Nach dem Alpenexpress der Juraexpress

ShortId
07.3669
Id
20073669
Updated
28.07.2023 09:08
Language
de
Title
Nach dem Alpenexpress der Juraexpress
AdditionalIndexing
48;Eisenbahnbau;Schienennetz;Frankreich;Jura;Franche-Comté;Basel (Kanton);Neuenburg (Kanton);Jura (Kanton)
1
  • L05K0603010202, Jura
  • L04K18030207, Schienennetz
  • L04K18030204, Eisenbahnbau
  • L04K03020609, Franche-Comté
  • L04K03010106, Frankreich
  • L05K0301010103, Basel (Kanton)
  • L05K0301010109, Jura (Kanton)
  • L05K0301010111, Neuenburg (Kanton)
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Schon (zu) lange wird die Errichtung einer Schnellzugverbindung zwischen La Chaux-de-Fonds und Delsberg durch den Bau einer dritten Spur zwischen Glovelier und Delsberg geprüft. Ausserdem wird der SBB-Abschnitt Delsberg-Glovelier gegenwärtig vollumfänglich erneuert. Diese Gelegenheit muss am Schopf gepackt und die Eisenbahnentwicklung im französischen und schweizerischen Jura umfassend analysiert werden.</p><p>Die erwähnte Verbindung zwischen Basel und Besançon hätte meiner Meinung nach folgende Vorteile:</p><p>- Der Verkehr wird zum Teil von der Strasse auf die Schiene verlagert, was positive Konsequenzen für die Umwelt hat.</p><p>- Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Region sowie den vielen französischen Grenzgängerinnen und Grenzgängern wird ein effizientes und umweltfreundliches Transportmittel zur Verfügung gestellt.</p><p>- Die Verbindung schafft einen zusätzlichen touristischen Reiz für die Kantone und Regionen des französischen und schweizerischen Juras.</p><p>- Der TGV-Anschluss wird von verschiedenen Orten dieser interjurassischen Verbindung aus hergestellt.</p><p>- Die Beziehungen zwischen dem Jurabogen und der Rheinmetropole Basel, die für den Jura eine immer grössere wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung hat, werden verbessert.</p>
  • <p>Die Idee einer Direktverbindung aus den Freibergen in die Kantonshauptstadt Delémont ist nicht neu. Im Zusammenhang mit der Planung der Autobahn Transjurane war vorgesehen, entlang dieser Strasse eine neue schmalspurige Bahnstrecke von Glovelier nach Delémont zu führen. Der Bund war bereit, 85 Prozent der anfallenden Investitionskosten zu übernehmen. Allerdings lehnte es das jurassische Volk 1992 in einem Referendum ab, den Kantonsanteil von 15 Prozent zu übernehmen.</p><p>Studien haben gezeigt, dass es sich bei der gegenwärtigen Nachfrage zwischen den Freibergen und Delémont vorwiegend um touristischen Verkehr handelt. Angebote im touristischen Verkehr können vom Bund nicht bestellt werden, dafür existiert keine Rechtsgrundlage. Im Grenzgebiet zwischen Morteau (F), Le Locle und La Chaux-de-Fonds besteht bereits ein nachfrageorientiertes Angebot im Regionalverkehr. Dieses wird vor allem von Grenzgängern benutzt. Dieses Angebot wird auf Schweizer Seite von Bund und Kanton Neuenburg bestellt und abgegolten.</p><p>Der Fernverkehr Basel-Besançon wird zurzeit über Frankreich mit Umsteigen in Mulhouse, teilweise zusätzlich auch in Belfort, abgewickelt. Die Fahrzeit beträgt zwischen 2,25 und 3,25 Stunden. Eine direkte Verbindung durch den Jura, wie vom Postulanten gefordert, würde über drei Stunden Reisezeit beanspruchen. Ohne eine deutliche Reduktion der Reisezeit wäre dies nicht attraktiv. Die Reisezeit könnte jedoch nur mit umfassenden Investitionen in eine neue Strecke verkürzt werden. Diese lassen sich aufgrund der vorhandenen geringen Nachfrage nicht rechtfertigen. Im Rahmen der HGV-Anschlüsse wird der Kanton Jura über Delle in Belfort an den TGV Rhin-Rhône angeschlossen, womit sich die Fahrzeit nach Besançon verkürzen wird. Die Region Franche-Compté und der Kanton Neuenburg prüfen gegenwärtig eine Verbindung von Besançon nach Neuenburg über Pontarlier. Der Bundesrat sieht folglich keinen Bedarf für die vom Postulanten geforderte Direktverbindung Basel-Besançon.</p><p>Allenfalls könnte bei einem attraktiven Angebot ohne Umsteigen in Glovelier ein Nachfragepotenzial zwischen Delsberg und den Freibergen bzw. La Chaux-de-Fonds bestehen. Der Bund, der Kanton Jura und die Chemins de Fer du Jura sind daran, dieses Anliegen zu prüfen. In diesem Rahmen wird auch geprüft, ob neue Technologien (z. B. Triebwagen mit variabler Spurweite) eine umsteigefreie Verbindung kostengünstig ermöglichen könnten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit den betroffenen Regionen, Kantonen und Bahnen die Erstellung einer direkten Schnellzugverbindung von Basel nach Besançon durch den Kanton Jura und den Neuenburger Jura zu prüfen.</p>
