Überprüfung der Führungsstruktur des ETH-Bereiches
- ShortId
-
07.3315
- Id
-
20073315
- Updated
-
14.11.2025 07:00
- Language
-
de
- Title
-
Überprüfung der Führungsstruktur des ETH-Bereiches
- AdditionalIndexing
-
32;ETH-Rat;Betriebsmodernisierung;Führungsstruktur;Organigramm;Controlling;ETH;Qualitätssicherung
- 1
-
- L05K1302050101, ETH
- L05K0702050306, Führungsstruktur
- L06K070305020401, Qualitätssicherung
- L05K0703050102, Controlling
- L06K080406010101, ETH-Rat
- L05K0703050203, Organigramm
- L05K0703040301, Betriebsmodernisierung
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Aufgrund der Präsidentenwahl an der ETH Zürich und der von der ETH Zürich erfolgten Aufsichtsbeschwerde gegen die Budgetierung des ETH-Rates werden die Strukturen des ETH-Bereiches breit hinterfragt. Nicht zum ersten Mal: Bei der letzten Gesetzesrevision 2002/03 wurden - aufgrund der kritischen Beurteilung des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates - speziell in der WBK-N die Abschaffung des ETH-Rates und eine Stärkung der beiden ETH durch je eigene Hochschulräte diskutiert. Schon damals wurde bezweifelt, dass mit diesem ETH-Rat die für die innovative Entwicklung der international exzellenten Hochschulen und Anstalten nötige Trennung von strategischer und operativer Verantwortung garantiert werden kann.</p><p>Beide ETH, besonders aber diejenige in Zürich, sind massgeblich am bisher hervorragenden internationalen Ruf der Schweiz als Bildungs- und Forschungsnation beteiligt. Gegenwärtig gerät der ETH-Bereich immer mehr in Schieflage, was sein Ansehen betrifft. Nicht wegen mangelnder wissenschaftlicher Leistungen, einzig wegen Governance-Problemen. Dies kann rasch auch negative Konsequenzen auf das Fundraising, auf die Beschaffung von Drittmitteln, haben. Die Führungs- und Strukturprobleme bedürfen deshalb dringend einer Lösung, damit Ansehen und Leistungsfähigkeit der ETH nicht nachhaltig geschädigt werden.</p><p>Bundesrat und Parlament sind - auch mit Blick auf das neue Hochschulrahmengesetz - zu einer vorurteilslosen Überprüfung der ETH-Strukturen und zur Ergreifung korrigierender Massnahmen verpflichtet.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu prüfen und bis spätestens Ende 2007 einen Bericht vorzulegen:</p><p>1. Was spricht dafür, dass die heutige Organisation des ETH-Bereiches für die Sicherung der Qualität, der Führung und Steuerung des ETH-Bereiches optimal ist? Wo haben sich seit der letzten Revision des Bundesgesetzes über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Probleme bzw. Verbesserungsbedarf ergeben?</p><p>2. Was spricht für die Beibehaltung des ETH-Rates? Wie müsste dieser organisiert sein, damit die strikte Trennung des Strategischen vom Operativen verwirklicht und damit verbunden die Förderung der Autonomie der Schulen gestärkt werden kann? Welche Erfahrungen resultieren aus der Rollenteilung bzw. -überschneidung zwischen den Akteuren des BFI-Systems (vor allem SBF)?</p><p>3. Welche alternativen Steuerungsinstrumente sind aus heutiger Sicht vorstellbar? Welche vergleichbaren ausländischen Hochschulen können als Modelle beigezogen werden?</p><p>4. Welche Vorteile hat speziell die Neuordnung in zwei voneinander unabhängig geführte Hochschulen? Wie können in diesem Modell die Forschungsanstalten neu situiert werden?</p><p>5. Welche inhaltlichen und zeitlichen Konsequenzen hat eine Überprüfung und mögliche Neuordnung der ETH-Strukturen im ETH-Gesetz auf das sich in Ausarbeitung befindende Hochschulrahmengesetz?</p>
- Überprüfung der Führungsstruktur des ETH-Bereiches
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Aufgrund der Präsidentenwahl an der ETH Zürich und der von der ETH Zürich erfolgten Aufsichtsbeschwerde gegen die Budgetierung des ETH-Rates werden die Strukturen des ETH-Bereiches breit hinterfragt. Nicht zum ersten Mal: Bei der letzten Gesetzesrevision 2002/03 wurden - aufgrund der kritischen Beurteilung des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates - speziell in der WBK-N die Abschaffung des ETH-Rates und eine Stärkung der beiden ETH durch je eigene Hochschulräte diskutiert. Schon damals wurde bezweifelt, dass mit diesem ETH-Rat die für die innovative Entwicklung der international exzellenten Hochschulen und Anstalten nötige Trennung von strategischer und operativer Verantwortung garantiert werden kann.</p><p>Beide ETH, besonders aber diejenige in Zürich, sind massgeblich am bisher hervorragenden internationalen Ruf der Schweiz als Bildungs- und Forschungsnation beteiligt. Gegenwärtig gerät der ETH-Bereich immer mehr in Schieflage, was sein Ansehen betrifft. Nicht wegen mangelnder wissenschaftlicher Leistungen, einzig wegen Governance-Problemen. Dies kann rasch auch negative Konsequenzen auf das Fundraising, auf die Beschaffung von Drittmitteln, haben. Die Führungs- und Strukturprobleme bedürfen deshalb dringend einer Lösung, damit Ansehen und Leistungsfähigkeit der ETH nicht nachhaltig geschädigt werden.</p><p>Bundesrat und Parlament sind - auch mit Blick auf das neue Hochschulrahmengesetz - zu einer vorurteilslosen Überprüfung der ETH-Strukturen und zur Ergreifung korrigierender Massnahmen verpflichtet.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu prüfen und bis spätestens Ende 2007 einen Bericht vorzulegen:</p><p>1. Was spricht dafür, dass die heutige Organisation des ETH-Bereiches für die Sicherung der Qualität, der Führung und Steuerung des ETH-Bereiches optimal ist? Wo haben sich seit der letzten Revision des Bundesgesetzes über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Probleme bzw. Verbesserungsbedarf ergeben?</p><p>2. Was spricht für die Beibehaltung des ETH-Rates? Wie müsste dieser organisiert sein, damit die strikte Trennung des Strategischen vom Operativen verwirklicht und damit verbunden die Förderung der Autonomie der Schulen gestärkt werden kann? Welche Erfahrungen resultieren aus der Rollenteilung bzw. -überschneidung zwischen den Akteuren des BFI-Systems (vor allem SBF)?</p><p>3. Welche alternativen Steuerungsinstrumente sind aus heutiger Sicht vorstellbar? Welche vergleichbaren ausländischen Hochschulen können als Modelle beigezogen werden?</p><p>4. Welche Vorteile hat speziell die Neuordnung in zwei voneinander unabhängig geführte Hochschulen? Wie können in diesem Modell die Forschungsanstalten neu situiert werden?</p><p>5. Welche inhaltlichen und zeitlichen Konsequenzen hat eine Überprüfung und mögliche Neuordnung der ETH-Strukturen im ETH-Gesetz auf das sich in Ausarbeitung befindende Hochschulrahmengesetz?</p>
- Überprüfung der Führungsstruktur des ETH-Bereiches
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