Erhebung des Leerwohnungsbestandes

ShortId
07.3476
Id
20073476
Updated
28.07.2023 10:41
Language
de
Title
Erhebung des Leerwohnungsbestandes
AdditionalIndexing
2846;Mietwohnung;Verzeichnis;Wohnung;Wohnungsmarkt;Wohnungsbedarf;Statistik
1
  • L04K01020111, Wohnungsmarkt
  • L03K010201, Wohnung
  • L03K020218, Statistik
  • L04K02020702, Verzeichnis
  • L04K01020108, Mietwohnung
  • L04K01020605, Wohnungsbedarf
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>lm Anschluss an meine Motion 03.3383 vom 26. Juni 2003, "Wohnungsmarkt. Ersatz der Leerstandsziffer", und die Anfrage vom 3. Oktober 2003, "Kosten und Bedeutung der Leerstandsziffer", hat die Verwaltung zu diesem Themenkomplex eine Studie in Auftrag gegeben. </p><p>Der erste Studienteil ergab, dass die Leerstandsziffer ein wichtiger Indikator ist, um die aktuelle Situation und Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt beurteilen zu können. Ferner wurde deutlich, dass auch andere Indikatoren wie z. B. die Vermarktungsdauer von Wohnungen von Bedeutung sind. Wünschbar wäre, auch solche weitere Kennzahlen in die Beurteilung des Wohnungsmarktes aufzunehmen.</p><p>Der zweite Studienteil zeigt auf, dass die Qualität der heutigen Leerstandsmessung grosse Mängel aufweist. Er zeigt auch, dass eine Abstützung auf Inseratedatenbanken mit einem grösseren Aufwand bei der Eliminierung von Doppelnennungen und beim Abgleich mit Printinseraten verbunden ist. Allerdings bestehen heute bereits solche Systeme, und sie werden von der Immobilienbranche in zunehmendem Masse benutzt. Dabei zeigt sich, dass die Auswertung von Inseraten zwar aufwendig, aber durchaus zweckmässig ist.</p><p>Zwecks Modernisierung der Volkszählung und Vereinfachung weiterer statistischer Erhebungen wurde vom Bundesamt für Statistik, ausgehend vom Datenbestand der Gebäude- und Wohnungserhebung, das GWR aufgebaut, welches zusammen mit der jährlichen Bauerhebung laufend aktualisiert wird. Das Harmonisierungsgesetz, auf welchem die Harmonisierung der Einwohnerregister und die Verknüpfung mit dem GWR basieren, trat am 1. November 2006 in Kraft. Die volle Nutzung der sich durch die Registerharmonisierung ergebenden Möglichkeiten ist zeitlich noch offen und dürfte erst etwa 2012 eintreten. Die gestellten Fragen sollen dazu führen, diesen Prozess zu beschleunigen oder geeignete Zwischenlösungen rasch zu realisieren.</p>
  • <p>Im Jahre 2001 wurde mit der produktiven Einführung der koordinierten Erhebung der jährlichen Bau- und Wohnbaustatistik und dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) die Basis für eine registergestützte Datenbeschaffung gelegt, welche spätestens mit der obligatorischen Zuweisung des Eidgenössischen Wohnungsidentifikators (EWID) im Einwohnerregister (EWR) abgeschlossen ist.</p><p>Um den neuen Anforderungen sowie den Verpflichtungen, welche die Schweiz aufgrund des bilateralen Abkommens mit der EU eingegangen ist, gerecht zu werden, hat das Bundesamt für Statistik (BFS) das Projekt "Bauen + Wohnen" initialisiert, welches u. a. auch die Modernisierung und Verbesserung der heutigen Leerwohnungsstatistik zum Thema hat.</p><p>Die Fragen beantwortet der Bundesrat wie folgt.</p><p>1. Das BFS beabsichtigt, durch eine Verknüpfung der Bestandesdaten aus dem Eidgenössischen GWR mit den harmonisierten Daten der EWR die Datenbeschaffung für die Leerwohnungsstatistik grundlegend zu erneuern, um damit die Qualität der Leerwohnungsstatistik zu verbessern und gleichzeitig den Erhebungsaufwand möglichst zu reduzieren.</p><p>2. Die Umsetzung dieser methodischen Änderung erfordert eine Zuweisung des Eidgenössischen Gebäudeidentifikators und des EWID in den kommunalen Einwohnerregistern, welche voraussichtlich Ende 2012 vollständig erfolgt sein wird. Mit einer auf den Daten des Eidgenössischen GWR und der harmonisierten EWR basierenden gesamtschweizerischen Leerwohnungserhebung kann daher erst ab dem Jahre 2013 gerechnet werden. Erste Testerhebungen und Testauswertungen sind jedoch schon wesentlich früher möglich.</p><p>3. Zurzeit werden verschiedene bestehende Datenpools im Immobilienbereich durch das BFS evaluiert und auf ihr Potenzial für statistische Analysen geprüft. Dabei wird sowohl die Verknüpfung dieser Datenquellen mit dem Eidgenössischen GWR als auch deren direkte Nutzung für die Statistikproduktion untersucht. Ziel der Abklärungen und Untersuchungen ist es, möglichst effiziente und einheitliche Datenbeschaffungsprozesse zu erhalten.