Nationale Konferenz gegen Jugendgewalt
- ShortId
-
07.3485
- Id
-
20073485
- Updated
-
27.07.2023 19:20
- Language
-
de
- Title
-
Nationale Konferenz gegen Jugendgewalt
- AdditionalIndexing
-
28;junger Mensch;Konferenz;Jugendarbeit;Koordination;Gewalt;Sozialarbeit
- 1
-
- L04K01010207, Gewalt
- L05K0107010204, junger Mensch
- L04K01040205, Jugendarbeit
- L04K08020314, Koordination
- L04K01040405, Sozialarbeit
- L05K1201010301, Konferenz
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Form und Intensität jüngst bekanntgewordener Fälle von Jugendgewalt haben die Öffentlichkeit schockiert. Der Ruf nach entschlossenem Handeln gegen Gewaltexzesse ist laut. Wir brauchen eine Politik, welche die Jugendgewalt nachhaltig eindämmt und die beiden Handlungsebenen der kurzfristigen Intervention sowie der langfristigen Ursachenbekämpfung vereint. Eine Kultur des Hinschauens, klare Grenzen und soziale Integrationsmassnahmen zur Gewaltprävention müssen einander geschickt ergänzen. </p><p>Soll die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen eingedämmt werden, taugen eindimensionale Ansätze nicht. Es muss uns gelingen, die langfristige Gewaltprävention und eine weitsichtige Jugendförderung intelligent mit kurzfristigen, auch repressiven Interventionsmassnahmen zu kombinieren. </p><p>In verschiedenen Kantonen, Städten und Gemeinden laufen bereits heute sinnvolle Projekte gegen Jugendgewalt. Die Palette ist breit: Projekte an Schulen (Schulsozialarbeit, Interventionskonzepte usw.), Projekte, die in den Familien und bei der Erziehung ansetzen, Massnahmen im polizeilichen Bereich wie zum Beispiel die Einsetzung polizeilicher Jugenddienste mit speziell geschulten Jugendpolizistinnen und Jugendpolizisten usw. Leider sind diese Projekte oft kaum über ihren engeren Wirkungskreis hinaus bekannt und die verschiedenen Akteure wenig vernetzt. Hier kann und soll der Bund ansetzen und mit einer nationalen Konferenz zur Jugendgewalt die verschiedenen Akteure zusammenführen, erfolgreiche Projekte und Massnahmen vorstellen und so die diversen Bemühungen zur Eindämmung der Jugendgewalt aktiv unterstützen und koordinieren.</p>
- <p>Im Rahmen der Umsetzung der Postulate Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", wird der Bundesrat die Problematik der Jugendgewalt vertieft prüfen und konkrete Massnahmen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene vorschlagen. Die Arbeiten für diesen Bericht sind im Gange und werden im nächsten Jahr vom federführenden Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) abgeschlossen. Der Bericht wird dem Bundesrat nach der Sommerpause 2008 unterbreitet werden.</p><p>Der Bericht wird u. a. einen Überblick über die in den letzten Jahren bereits eingeleiteten Massnahmen auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden sowie eine Bewertung ihrer Wirksamkeit geben. Im Weiteren werden auch die Resultate des durch das EJPD in diesem Sommer eingeleiteten Prozesses zur Erarbeitung von Massnahmen im Bereich der Polizei-, Strafverfolgungs-, Strafvollzugs- und Migrationsbehörden integriert, und die Rolle des Bundes wird geklärt.</p><p>Eine bessere Vernetzung der zuständigen Akteure mit dem Ziel des Good-Practice-Austauschs erscheint sinnvoll. Der Bericht wird deshalb unter Einbezug aller relevanten Akteure erstellt werden. Das BSV wird hierfür eine breitabgestützte Arbeitsgruppe mit Vertretern und Vertreterinnen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie von NGO einsetzen. Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe werden in den Bericht einfliessen.</p><p>Der Bundesrat erachtet es unter diesen Umständen als nicht nötig, eine nationale Konferenz gegen Jugendgewalt durchzuführen. Angesichts des vorgesehenen breiten Einbezugs der relevanten Akteure würde eine Konferenz zu keinen neuen Erkenntnissen führen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die verschiedenen Akteure, welche sich mit der Jugendgewaltthematik beschäftigen (Jugendanwaltschaft, kantonale und kommunale Behörden, Jugendarbeit, Polizei, Lehrerschaft, Elternorganisationen usw.), zu einer nationalen Konferenz gegen Jugendgewalt einzuladen und damit bei der Eindämmung der Jugendgewalt eine aktive und koordinierende Rolle zu übernehmen.</p>
