Schulschwimmen für alle

ShortId
07.3698
Id
20073698
Updated
28.07.2023 09:58
Language
de
Title
Schulschwimmen für alle
AdditionalIndexing
32;Badegewässer;Wasser;Beziehung Bund-Kanton;Primarstufe;Kind;Unfall in der Freizeit;Sportunterricht;Gesetz
1
  • L04K13020109, Sportunterricht
  • L05K0603030201, Badegewässer
  • L04K06030302, Wasser
  • L04K13020504, Primarstufe
  • L04K01010217, Unfall in der Freizeit
  • L05K0503010102, Gesetz
  • L05K0107010205, Kind
  • L07K08070102010101, Beziehung Bund-Kanton
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Ertrinken ist die zweithäufigste Unfall-Todesursache bei Kindern. Nach Unfällen im Wasser leiden auch gerettete Kinder oft ein Leben lang unter den Folgen der Badeunfälle. Badmeister, Lebensretter und Schwimmverbände stellen fest, dass bei Kindern und Jugendlichen die Schwimmfähigkeit abnimmt. swimsports.ch hat vor zwei Jahren die kantonalen Erziehungsdirektionen über die Quantität und Qualität des Schulschwimmens befragt. Ernüchternde Bilanz: Rund 30 Prozent der Kinder erhalten in der Schule keinen Schwimmunterricht - viele Kinder und Jugendliche können gar nicht oder sehr schlecht schwimmen. Die traurige Folge sind Badeunfälle, die oft tödlich enden.</p><p>Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) lancierte dieses Jahr eine Petition "Schulschwimmen für alle". Die Unterzeichnenden sind "äusserst besorgt, weil immer weniger Kinder in der Schule Schwimmunterricht erhalten". </p><p>Der Bund soll aktiv werden und die Kantone dazu verpflichten und unterstützen, einen ausreichenden Schwimmunterricht für alle Kinder und Jugendlichen anzubieten.</p>
  • <p>Vor dem Hintergrund der Unfallprävention erachtet der Bundesrat den sicheren Umgang mit dem Wasser als erstrebenswertes Bildungsziel für alle Kinder. Qualitativ hochstehender Sportunterricht auf der Primarstufe und darin eingebettet altersgemässer Schwimmunterricht sind ein wichtiges Anliegen, welches vom Bund bereits heute im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt wird (siehe Projekt www.qims.ch). Schwimmen ist ein fester Bestandteil des aktuellen und in der Lehrerbildung genutzten schweizerischen Lehrmittels "Sporterziehung".</p><p>Die Bildungshoheit liegt bei den Kantonen. Aufgrund dieser Kompetenzaufteilung hat der Bundesrat seinerzeit darauf verzichtet, über die quantitative Festlegung des obligatorischen Turn- und Sportunterrichtes hinaus den Kantonen materielle Vorgaben zur Ausgestaltung des Unterrichts zu machen.</p><p>Das Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport wird zurzeit totalrevidiert. Im Bereich des Schulsports geht es dabei um die Frage der Befugnisse des Bundes, für den Sportunterricht Minimalstandards in qualitativer und quantitativer Hinsicht festzulegen. Die Frage, ob und in welcher Form solche Standards auch bezüglich des Schwimmunterrichts bundesrechtlich geregelt werden sollen, wird ebenfalls Gegenstand der Revision sein. Das Vernehmlassungsverfahren zur Totalrevision wird voraussichtlich im 1. Quartal 2008 eröffnet.</p><p>Vor dem Hintergrund der laufenden Totalrevision des Bundesgesetzes sowie der kantonalen Bildungshoheit erachtet der Bundesrat die Aufnahme des Anliegens im Rahmen dieser Motion als nicht opportun und beantragt deshalb deren Ablehnung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport zu unterbreiten, sodass jedes Schulkind in der Primarschulzeit zwingend Zugang zu einem qualitativ hochstehenden Schwimmunterricht erhält.</p>
  • Schulschwimmen für alle
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Ertrinken ist die zweithäufigste Unfall-Todesursache bei Kindern. Nach Unfällen im Wasser leiden auch gerettete Kinder oft ein Leben lang unter den Folgen der Badeunfälle. Badmeister, Lebensretter und Schwimmverbände stellen fest, dass bei Kindern und Jugendlichen die Schwimmfähigkeit abnimmt. swimsports.ch hat vor zwei Jahren die kantonalen Erziehungsdirektionen über die Quantität und Qualität des Schulschwimmens befragt. Ernüchternde Bilanz: Rund 30 Prozent der Kinder erhalten in der Schule keinen Schwimmunterricht - viele Kinder und Jugendliche können gar nicht oder sehr schlecht schwimmen. Die traurige Folge sind Badeunfälle, die oft tödlich enden.</p><p>Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) lancierte dieses Jahr eine Petition "Schulschwimmen für alle". Die Unterzeichnenden sind "äusserst besorgt, weil immer weniger Kinder in der Schule Schwimmunterricht erhalten". </p><p>Der Bund soll aktiv werden und die Kantone dazu verpflichten und unterstützen, einen ausreichenden Schwimmunterricht für alle Kinder und Jugendlichen anzubieten.</p>
    • <p>Vor dem Hintergrund der Unfallprävention erachtet der Bundesrat den sicheren Umgang mit dem Wasser als erstrebenswertes Bildungsziel für alle Kinder. Qualitativ hochstehender Sportunterricht auf der Primarstufe und darin eingebettet altersgemässer Schwimmunterricht sind ein wichtiges Anliegen, welches vom Bund bereits heute im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt wird (siehe Projekt www.qims.ch). Schwimmen ist ein fester Bestandteil des aktuellen und in der Lehrerbildung genutzten schweizerischen Lehrmittels "Sporterziehung".</p><p>Die Bildungshoheit liegt bei den Kantonen. Aufgrund dieser Kompetenzaufteilung hat der Bundesrat seinerzeit darauf verzichtet, über die quantitative Festlegung des obligatorischen Turn- und Sportunterrichtes hinaus den Kantonen materielle Vorgaben zur Ausgestaltung des Unterrichts zu machen.</p><p>Das Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport wird zurzeit totalrevidiert. Im Bereich des Schulsports geht es dabei um die Frage der Befugnisse des Bundes, für den Sportunterricht Minimalstandards in qualitativer und quantitativer Hinsicht festzulegen. Die Frage, ob und in welcher Form solche Standards auch bezüglich des Schwimmunterrichts bundesrechtlich geregelt werden sollen, wird ebenfalls Gegenstand der Revision sein. Das Vernehmlassungsverfahren zur Totalrevision wird voraussichtlich im 1. Quartal 2008 eröffnet.</p><p>Vor dem Hintergrund der laufenden Totalrevision des Bundesgesetzes sowie der kantonalen Bildungshoheit erachtet der Bundesrat die Aufnahme des Anliegens im Rahmen dieser Motion als nicht opportun und beantragt deshalb deren Ablehnung.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Änderung des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport zu unterbreiten, sodass jedes Schulkind in der Primarschulzeit zwingend Zugang zu einem qualitativ hochstehenden Schwimmunterricht erhält.</p>
    • Schulschwimmen für alle

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