Studierendenaustausch mit der Europäischen Union

ShortId
07.3501
Id
20073501
Updated
14.11.2025 09:05
Language
de
Title
Studierendenaustausch mit der Europäischen Union
AdditionalIndexing
32;10;Austausch im Bildungswesen;ausländische/r Student/in;Europäische Union;schulische Mobilität;bilaterales Abkommen;Student/in;Erasmus
1
  • L04K13030105, Austausch im Bildungswesen
  • L05K1301020101, Student/in
  • L06K130102010101, ausländische/r Student/in
  • L04K13010207, schulische Mobilität
  • L05K1303010501, Erasmus
  • L02K0903, Europäische Union
  • L05K1002020103, bilaterales Abkommen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>In den Medien wurden kürzlich Befürchtungen laut betreffend die Frage, ob die Erasmus-Austauschprogramme auch weiterhin ausreichend finanziert werden.</p><p>Diese Programme ermöglichen es jungen Schweizerinnen und Schweizern, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu absolvieren, und Studierenden aus anderen Ländern, für einige Monate in der Schweiz zu studieren.</p><p>Die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten, mit anderen Professoren und Professorinnen und mit anderen Kulturen ist für eine Ausbildung von hoher Qualität wichtig. Daher muss es beunruhigen, wenn es Schwierigkeiten dabei gibt, eine möglichst grosse Anzahl solcher Austauschmöglichkeiten zu entwickeln. Ausserdem nützen solche Austausche nicht nur den beteiligten Jungen, sondern zu einem nicht vernachlässigbaren Teil auch den Universitäten unseres Landes, die so mit anderen Hochschulen verglichen werden, was zu einem positiven Wettbewerb auf internationaler Ebene führt.</p>
  • <p>Die Schweiz nimmt zurzeit indirekt, ohne bilaterales Abkommen, an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU - und somit auch am Studierendenaustauschprogramm Erasmus - teil. Trotz dieser indirekten Teilnahme steigt die Anzahl der Studierenden, die mit Erasmus einen Studienaufenthalt an einer europäischen Hochschule absolvieren, von Jahr zu Jahr: Begonnen hat die Schweizer Teilnahme 1992 mit 353 Studierenden; 2006 sind bereits 2080 Schweizer Studierende ins europäische Ausland gereist, und ebenso viele sind aus der EU in die Schweiz gekommen.</p><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Interpellantin, dass der Erasmus-Studierendenaustausch von grossem Nutzen ist:</p><p>Ein Erasmus-Aufenthalt vermittelt den Studierenden breiteres Interesse und Verständnis für die fremde und damit indirekt für die eigene Kultur, bessere Fach- und Sprachkenntnisse sowie persönliche Beziehungen über die Landesgrenzen hinaus, welche u. a. im späteren Berufsleben sehr nützlich werden können.</p><p>Die Zusammenarbeit der Hochschulen trägt zum Erfahrungsaustausch über die Lehre, zur Qualitätssteigerung der Ausbildungsgänge sowie zur verbesserten Vergleichbarkeit der Abschlüsse bei.</p><p>Auf der Basis dieser Ausführungen können die Fragen der Interpellantin wie folgt beantwortet werden:</p><p>1. Der Bundesrat ist gewillt, ausreichend Mittel in den Studierendenaustausch Erasmus zu investieren. Mit der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008-2011 wird denn auch eine deutliche Aufstockung des entsprechenden Kredites gegenüber der laufenden Periode 2004-2007 beantragt.</p><p>2. Der Bundesrat strebt nach wie vor die offizielle Teilnahme an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU und damit auch an Erasmus an. Diese wird gegenüber der aktuellen indirekten Teilnahme grosse Vorteile bringen: Mitsprache bei strategischen Entscheiden, Lancierung und Leitung von Projekten sowie Zugang zu allen Informationen. Beim Studierendenaustausch werden eine Steigerung der Teilnahmen und neue institutionelle Beteiligungen - z. B. im Bereich der höheren Berufsbildung (Tertiär B) - erwartet.</p><p>Im Rahmen der bilateralen Verhandlungen II wurde vonseiten der Schweiz und der EU der Wille bekräftigt, Verhandlungen über die offizielle Teilnahme an den Programmen zu führen. Das entsprechende Mandat für die Schweizer Delegation hat der Bundesrat am 28. Februar 2007 verabschiedet. Das Mandat der EU ist noch ausstehend. Der Bundesrat geht aber davon aus, dass die Verhandlungen im zweiten Halbjahr 2007 geführt werden können. Danach wird er dem Parlament das Abkommen und den Kreditantrag für die offizielle Teilnahme unterbreiten.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Da im Bereich Bildung neue Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union anstehen, bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, die Austauschprogramme für Studierende zu unterstützen, indem er weiterhin genügend finanzielle Mittel bereitstellt, um die Nachfrage zu decken?</p><p>2. Hat er die Absicht, solche Austauschprogramme künftig auszubauen, insbesondere durch neue Abkommen mit der Europäischen Union?</p>