- Nationale Konferenz gegen Jugendgewalt
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Form und Intensität jüngst bekanntgewordener Fälle von Jugendgewalt haben die Öffentlichkeit schockiert. Der Ruf nach entschlossenem Handeln gegen Gewaltexzesse ist laut. Wir brauchen eine Politik, welche die Jugendgewalt nachhaltig eindämmt und die beiden Handlungsebenen der kurzfristigen Intervention sowie der langfristigen Ursachenbekämpfung vereint. Eine Kultur des Hinschauens, klare Grenzen und soziale Integrationsmassnahmen zur Gewaltprävention müssen einander geschickt ergänzen. </p><p>Soll die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen eingedämmt werden, taugen eindimensionale Ansätze nicht. Es muss uns gelingen, die langfristige Gewaltprävention und eine weitsichtige Jugendförderung intelligent mit kurzfristigen, auch repressiven Interventionsmassnahmen zu kombinieren. </p><p>In verschiedenen Kantonen, Städten und Gemeinden laufen bereits heute sinnvolle Projekte gegen Jugendgewalt. Die Palette ist breit: Projekte an Schulen (Schulsozialarbeit, Interventionskonzepte usw.), Projekte, die in den Familien und bei der Erziehung ansetzen, Massnahmen im polizeilichen Bereich wie zum Beispiel die Einsetzung polizeilicher Jugenddienste mit speziell geschulten Jugendpolizistinnen und Jugendpolizisten usw. Leider sind diese Projekte oft kaum über ihren engeren Wirkungskreis hinaus bekannt und die verschiedenen Akteure wenig vernetzt. Hier kann und soll der Bund ansetzen und mit einer nationalen Konferenz zur Jugendgewalt die verschiedenen Akteure zusammenführen, erfolgreiche Projekte und Massnahmen vorstellen und so die diversen Bemühungen zur Eindämmung der Jugendgewalt aktiv unterstützen und koordinieren.</p>
- <p>Im Rahmen der Umsetzung der Postulate Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", wird der Bundesrat die Problematik der Jugendgewalt vertieft prüfen und konkrete Massnahmen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene vorschlagen. Die Arbeiten für diesen Bericht sind im Gange und werden im nächsten Jahr vom federführenden Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) abgeschlossen. Der Bericht wird dem Bundesrat nach der Sommerpause 2008 unterbreitet werden.</p><p>Der Bericht wird u. a. einen Überblick über die in den letzten Jahren bereits eingeleiteten Massnahmen auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden sowie eine Bewertung ihrer Wirksamkeit geben. Im Weiteren werden auch die Resultate des durch das EJPD in diesem Sommer eingeleiteten Prozesses zur Erarbeitung von Massnahmen im Bereich der Polizei-, Strafverfolgungs-, Strafvollzugs- und Migrationsbehörden integriert, und die Rolle des Bundes wird geklärt.</p><p>Eine bessere Vernetzung der zuständigen Akteure mit dem Ziel des Good-Practice-Austauschs erscheint sinnvoll. Der Bericht wird deshalb unter Einbezug aller relevanten Akteure erstellt werden. Das BSV wird hierfür eine breitabgestützte Arbeitsgruppe mit Vertretern und Vertreterinnen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie von NGO einsetzen. Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe werden in den Bericht einfliessen.</p><p>Der Bundesrat erachtet es unter diesen Umständen als nicht nötig, eine nationale Konferenz gegen Jugendgewalt durchzuführen. Angesichts des vorgesehenen breiten Einbezugs der relevanten Akteure würde eine Konferenz zu keinen neuen Erkenntnissen führen.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, die verschiedenen Akteure, welche sich mit der Jugendgewaltthematik beschäftigen (Jugendanwaltschaft, kantonale und kommunale Behörden, Jugendarbeit, Polizei, Lehrerschaft, Elternorganisationen usw.), zu einer nationalen Konferenz gegen Jugendgewalt einzuladen und damit bei der Eindämmung der Jugendgewalt eine aktive und koordinierende Rolle zu übernehmen.</p>
- Nationale Konferenz gegen Jugendgewalt
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