</p><p>4. Bis zur Realisierung einer auf dem Eidgenössischen GWR und den harmonisierten EWR basierenden Leerwohnungsstatistik sind qualitativ bessere Zwischenlösungen, ausgehend von der heutigen Methode, nur beschränkt möglich. Aufgrund von Kosten-Nutzen-Überlegungen dürften sich diese jedoch erübrigen, da ab dem Jahr 2010 zusätzlich parallele Testauswertungen gemäss neuer Methodik möglich sein werden.</p><p>5. Die heutige Erhebung lässt möglicherweise gewisse Erweiterungen der Angebots- und Nachfrageindikatoren sowie eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Erhebungsmethoden zu. Diese Änderungen dürften jedoch aus finanziellen Überlegungen und wegen der beschränkten zeitlichen Dauer ausser Betracht fallen. Zudem können weitere Aussagen zu den Wohnungsleerständen in Testauswertungen bereits ab dem Jahr 2010 und anhand von registergestützten Angaben ab dem Jahr 2013 gemacht werden.</p><p>6. Ab dem Jahr 2010 sollte die Verknüpfung der harmonisierten EWR mit dem Gebäude- und Wohnungsregister erste Testauswertungen erlauben, während vorgesehen ist, die heutige Erhebung bis 2012 weiterhin durchzuführen. Eine Zwischenlösung kann voraussichtlich im Jahre 2009 mit den Erhebungsdaten des Jahres 2008 realisiert werden, dabei müssen aber auch immer noch Kosten-Nutzen-Überlegungen mit einbezogen werden.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Die Aussagekraft der heutigen Leerwohnungszählung ist offensichtlich sehr begrenzt. Ihre Weiterführung ist nur sinnvoll, wenn sich entweder ihre Qualität markant verbessern lässt, oder sich mittels anderer Statistiken brauchbarere Informationen generieren lassen.</p><p>Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p><p>1. Könnte das mit den Einwohnerregistern verknüpfte Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) zur qualitativen Verbesserung der heutigen mangelhaften Leerwohnungsstatistik genutzt werden?</p><p>2. Ab wann könnte diese methodische Änderung umgesetzt werden?</p><p>3. Welche Möglichkeiten ergäben sich durch die Verknüpfung mit bestehenden Bestandesdatenpools im Wohnungsbereich?</p><p>4. Wäre eine qualitativ bessere Zwischenlösung basierend auf der heutigen Methode möglich, sofern der Weg über das neue GWR länger als bis 2010 dauert?</p><p>5. Welche qualitativen Verbesserungen könnten dabei vorgenommen werden?</p><p>6. Ab wann könnte diese Zwischenlösung umgesetzt werden?</p>
  • Erhebung des Leerwohnungsbestandes
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>lm Anschluss an meine Motion 03.3383 vom 26. Juni 2003, "Wohnungsmarkt. Ersatz der Leerstandsziffer", und die Anfrage vom 3. Oktober 2003, "Kosten und Bedeutung der Leerstandsziffer", hat die Verwaltung zu diesem Themenkomplex eine Studie in Auftrag gegeben. </p><p>Der erste Studienteil ergab, dass die Leerstandsziffer ein wichtiger Indikator ist, um die aktuelle Situation und Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt beurteilen zu können. Ferner wurde deutlich, dass auch andere Indikatoren wie z. B. die Vermarktungsdauer von Wohnungen von Bedeutung sind. Wünschbar wäre, auch solche weitere Kennzahlen in die Beurteilung des Wohnungsmarktes aufzunehmen.</p><p>Der zweite Studienteil zeigt auf, dass die Qualität der heutigen Leerstandsmessung grosse Mängel aufweist. Er zeigt auch, dass eine Abstützung auf Inseratedatenbanken mit einem grösseren Aufwand bei der Eliminierung von Doppelnennungen und beim Abgleich mit Printinseraten verbunden ist. Allerdings bestehen heute bereits solche Systeme, und sie werden von der Immobilienbranche in zunehmendem Masse benutzt. Dabei zeigt sich, dass die Auswertung von Inseraten zwar aufwendig, aber durchaus zweckmässig ist.</p><p>Zwecks Modernisierung der Volkszählung und Vereinfachung weiterer statistischer Erhebungen wurde vom Bundesamt für Statistik, ausgehend vom Datenbestand der Gebäude- und Wohnungserhebung, das GWR aufgebaut, welches zusammen mit der jährlichen Bauerhebung laufend aktualisiert wird. Das Harmonisierungsgesetz, auf welchem die Harmonisierung der Einwohnerregister und die Verknüpfung mit dem GWR basieren, trat am 1. November 2006 in Kraft. Die volle Nutzung der sich durch die Registerharmonisierung ergebenden Möglichkeiten ist zeitlich noch offen und dürfte erst etwa 2012 eintreten. Die gestellten Fragen sollen dazu führen, diesen Prozess zu beschleunigen oder geeignete Zwischenlösungen rasch zu realisieren.</p>
