr stehe ein Auto etwa 50 Stunden vor Rotlichtern. Läuft dabei jeweils der Motor, verbraucht es sinnlos 50 Liter Treibstoff und entlässt 125 Kilo CO2 in die Atmosphäre. </p><p>Auch in Japan haben Testfahrten im August 2002 eindeutige Ergebnisse geliefert. Während 21 Tagen fuhren drei Autolenker auf 3700 Kilometer die Insel ab. Währenddem einer den Motor bei Stopps im Verkehr laufen liess, schalteten die anderen beiden Lenker jeweils ab - einer manuell, einer automatisch. Dadurch sparten sie durchschnittlich 5,8 Prozent Treibstoff (13,4 Prozent in den Städten und 3,4 Prozent auf Überlandstrecken). </p><p>2005 verbrauchten die gut fünf Millionen Motorfahrzeuge in der Schweiz insgesamt 4,826 Millionen Liter Benzin und 2,067 Millionen Liter Diesel. Diese Zahlen lassen erahnen, wie gross der Spareffekt in der Schweiz wäre.</p>
- <p>Es trifft zu, dass die Lenkerinnen und Lenker von Gesetzes wegen nach Strassenverkehrsrecht angehalten werden, den Motor auch bei kurzen, vor allem aber bei längeren Halten abzustellen, und dass sich ein erheblicher Anteil an Lenkerinnen und Lenkern nicht daran hält. Es ist auch unbestritten, dass das gezielte Motorabstellen eine kostengünstige Massnahme zur Reduktion des Treibstoffverbrauch darstellt.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung erneuerbarer Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Interpellation prüfen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat ist aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>- Wie gross schätzt er den Spareffekt im ökologischen (in kg CO2) wie auch im ökonomischen Sinne (Franken) ein bei konsequentem Motorabstellen in der Schweiz? </p><p>Obwohl die Lenkerinnen und Lenker von Gesetzes wegen verpflichtet sind, den Motor auch bei kurzen, sicher aber bei längeren Halten abzuschalten, halten sich heute nur sehr wenige daran. </p><p>- Wie kann dieses Verhalten nach Meinung des Bundesrates verbessert werden? </p><p>- Ist er bereit, Kampagnen für umweltbewusstes und verbrauchseffizientes Fahrverhalten zu unterstützen? </p><p>Eine wichtige Rolle könnten betreffend Sensibilisierung die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer - umweltschonendes Fahren gehört ja richtigerweise bereits heute zum Prüfungsstoff - sowie Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten in den Strassenverkehrsämtern spielen. </p><p>- Welche zusätzlichen Massnahmen könnten diesbezüglich für Verbesserungen sorgen?</p>
- Ökologischer und ökonomischer Spareffekt durch Motorabschalten
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Was früher wie ein Glaubenskrieg anmutete, ist heute erwiesen: Konsequentes Abschalten des Motors würde dazu führen, dass grosse Mengen CO2 weniger in die Atmosphäre gelangen. Das lohnt sich auch bei Kurzstopps: spätestens nach 20 Sekunden, bei bestimmten Motoren gar nach Bruchteilen von Sekunden. </p><p>Der TCS hat gemessen, dass ein durchschnittliches Auto im Leerlauf 0,017 Liter pro Minute verbraucht, also etwa einen Liter pro Stunde. Bei einer Fahrleistung von 15 000 Kilometern im Jahr stehe ein Auto etwa 50 Stunden vor Rotlichtern. Läuft dabei jeweils der Motor, verbraucht es sinnlos 50 Liter Treibstoff und entlässt 125 Kilo CO2 in die Atmosphäre. </p><p>Auch in Japan haben Testfahrten im August 2002 eindeutige Ergebnisse geliefert. Während 21 Tagen fuhren drei Autolenker auf 3700 Kilometer die Insel ab. Währenddem einer den Motor bei Stopps im Verkehr laufen liess, schalteten die anderen beiden Lenker jeweils ab - einer manuell, einer automatisch. Dadurch sparten sie durchschnittlich 5,8 Prozent Treibstoff (13,4 Prozent in den Städten und 3,4 Prozent auf Überlandstrecken). </p><p>2005 verbrauchten die gut fünf Millionen Motorfahrzeuge in der Schweiz insgesamt 4,826 Millionen Liter Benzin und 2,067 Millionen Liter Diesel. Diese Zahlen lassen erahnen, wie gross der Spareffekt in der Schweiz wäre.</p>
- <p>Es trifft zu, dass die Lenkerinnen und Lenker von Gesetzes wegen nach Strassenverkehrsrecht angehalten werden, den Motor auch bei kurzen, vor allem aber bei längeren Halten abzustellen, und dass sich ein erheblicher Anteil an Lenkerinnen und Lenkern nicht daran hält. Es ist auch unbestritten, dass das gezielte Motorabstellen eine kostengünstige Massnahme zur Reduktion des Treibstoffverbrauch darstellt.</p><p>Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Februar 2007 zur Energiestrategie Schweiz eine 4-Säulen-Politik beschlossen, die auf den Pfeilern Energieeffizienzmassnahmen, Förderung erneuerbarer Energien, Energieaussenpolitik sowie Grosskraftwerke beruht. Der Bundesrat erteilte dem UVEK den Auftrag, bis Ende 2007 Aktionspläne zu Energieeffizienzmassnahmen in allen Bereichen sowie zur Förderung der erneuerbaren Energien zu erarbeiten. Der Bundesrat wird Ende 2007 nach Vorliegen dieser Aktionspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden. Das UVEK wird im Rahmen der Erstellung der Aktionspläne auch Massnahmen gemäss dem Inhalt der vorliegenden Interpellation prüfen.</p> Antwort des Bundesrates.
- <p>Der Bundesrat ist aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>- Wie gross schätzt er den Spareffekt im ökologischen (in kg CO2) wie auch im ökonomischen Sinne (Franken) ein bei konsequentem Motorabstellen in der Schweiz? </p><p>Obwohl die Lenkerinnen und Lenker von Gesetzes wegen verpflichtet sind, den Motor auch bei kurzen, sicher aber bei längeren Halten abzuschalten, halten sich heute nur sehr wenige daran. </p><p>- Wie kann dieses Verhalten nach Meinung des Bundesrates verbessert werden? </p><p>- Ist er bereit, Kampagnen für umweltbewusstes und verbrauchseffizientes Fahrverhalten zu unterstützen? </p><p>Eine wichtige Rolle könnten betreffend Sensibilisierung die Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer - umweltschonendes Fahren gehört ja richtigerweise bereits heute zum Prüfungsstoff - sowie Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten in den Strassenverkehrsämtern spielen. </p><p>- Welche zusätzlichen Massnahmen könnten diesbezüglich für Verbesserungen sorgen?</p>
- Ökologischer und ökonomischer Spareffekt durch Motorabschalten
Back to List