  • Nach dem Alpenexpress der Juraexpress
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Schon (zu) lange wird die Errichtung einer Schnellzugverbindung zwischen La Chaux-de-Fonds und Delsberg durch den Bau einer dritten Spur zwischen Glovelier und Delsberg geprüft. Ausserdem wird der SBB-Abschnitt Delsberg-Glovelier gegenwärtig vollumfänglich erneuert. Diese Gelegenheit muss am Schopf gepackt und die Eisenbahnentwicklung im französischen und schweizerischen Jura umfassend analysiert werden.</p><p>Die erwähnte Verbindung zwischen Basel und Besançon hätte meiner Meinung nach folgende Vorteile:</p><p>- Der Verkehr wird zum Teil von der Strasse auf die Schiene verlagert, was positive Konsequenzen für die Umwelt hat.</p><p>- Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Region sowie den vielen französischen Grenzgängerinnen und Grenzgängern wird ein effizientes und umweltfreundliches Transportmittel zur Verfügung gestellt.</p><p>- Die Verbindung schafft einen zusätzlichen touristischen Reiz für die Kantone und Regionen des französischen und schweizerischen Juras.</p><p>- Der TGV-Anschluss wird von verschiedenen Orten dieser interjurassischen Verbindung aus hergestellt.</p><p>- Die Beziehungen zwischen dem Jurabogen und der Rheinmetropole Basel, die für den Jura eine immer grössere wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung hat, werden verbessert.</p>
    • <p>Die Idee einer Direktverbindung aus den Freibergen in die Kantonshauptstadt Delémont ist nicht neu. Im Zusammenhang mit der Planung der Autobahn Transjurane war vorgesehen, entlang dieser Strasse eine neue schmalspurige Bahnstrecke von Glovelier nach Delémont zu führen. Der Bund war bereit, 85 Prozent der anfallenden Investitionskosten zu übernehmen. Allerdings lehnte es das jurassische Volk 1992 in einem Referendum ab, den Kantonsanteil von 15 Prozent zu übernehmen.</p><p>Studien haben gezeigt, dass es sich bei der gegenwärtigen Nachfrage zwischen den Freibergen und Delémont vorwiegend um touristischen Verkehr handelt. Angebote im touristischen Verkehr können vom Bund nicht bestellt werden, dafür existiert keine Rechtsgrundlage. Im Grenzgebiet zwischen Morteau (F), Le Locle und La Chaux-de-Fonds besteht bereits ein nachfrageorientiertes Angebot im Regionalverkehr. Dieses wird vor allem von Grenzgängern benutzt. Dieses Angebot wird auf Schweizer Seite von Bund und Kanton Neuenburg bestellt und abgegolten.</p><p>Der Fernverkehr Basel-Besançon wird zurzeit über Frankreich mit Umsteigen in Mulhouse, teilweise zusätzlich auch in Belfort, abgewickelt. Die Fahrzeit beträgt zwischen 2,25 und 3,25 Stunden. Eine direkte Verbindung durch den Jura, wie vom Postulanten gefordert, würde über drei Stunden Reisezeit beanspruchen. Ohne eine deutliche Reduktion der Reisezeit wäre dies nicht attraktiv. Die Reisezeit könnte jedoch nur mit umfassenden Investitionen in eine neue Strecke verkürzt werden. Diese lassen sich aufgrund der vorhandenen geringen Nachfrage nicht rechtfertigen. Im Rahmen der HGV-Anschlüsse wird der Kanton Jura über Delle in Belfort an den TGV Rhin-Rhône angeschlossen, womit sich die Fahrzeit nach Besançon verkürzen wird. Die Region Franche-Compté und der Kanton Neuenburg prüfen gegenwärtig eine Verbindung von Besançon nach Neuenburg über Pontarlier. Der Bundesrat sieht folglich keinen Bedarf für die vom Postulanten geforderte Direktverbindung Basel-Besançon.</p><p>Allenfalls könnte bei einem attraktiven Angebot ohne Umsteigen in Glovelier ein Nachfragepotenzial zwischen Delsberg und den Freibergen bzw. La Chaux-de-Fonds bestehen. Der Bund, der Kanton Jura und die Chemins de Fer du Jura sind daran, dieses Anliegen zu prüfen. In diesem Rahmen wird auch geprüft, ob neue Technologien (z. B. Triebwagen mit variabler Spurweite) eine umsteigefreie Verbindung kostengünstig ermöglichen könnten.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, zusammen mit den betroffenen Regionen, Kantonen und Bahnen die Erstellung einer direkten Schnellzugverbindung von Basel nach Besançon durch den Kanton Jura und den Neuenburger Jura zu prüfen.</p>
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