    • <p>Im Jahre 2001 wurde mit der produktiven Einführung der koordinierten Erhebung der jährlichen Bau- und Wohnbaustatistik und dem Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) die Basis für eine registergestützte Datenbeschaffung gelegt, welche spätestens mit der obligatorischen Zuweisung des Eidgenössischen Wohnungsidentifikators (EWID) im Einwohnerregister (EWR) abgeschlossen ist.</p><p>Um den neuen Anforderungen sowie den Verpflichtungen, welche die Schweiz aufgrund des bilateralen Abkommens mit der EU eingegangen ist, gerecht zu werden, hat das Bundesamt für Statistik (BFS) das Projekt "Bauen + Wohnen" initialisiert, welches u. a. auch die Modernisierung und Verbesserung der heutigen Leerwohnungsstatistik zum Thema hat.</p><p>Die Fragen beantwortet der Bundesrat wie folgt.</p><p>1. Das BFS beabsichtigt, durch eine Verknüpfung der Bestandesdaten aus dem Eidgenössischen GWR mit den harmonisierten Daten der EWR die Datenbeschaffung für die Leerwohnungsstatistik grundlegend zu erneuern, um damit die Qualität der Leerwohnungsstatistik zu verbessern und gleichzeitig den Erhebungsaufwand möglichst zu reduzieren.</p><p>2. Die Umsetzung dieser methodischen Änderung erfordert eine Zuweisung des Eidgenössischen Gebäudeidentifikators und des EWID in den kommunalen Einwohnerregistern, welche voraussichtlich Ende 2012 vollständig erfolgt sein wird. Mit einer auf den Daten des Eidgenössischen GWR und der harmonisierten EWR basierenden gesamtschweizerischen Leerwohnungserhebung kann daher erst ab dem Jahre 2013 gerechnet werden. Erste Testerhebungen und Testauswertungen sind jedoch schon wesentlich früher möglich.</p><p>3. Zurzeit werden verschiedene bestehende Datenpools im Immobilienbereich durch das BFS evaluiert und auf ihr Potenzial für statistische Analysen geprüft. Dabei wird sowohl die Verknüpfung dieser Datenquellen mit dem Eidgenössischen GWR als auch deren direkte Nutzung für die Statistikproduktion untersucht. Ziel der Abklärungen und Untersuchungen ist es, möglichst effiziente und einheitliche Datenbeschaffungsprozesse zu erhalten.</p><p>4. Bis zur Realisierung einer auf dem Eidgenössischen GWR und den harmonisierten EWR basierenden Leerwohnungsstatistik sind qualitativ bessere Zwischenlösungen, ausgehend von der heutigen Methode, nur beschränkt möglich. Aufgrund von Kosten-Nutzen-Überlegungen dürften sich diese jedoch erübrigen, da ab dem Jahr 2010 zusätzlich parallele Testauswertungen gemäss neuer Methodik möglich sein werden.</p><p>5. Die heutige Erhebung lässt möglicherweise gewisse Erweiterungen der Angebots- und Nachfrageindikatoren sowie eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der Erhebungsmethoden zu. Diese Änderungen dürften jedoch aus finanziellen Überlegungen und wegen der beschränkten zeitlichen Dauer ausser Betracht fallen. Zudem können weitere Aussagen zu den Wohnungsleerständen in Testauswertungen bereits ab dem Jahr 2010 und anhand von registergestützten Angaben ab dem Jahr 2013 gemacht werden.</p><p>6. Ab dem Jahr 2010 sollte die Verknüpfung der harmonisierten EWR mit dem Gebäude- und Wohnungsregister erste Testauswertungen erlauben, während vorgesehen ist, die heutige Erhebung bis 2012 weiterhin durchzuführen. Eine Zwischenlösung kann voraussichtlich im Jahre 2009 mit den Erhebungsdaten des Jahres 2008 realisiert werden, dabei müssen aber auch immer noch Kosten-Nutzen-Überlegungen mit einbezogen werden.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Die Aussagekraft der heutigen Leerwohnungszählung ist offensichtlich sehr begrenzt. Ihre Weiterführung ist nur sinnvoll, wenn sich entweder ihre Qualität markant verbessern lässt, oder sich mittels anderer Statistiken brauchbarere Informationen generieren lassen.</p><p>Daraus ergeben sich folgende Fragen:</p><p>1. Könnte das mit den Einwohnerregistern verknüpfte Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) zur qualitativen Verbesserung der heutigen mangelhaften Leerwohnungsstatistik genutzt werden?</p><p>2. Ab wann könnte diese methodische Änderung umgesetzt werden?</p><p>3. Welche Möglichkeiten ergäben sich durch die Verknüpfung mit bestehenden Bestandesdatenpools im Wohnungsbereich?</p><p>4. Wäre eine qualitativ bessere Zwischenlösung basierend auf der heutigen Methode möglich, sofern der Weg über das neue GWR länger als bis 2010 dauert?</p><p>5. Welche qualitativen Verbesserungen könnten dabei vorgenommen werden?</p><p>6. Ab wann könnte diese Zwischenlösung umgesetzt werden?</p>
    • Erhebung des Leerwohnungsbestandes

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