Gesundheitskompetenz. Zentraler Faktor im Gesundheitswesen
- ShortId
-
07.3525
- Id
-
20073525
- Updated
-
27.07.2023 22:16
- Language
-
de
- Title
-
Gesundheitskompetenz. Zentraler Faktor im Gesundheitswesen
- AdditionalIndexing
-
2841;Gesundheitsförderung;Information;Verantwortung;Prävention;Gesundheitserziehung;Gesundheitszustand;Subsidiarität;medizinischer Unterricht;Unterricht für arztähnliche Berufe;Informationsverbreitung
- 1
-
- L04K01050523, Gesundheitszustand
- L03K120101, Information
- L05K0105050702, Prävention
- L04K13020306, medizinischer Unterricht
- L04K12010202, Informationsverbreitung
- L04K08070106, Subsidiarität
- L04K08020230, Verantwortung
- L04K01050507, Gesundheitsförderung
- L04K13020103, Gesundheitserziehung
- L04K13020308, Unterricht für arztähnliche Berufe
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>1. Im Gesundheitswesen sind die Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Akteure: Ihre Gesundheitskompetenz ist mitentscheidend, ob und wie sie als Gesunde oder Patientinnen und Patienten das Gesundheitssystem beanspruchen. Dienstleistungen, Behandlungsmöglichkeiten und Produkte im Bereich Gesundheit/Krankheit werden immer zahlreicher, weshalb informierte Entscheidungen eine Herausforderung darstellen. Wie die Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin gezeigt hat, möchte die grosse Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger mehr Gesundheitskompetenz und dabei eine aktivere Rolle in Bezug auf die eigene Gesundheit wahrnehmen, doch weniger als die Hälfte kann es auch. Und schliesslich kostet mangelnde Gesundheitskompetenz: Gemäss einem Konzeptpapier des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) beträgt dies rund 1,5 Milliarden Franken. Mit entsprechenden Rahmenbedingungen bei der Gesetzgebungsarbeit für die Prävention soll der Bedeutung der Rolle der Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen und deren Gesundheits- und Selbstkompetenz gefördert werden.</p><p>2. Gesundheits- und Selbstkompetenz zielen sowohl auf das Gesund-Leben (Gesundheitsförderung), Gesund-Bleiben (Prävention) als auch auf das Gesund-Werden (kurativer Bereich). Als Querschnittthema soll es in den verschiedenen Revisionen und Gesetzgebungsprojekten mit Bezug zur Gesundheit berücksichtigt sein. Mitunter spielt der Staat eine wichtige, unterstützende Rolle, insofern er die Rahmenbedingungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz schafft oder im Sinne des Gesundheitsschutzes entsprechende Massnahmen veranlasst.</p><p>3. Da Gesundheitskompetenz ein noch verhältnismässig neues Thema ist, sollen durch entsprechende Massnahmen weitere Grundlagen betreffend verlässliche und unabhängige Kommunikation von Gesundheitsthemen usw. geschaffen werden. Ausserdem soll Gesundheitskompetenz in der Aus- und Weiterbildung des medizinischen Fachpersonals angemessen berücksichtigt werden. Zielgruppen wie Familien, Migrantinnen und Migranten, ältere Personen oder Angehörige Chronischkranker sollen unterstützt werden. Insbesondere zu berücksichtigen ist die Orientierung der Bürgerinnen und Bürger im Gesundheitssystem, auf dem Markt, in der Arbeitswelt und in der Politik sowohl im Umgang mit der eigenen Gesundheit als auch bei Krankheit.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung aufzuzeigen und insbesondere:</p><p>1. die rechtlichen Rahmenbedingungen für Gesundheitskompetenz bei der zukünftigen Gesetzgebungsarbeit für die Prävention zu schaffen;</p><p>2. bei aktuellen Revisionen und künftigen Gesetzgebungsprojekten mit Bezug zur Gesundheit die aktive Rolle von Bürgerinnen und Bürgern und die unterstützende Rolle des Staates zu beachten;</p><p>3. Massnahmen für die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Angehörigen und des medizinischen Fachpersonals zu treffen.</p>
- Gesundheitskompetenz. Zentraler Faktor im Gesundheitswesen
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
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- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
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- <p>1. Im Gesundheitswesen sind die Bürgerinnen und Bürger die wichtigsten Akteure: Ihre Gesundheitskompetenz ist mitentscheidend, ob und wie sie als Gesunde oder Patientinnen und Patienten das Gesundheitssystem beanspruchen. Dienstleistungen, Behandlungsmöglichkeiten und Produkte im Bereich Gesundheit/Krankheit werden immer zahlreicher, weshalb informierte Entscheidungen eine Herausforderung darstellen. Wie die Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin gezeigt hat, möchte die grosse Mehrheit der Schweizer Bürgerinnen und Bürger mehr Gesundheitskompetenz und dabei eine aktivere Rolle in Bezug auf die eigene Gesundheit wahrnehmen, doch weniger als die Hälfte kann es auch. Und schliesslich kostet mangelnde Gesundheitskompetenz: Gemäss einem Konzeptpapier des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) beträgt dies rund 1,5 Milliarden Franken. Mit entsprechenden Rahmenbedingungen bei der Gesetzgebungsarbeit für die Prävention soll der Bedeutung der Rolle der Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen und deren Gesundheits- und Selbstkompetenz gefördert werden.</p><p>2. Gesundheits- und Selbstkompetenz zielen sowohl auf das Gesund-Leben (Gesundheitsförderung), Gesund-Bleiben (Prävention) als auch auf das Gesund-Werden (kurativer Bereich). Als Querschnittthema soll es in den verschiedenen Revisionen und Gesetzgebungsprojekten mit Bezug zur Gesundheit berücksichtigt sein. Mitunter spielt der Staat eine wichtige, unterstützende Rolle, insofern er die Rahmenbedingungen zur Förderung der Gesundheitskompetenz schafft oder im Sinne des Gesundheitsschutzes entsprechende Massnahmen veranlasst.</p><p>3. Da Gesundheitskompetenz ein noch verhältnismässig neues Thema ist, sollen durch entsprechende Massnahmen weitere Grundlagen betreffend verlässliche und unabhängige Kommunikation von Gesundheitsthemen usw. geschaffen werden. Ausserdem soll Gesundheitskompetenz in der Aus- und Weiterbildung des medizinischen Fachpersonals angemessen berücksichtigt werden. Zielgruppen wie Familien, Migrantinnen und Migranten, ältere Personen oder Angehörige Chronischkranker sollen unterstützt werden. Insbesondere zu berücksichtigen ist die Orientierung der Bürgerinnen und Bürger im Gesundheitssystem, auf dem Markt, in der Arbeitswelt und in der Politik sowohl im Umgang mit der eigenen Gesundheit als auch bei Krankheit.</p>
- Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur Förderung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung aufzuzeigen und insbesondere:</p><p>1. die rechtlichen Rahmenbedingungen für Gesundheitskompetenz bei der zukünftigen Gesetzgebungsarbeit für die Prävention zu schaffen;</p><p>2. bei aktuellen Revisionen und künftigen Gesetzgebungsprojekten mit Bezug zur Gesundheit die aktive Rolle von Bürgerinnen und Bürgern und die unterstützende Rolle des Staates zu beachten;</p><p>3. Massnahmen für die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Angehörigen und des medizinischen Fachpersonals zu treffen.</p>
- Gesundheitskompetenz. Zentraler Faktor im Gesundheitswesen
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