Gesundheitsmanagement beim Bund
- ShortId
-
07.3543
- Id
-
20073543
- Updated
-
28.07.2023 07:17
- Language
-
de
- Title
-
Gesundheitsmanagement beim Bund
- AdditionalIndexing
-
2841;Gesundheitsförderung;Durchführung eines Projektes;Invalidität;Berufskrankheit;Behinderte/r;Arbeitsunfähigkeit;Bundespersonal
- 1
-
- L04K01050507, Gesundheitsförderung
- L05K0806010301, Bundespersonal
- L06K070205020205, Berufskrankheit
- L06K070205020203, Arbeitsunfähigkeit
- L05K0104010302, Invalidität
- L04K01040201, Behinderte/r
- L06K070305010102, Durchführung eines Projektes
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>In meiner Interpellation vom 17. März 2005 habe ich nachgefragt, welche Massnahmen beim Bund vorgesehen seien, um die Zunahme der Invaliditätsfälle beim Bund zu vermeiden. Damals wurde vom Bundesrat ein in der Erarbeitung begriffenes Gesundheitsmanagementsystem erwähnt. Dem Vernehmen nach ist das betreffende Projekt sistiert worden. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die 5. IVG-Revision sind sich sowohl Befürworterinnen und Befürworter als auch Gegnerinnen und Gegner der Vorlage darin einig, dass die Vermeidung von Invalidität die wirkungsvollste Massnahme sowohl für die Betroffenen als auch für die Invalidenversicherung ist. Der Bund ist angehalten, vorbildhaft voranzugehen.</p>
- <p>1. Aufgrund einer Neupriorisierung der personalpolitischen Vorhaben hat der Bundesrat mit Beschluss vom 16. Mai 2007 entschieden, das Projekt "Betriebliche Gesundheitsförderung in der Bundesverwaltung (BGF-B)" bis Ende 2008 zu sistieren. Die begonnenen Arbeiten wurden auf dem aktuellen Stand eingefroren und können bei Bedarf und nach einer Anlaufzeit wieder aktiviert werden. Aktuell werden die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (EKAS) bearbeitet.</p><p>2. Ein Nachweis der Wirkungen eines umfassenden Gesundheitsmanagements schlägt sich sichtbar in den erfassten Absenzen und Präsenzen nieder. Bis zum heutigen Zeitpunkt verfügt der Bund jedoch weder über bundesweit standardisierte und informatikgestützte noch über flächendeckende und aussagekräftige Kennzahlen.</p><p>Nach der Einführung eines umfassenden Gesundheitsmanagements ist mit jährlich wiederkehrenden zentralen Aufwendungen in der Grössenordnung von 2 bis 3 Millionen Franken zu rechnen. Die Projektkosten wurden in der Projektgruppe - verteilt auf 4 Jahre - auf insgesamt 12 Millionen Franken berechnet. Die Fachämterkonsultation ergab zudem, dass diese Aufwände nicht durch die Ämter aufgebracht werden können, sondern zentral als neue Aufgabe budgetiert werden müssen. Diese Mittel sind nicht budgetiert.</p><p>Der Kredit zur Finanzierung des Lohns für die berufliche Wiedereingliederung von erwerbsbehinderten Menschen entspricht im Umfang dem aktuellen Bedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu berichten, wie sich das Projekt Gesundheitsmanagement beim Bund entwickelt hat. Die folgenden Fragen interessieren in diesem Zusammenhang besonders:</p><p>1. Wurde das von einer Projektgruppe erarbeitete Gesundheitsmanagementsystem umgesetzt?</p><p>2. Lässt sich anhand der erfassten Absenzen und Präsenzen eine Wirkung des Systems nachweisen?</p><p>Sollte es an den notwendigen Mitteln für die Umsetzung des Projekts fehlen, sind diese im nächsten Budget einzustellen.</p><p>Der Kredit zur Finanzierung des Lohns für die berufliche Wiedereingliederung von erwerbsbehinderten Menschen ist dem aktuellen Bedarf anzupassen.</p>
- Gesundheitsmanagement beim Bund
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>In meiner Interpellation vom 17. März 2005 habe ich nachgefragt, welche Massnahmen beim Bund vorgesehen seien, um die Zunahme der Invaliditätsfälle beim Bund zu vermeiden. Damals wurde vom Bundesrat ein in der Erarbeitung begriffenes Gesundheitsmanagementsystem erwähnt. Dem Vernehmen nach ist das betreffende Projekt sistiert worden. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die 5. IVG-Revision sind sich sowohl Befürworterinnen und Befürworter als auch Gegnerinnen und Gegner der Vorlage darin einig, dass die Vermeidung von Invalidität die wirkungsvollste Massnahme sowohl für die Betroffenen als auch für die Invalidenversicherung ist. Der Bund ist angehalten, vorbildhaft voranzugehen.</p>
- <p>1. Aufgrund einer Neupriorisierung der personalpolitischen Vorhaben hat der Bundesrat mit Beschluss vom 16. Mai 2007 entschieden, das Projekt "Betriebliche Gesundheitsförderung in der Bundesverwaltung (BGF-B)" bis Ende 2008 zu sistieren. Die begonnenen Arbeiten wurden auf dem aktuellen Stand eingefroren und können bei Bedarf und nach einer Anlaufzeit wieder aktiviert werden. Aktuell werden die gesetzlichen Vorgaben im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (EKAS) bearbeitet.</p><p>2. Ein Nachweis der Wirkungen eines umfassenden Gesundheitsmanagements schlägt sich sichtbar in den erfassten Absenzen und Präsenzen nieder. Bis zum heutigen Zeitpunkt verfügt der Bund jedoch weder über bundesweit standardisierte und informatikgestützte noch über flächendeckende und aussagekräftige Kennzahlen.</p><p>Nach der Einführung eines umfassenden Gesundheitsmanagements ist mit jährlich wiederkehrenden zentralen Aufwendungen in der Grössenordnung von 2 bis 3 Millionen Franken zu rechnen. Die Projektkosten wurden in der Projektgruppe - verteilt auf 4 Jahre - auf insgesamt 12 Millionen Franken berechnet. Die Fachämterkonsultation ergab zudem, dass diese Aufwände nicht durch die Ämter aufgebracht werden können, sondern zentral als neue Aufgabe budgetiert werden müssen. Diese Mittel sind nicht budgetiert.</p><p>Der Kredit zur Finanzierung des Lohns für die berufliche Wiedereingliederung von erwerbsbehinderten Menschen entspricht im Umfang dem aktuellen Bedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt zu berichten, wie sich das Projekt Gesundheitsmanagement beim Bund entwickelt hat. Die folgenden Fragen interessieren in diesem Zusammenhang besonders:</p><p>1. Wurde das von einer Projektgruppe erarbeitete Gesundheitsmanagementsystem umgesetzt?</p><p>2. Lässt sich anhand der erfassten Absenzen und Präsenzen eine Wirkung des Systems nachweisen?</p><p>Sollte es an den notwendigen Mitteln für die Umsetzung des Projekts fehlen, sind diese im nächsten Budget einzustellen.</p><p>Der Kredit zur Finanzierung des Lohns für die berufliche Wiedereingliederung von erwerbsbehinderten Menschen ist dem aktuellen Bedarf anzupassen.</p>
- Gesundheitsmanagement beim Bund
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