  • Studierendenaustausch mit der Europäischen Union
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>In den Medien wurden kürzlich Befürchtungen laut betreffend die Frage, ob die Erasmus-Austauschprogramme auch weiterhin ausreichend finanziert werden.</p><p>Diese Programme ermöglichen es jungen Schweizerinnen und Schweizern, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu absolvieren, und Studierenden aus anderen Ländern, für einige Monate in der Schweiz zu studieren.</p><p>Die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten, mit anderen Professoren und Professorinnen und mit anderen Kulturen ist für eine Ausbildung von hoher Qualität wichtig. Daher muss es beunruhigen, wenn es Schwierigkeiten dabei gibt, eine möglichst grosse Anzahl solcher Austauschmöglichkeiten zu entwickeln. Ausserdem nützen solche Austausche nicht nur den beteiligten Jungen, sondern zu einem nicht vernachlässigbaren Teil auch den Universitäten unseres Landes, die so mit anderen Hochschulen verglichen werden, was zu einem positiven Wettbewerb auf internationaler Ebene führt.</p>
    • <p>Die Schweiz nimmt zurzeit indirekt, ohne bilaterales Abkommen, an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU - und somit auch am Studierendenaustauschprogramm Erasmus - teil. Trotz dieser indirekten Teilnahme steigt die Anzahl der Studierenden, die mit Erasmus einen Studienaufenthalt an einer europäischen Hochschule absolvieren, von Jahr zu Jahr: Begonnen hat die Schweizer Teilnahme 1992 mit 353 Studierenden; 2006 sind bereits 2080 Schweizer Studierende ins europäische Ausland gereist, und ebenso viele sind aus der EU in die Schweiz gekommen.</p><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung der Interpellantin, dass der Erasmus-Studierendenaustausch von grossem Nutzen ist:</p><p>Ein Erasmus-Aufenthalt vermittelt den Studierenden breiteres Interesse und Verständnis für die fremde und damit indirekt für die eigene Kultur, bessere Fach- und Sprachkenntnisse sowie persönliche Beziehungen über die Landesgrenzen hinaus, welche u. a. im späteren Berufsleben sehr nützlich werden können.</p><p>Die Zusammenarbeit der Hochschulen trägt zum Erfahrungsaustausch über die Lehre, zur Qualitätssteigerung der Ausbildungsgänge sowie zur verbesserten Vergleichbarkeit der Abschlüsse bei.</p><p>Auf der Basis dieser Ausführungen können die Fragen der Interpellantin wie folgt beantwortet werden:</p><p>1. Der Bundesrat ist gewillt, ausreichend Mittel in den Studierendenaustausch Erasmus zu investieren. Mit der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008-2011 wird denn auch eine deutliche Aufstockung des entsprechenden Kredites gegenüber der laufenden Periode 2004-2007 beantragt.</p><p>2. Der Bundesrat strebt nach wie vor die offizielle Teilnahme an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU und damit auch an Erasmus an. Diese wird gegenüber der aktuellen indirekten Teilnahme grosse Vorteile bringen: Mitsprache bei strategischen Entscheiden, Lancierung und Leitung von Projekten sowie Zugang zu allen Informationen. Beim Studierendenaustausch werden eine Steigerung der Teilnahmen und neue institutionelle Beteiligungen - z. B. im Bereich der höheren Berufsbildung (Tertiär B) - erwartet.</p><p>Im Rahmen der bilateralen Verhandlungen II wurde vonseiten der Schweiz und der EU der Wille bekräftigt, Verhandlungen über die offizielle Teilnahme an den Programmen zu führen. Das entsprechende Mandat für die Schweizer Delegation hat der Bundesrat am 28. Februar 2007 verabschiedet. Das Mandat der EU ist noch ausstehend. Der Bundesrat geht aber davon aus, dass die Verhandlungen im zweiten Halbjahr 2007 geführt werden können. Danach wird er dem Parlament das Abkommen und den Kreditantrag für die offizielle Teilnahme unterbreiten.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Da im Bereich Bildung neue Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union anstehen, bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, die Austauschprogramme für Studierende zu unterstützen, indem er weiterhin genügend finanzielle Mittel bereitstellt, um die Nachfrage zu decken?</p><p>2. Hat er die Absicht, solche Austauschprogramme künftig auszubauen, insbesondere durch neue Abkommen mit der Europäischen Union?</p>
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