Aktualisierte AHV-Zahlen

ShortId
07.3396
Id
20073396
Updated
25.06.2025 00:26
Language
de
Title
Aktualisierte AHV-Zahlen
AdditionalIndexing
28;Bericht;Prognose;AHV;Finanzierung;AHV-Revision;Statistik
1
  • L05K0104010101, AHV
  • L03K110902, Finanzierung
  • L03K020206, Bericht
  • L03K020218, Statistik
  • L06K010401010103, AHV-Revision
  • L05K1602010701, Prognose
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Die AHV weist per Ende 2006 einen Fondsbestand von rund 32,1 Milliarden Franken aus. Das sind fast 20 Milliarden Franken mehr, als in der Botschaft zur 11. AHV-Revision angegeben wurde. Die Berechnungen für diese Botschaft basierten auf der Betriebsrechnung 1998 und haben die Ausgaben über- und die Einnahmen unterschätzt. In zwei Bereichen weichen die Abrechnungsergebnisse wesentlich von den düsteren Prognosen ab. Zum einen fielen die Ausgaben zulasten der Versicherung um insgesamt 7,4 Milliarden Franken geringer aus. Zum andern waren die Beiträge der Versicherten um 10,0 Milliarden Franken höher. Auch der Ertrag der Anlagen und der Spielbanken trug zum Gesamtergebnis bei.</p><p>Konkret wurden die Auswirkungen der 10. AHV-Revision, insbesondere die Vorbezugsquoten beim Rentenvorbezug, überschätzt. Andererseits fielen die Entlastungen durch die bilateralen Verträge grösser aus. </p><p>Die Beitragsunterschätzung ist auf das viel grössere Wirtschaftswachstum zurückzuführen, als dies den Prognosen zugrunde lag. Auch hat sich die Zahl der erwerbsfähigen Personen in der Schweiz stärker entwickelt als angenommen.</p><p>Markante Wachstumsschübe beeinflussen die weiteren Entwicklungen enorm. Das wird sich in absehbarer Zeit noch verstärken; denn die Wirtschaftsprognosen lauten weiterhin günstig. Das wird sich auf die AHV-Rechnung nochmals günstig auswirken. Es ist daher an der Zeit, der Realität ins Auge zu schauen.</p><p>Die ursprünglich nur pessimistischen, heute aber objektiv falschen Einschätzungen erschweren eine angemessene AHV-Politik. Zur Debatte stehen aktuell eine Neuauflage der 11. AHV-Revision und die eidgenössische Volksinitiative für ein flexibles AHV-Rentenalter. </p><p>Beide Vorlagen sind für die Bevölkerung von grosser Bedeutung. Für eine seriöse Politik ist es unabdingbar, dass sie sich auf verlässliche Daten stützen kann. Diese müssen auch den eidgenössischen Räten zur Verfügung stehen.</p>
  • <p>Die Mitglieder der vorberatenden Kommission werden jeweils über den aktuellen Stand der finanziellen Lage der AHV informiert. Die langfristigen Finanzhaushalte basieren auf den demografischen und wirtschaftlichen Vorgaben der Eidgenössischen AHV/IV-Kommission vom 16. November 2006 und werden laufend den effektiven Ergebnissen angepasst. Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht mit den aktuellen Finanzhaushalten der AHV und einer Erläuterung der Berechnungsgrundlagen zu verfassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten zu den hängigen bzw. laufenden AHV-relevanten Geschäften Zusatzberichte abzugeben, die die geänderten objektiven Bedingungen der AHV-Finanzierung berücksichtigen und plausiblere Prognosen machen als im Rahmen der 11. AHV-Revision.</p>
  • Aktualisierte AHV-Zahlen
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Die AHV weist per Ende 2006 einen Fondsbestand von rund 32,1 Milliarden Franken aus. Das sind fast 20 Milliarden Franken mehr, als in der Botschaft zur 11. AHV-Revision angegeben wurde. Die Berechnungen für diese Botschaft basierten auf der Betriebsrechnung 1998 und haben die Ausgaben über- und die Einnahmen unterschätzt. In zwei Bereichen weichen die Abrechnungsergebnisse wesentlich von den düsteren Prognosen ab. Zum einen fielen die Ausgaben zulasten der Versicherung um insgesamt 7,4 Milliarden Franken geringer aus. Zum andern waren die Beiträge der Versicherten um 10,0 Milliarden Franken höher. Auch der Ertrag der Anlagen und der Spielbanken trug zum Gesamtergebnis bei.</p><p>Konkret wurden die Auswirkungen der 10. AHV-Revision, insbesondere die Vorbezugsquoten beim Rentenvorbezug, überschätzt. Andererseits fielen die Entlastungen durch die bilateralen Verträge grösser aus. </p><p>Die Beitragsunterschätzung ist auf das viel grössere Wirtschaftswachstum zurückzuführen, als dies den Prognosen zugrunde lag. Auch hat sich die Zahl der erwerbsfähigen Personen in der Schweiz stärker entwickelt als angenommen.</p><p>Markante Wachstumsschübe beeinflussen die weiteren Entwicklungen enorm. Das wird sich in absehbarer Zeit noch verstärken; denn die Wirtschaftsprognosen lauten weiterhin günstig. Das wird sich auf die AHV-Rechnung nochmals günstig auswirken. Es ist daher an der Zeit, der Realität ins Auge zu schauen.</p><p>Die ursprünglich nur pessimistischen, heute aber objektiv falschen Einschätzungen erschweren eine angemessene AHV-Politik. Zur Debatte stehen aktuell eine Neuauflage der 11. AHV-Revision und die eidgenössische Volksinitiative für ein flexibles AHV-Rentenalter. </p><p>Beide Vorlagen sind für die Bevölkerung von grosser Bedeutung. Für eine seriöse Politik ist es unabdingbar, dass sie sich auf verlässliche Daten stützen kann. Diese müssen auch den eidgenössischen Räten zur Verfügung stehen.</p>
    • <p>Die Mitglieder der vorberatenden Kommission werden jeweils über den aktuellen Stand der finanziellen Lage der AHV informiert. Die langfristigen Finanzhaushalte basieren auf den demografischen und wirtschaftlichen Vorgaben der Eidgenössischen AHV/IV-Kommission vom 16. November 2006 und werden laufend den effektiven Ergebnissen angepasst. Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht mit den aktuellen Finanzhaushalten der AHV und einer Erläuterung der Berechnungsgrundlagen zu verfassen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten zu den hängigen bzw. laufenden AHV-relevanten Geschäften Zusatzberichte abzugeben, die die geänderten objektiven Bedingungen der AHV-Finanzierung berücksichtigen und plausiblere Prognosen machen als im Rahmen der 11. AHV-Revision.</p>
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