Prävention und Gesundheitsförderung
- ShortId
-
07.3261
- Id
-
20073261
- Updated
-
28.07.2023 09:57
- Language
-
de
- Title
-
Prävention und Gesundheitsförderung
- AdditionalIndexing
-
2841;Gesundheitsförderung;Gesundheitsrisiko;Prävention;Evaluation;Controlling;Krankheit
- 1
-
- L05K0105050702, Prävention
- L04K01050507, Gesundheitsförderung
- L04K08020302, Evaluation
- L03K010501, Krankheit
- L04K01050510, Gesundheitsrisiko
- L05K0703050102, Controlling
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Im Bericht über das Gesundheitswesen der Schweiz, den die OECD und die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2006 gemeinsam verfasst haben, wird festgestellt, dass die Schweiz im Vergleich mit anderen OECD-Ländern sehr wenig Geld in die Prävention und Gesundheitsförderung investiert. Dies erstaunt angesichts der Tatsache, dass nachgewiesenermassen Phänomene wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress am Arbeitsplatz zu beobachten sind, die als Risikofaktoren für Krankheiten mit oft chronischen Verläufen gelten.</p><p>Die Prävention und Gesundheitsförderung wird in der Schweiz teilweise vom Bund, aber auch von Kantonen, Gemeinden und nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt. Dabei fällt auf, dass die Aktivitäten der verschiedenen Akteure teilweise wenig bis gar nicht koordiniert werden. Es mangelt an einer kohärenten und nachhaltig ausgerichteten Politik sowie an übergreifenden Rechtsgrundlagen mit klarer Kompetenzordnung. Von einer kohärenten und wirkungsvollen Prävention und Gesundheitsförderung kann nur dann gesprochen werden, wenn sie dort ansetzt, wo die krankmachenden Risikofaktoren ihren Ursprung haben, und wenn sie kontinuierlich weitergeführt wird. Langfristige Strategien mit umfassendem Einbezug der Einflussfaktoren in allen Politikbereichen führen eher zum Erfolg als kurzfristige und unkoordinierte Interventionen.</p><p>Die Anreize für Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung sind in der Schweiz zu schwach, und kostenwirksame Interventionen werden viel zu wenig genutzt. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die durch beeinflussbare Krankheiten bzw. Risikofaktoren verursacht werden, könnten mit wirkungsvoller und nachhaltiger Prävention und Gesundheitsförderung drastisch gesenkt und die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen günstig beeinflusst werden.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die gesetzliche Grundlage für eine koordinierte Planung, Durchführung und Evaluation von Massnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen. Der Bekämpfung von nicht übertragbaren Krankheiten ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken.</p>
- Prävention und Gesundheitsförderung
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Im Bericht über das Gesundheitswesen der Schweiz, den die OECD und die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2006 gemeinsam verfasst haben, wird festgestellt, dass die Schweiz im Vergleich mit anderen OECD-Ländern sehr wenig Geld in die Prävention und Gesundheitsförderung investiert. Dies erstaunt angesichts der Tatsache, dass nachgewiesenermassen Phänomene wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress am Arbeitsplatz zu beobachten sind, die als Risikofaktoren für Krankheiten mit oft chronischen Verläufen gelten.</p><p>Die Prävention und Gesundheitsförderung wird in der Schweiz teilweise vom Bund, aber auch von Kantonen, Gemeinden und nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt. Dabei fällt auf, dass die Aktivitäten der verschiedenen Akteure teilweise wenig bis gar nicht koordiniert werden. Es mangelt an einer kohärenten und nachhaltig ausgerichteten Politik sowie an übergreifenden Rechtsgrundlagen mit klarer Kompetenzordnung. Von einer kohärenten und wirkungsvollen Prävention und Gesundheitsförderung kann nur dann gesprochen werden, wenn sie dort ansetzt, wo die krankmachenden Risikofaktoren ihren Ursprung haben, und wenn sie kontinuierlich weitergeführt wird. Langfristige Strategien mit umfassendem Einbezug der Einflussfaktoren in allen Politikbereichen führen eher zum Erfolg als kurzfristige und unkoordinierte Interventionen.</p><p>Die Anreize für Investitionen in Prävention und Gesundheitsförderung sind in der Schweiz zu schwach, und kostenwirksame Interventionen werden viel zu wenig genutzt. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die durch beeinflussbare Krankheiten bzw. Risikofaktoren verursacht werden, könnten mit wirkungsvoller und nachhaltiger Prävention und Gesundheitsförderung drastisch gesenkt und die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen günstig beeinflusst werden.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird eingeladen, die gesetzliche Grundlage für eine koordinierte Planung, Durchführung und Evaluation von Massnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen. Der Bekämpfung von nicht übertragbaren Krankheiten ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu schenken.</p>
- Prävention und Gesundheitsförderung
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