Faire Ferienpreise für Kinder und Jugendliche

ShortId
07.3726
Id
20073726
Updated
28.07.2023 08:21
Language
de
Title
Faire Ferienpreise für Kinder und Jugendliche
AdditionalIndexing
28;15;junger Mensch;Ferien;Preisrückgang;Kind;Familienpolitik;Familienunterhalt;Familie (speziell);Tourismus
1
  • L04K01010104, Ferien
  • L04K11050501, Preisrückgang
  • L03K010303, Familie (speziell)
  • L04K01010103, Tourismus
  • L04K01030305, Familienunterhalt
  • L05K0107010205, Kind
  • L05K0107010204, junger Mensch
  • L04K01030304, Familienpolitik
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>1. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Finanzierung von Ferienreisen während der häufig in die Hochsaisons fallenden Schulferien für Familien mit Kindern ein Problem darstellen kann. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass das Ferienland Schweiz auch für Jugendliche und Familien attraktiv ist. Die Schweizer Jugendherbergen haben ihr Angebot modernisiert und für Familien ausgebaut. Die Schweizer Reisekasse hat sich auf preiswerte Ferien für Familien spezialisiert. Sie gewährt zudem Ferienhilfen für Familien, welche die Kosten nicht allein tragen können. Schliesslich bieten viele Schweizer Destinationen in den Hauptsaisons erschwingliche Ferienpakete für Familien an.</p><p>2. Es ist nach Auffassung des Bundesrates nicht Sache der Bundesbehörden, für günstige Ferienangebote zugunsten einzelner Bevölkerungsgruppen zu sorgen. Der Bund kann zudem nicht in die Marktpreise des Tourismus eingreifen. Überdies wären Preisempfehlungen eher ungeeignete wirtschaftspolitische Instrumente, um Sozial-, Familien- oder Jugendpolitik zu betreiben. Aufgrund der bestehenden Angebote scheint dies für Jugendliche und Familien auch nicht ein dringliches Bedürfnis zu sein. </p><p>3. Schweiz Tourismus wird im Dezember dieses Jahres ein neues Programm für Familienferien in der Schweiz lancieren, welches auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gästegruppe eingeht.</p> Antwort des Bundesrates.
  • <p>Die heutige Situation ist paradox: Wer keine Kinder hat, kann in der Regel von den günstigen Nebensaisonpreisen profitieren. Familien mit Kindern und Jugendlichen hingegen sind aufgrund der Schulferien gezwungen, während der Hochsaison Ferien zu buchen. Damit zahlen ausgerechnet jene, die bereits sonst am meisten Lasten zu tragen haben, die höchsten Preise. Wohl folgt dies der Marktlogik, bleibt aber für Familien höchst unbefriedigend. Auch wenn anerkannt werden kann, dass viele Anbietende den Familien gewisse Vergünstigungen offerieren, sollte nach Wegen gesucht werden, um die Schweiz in der Hochsaison für Familien erschwinglicher zu machen.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: </p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die geschilderte Situation vor dem Hintergrund, dass die Schweiz als Ferienland vor allem auch für Haushalte mit Kindern und Jugendlichen attraktiv sein muss, um im heimischen Markt langfristig bestehen zu können?</p><p>2. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, die Tourismusbranche zu einer konsequent familienfreundlichen Preispolitik zu motivieren?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, über die Plattform von Schweiz Tourismus oder über andere Instrumente darauf hinzuwirken, dass die Touristikanbieterinnen und -anbieter Haushalten mit Kindern und Jugendlichen sowie allein reisenden Jugendlichen künftig in der Hauptsaison Nebensaisonpreise anbieten würden?</p>
  • Faire Ferienpreise für Kinder und Jugendliche
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>1. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Finanzierung von Ferienreisen während der häufig in die Hochsaisons fallenden Schulferien für Familien mit Kindern ein Problem darstellen kann. Gleichzeitig ist er der Meinung, dass das Ferienland Schweiz auch für Jugendliche und Familien attraktiv ist. Die Schweizer Jugendherbergen haben ihr Angebot modernisiert und für Familien ausgebaut. Die Schweizer Reisekasse hat sich auf preiswerte Ferien für Familien spezialisiert. Sie gewährt zudem Ferienhilfen für Familien, welche die Kosten nicht allein tragen können. Schliesslich bieten viele Schweizer Destinationen in den Hauptsaisons erschwingliche Ferienpakete für Familien an.</p><p>2. Es ist nach Auffassung des Bundesrates nicht Sache der Bundesbehörden, für günstige Ferienangebote zugunsten einzelner Bevölkerungsgruppen zu sorgen. Der Bund kann zudem nicht in die Marktpreise des Tourismus eingreifen. Überdies wären Preisempfehlungen eher ungeeignete wirtschaftspolitische Instrumente, um Sozial-, Familien- oder Jugendpolitik zu betreiben. Aufgrund der bestehenden Angebote scheint dies für Jugendliche und Familien auch nicht ein dringliches Bedürfnis zu sein. </p><p>3. Schweiz Tourismus wird im Dezember dieses Jahres ein neues Programm für Familienferien in der Schweiz lancieren, welches auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gästegruppe eingeht.</p> Antwort des Bundesrates.
    • <p>Die heutige Situation ist paradox: Wer keine Kinder hat, kann in der Regel von den günstigen Nebensaisonpreisen profitieren. Familien mit Kindern und Jugendlichen hingegen sind aufgrund der Schulferien gezwungen, während der Hochsaison Ferien zu buchen. Damit zahlen ausgerechnet jene, die bereits sonst am meisten Lasten zu tragen haben, die höchsten Preise. Wohl folgt dies der Marktlogik, bleibt aber für Familien höchst unbefriedigend. Auch wenn anerkannt werden kann, dass viele Anbietende den Familien gewisse Vergünstigungen offerieren, sollte nach Wegen gesucht werden, um die Schweiz in der Hochsaison für Familien erschwinglicher zu machen.</p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: </p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die geschilderte Situation vor dem Hintergrund, dass die Schweiz als Ferienland vor allem auch für Haushalte mit Kindern und Jugendlichen attraktiv sein muss, um im heimischen Markt langfristig bestehen zu können?</p><p>2. Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, die Tourismusbranche zu einer konsequent familienfreundlichen Preispolitik zu motivieren?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, über die Plattform von Schweiz Tourismus oder über andere Instrumente darauf hinzuwirken, dass die Touristikanbieterinnen und -anbieter Haushalten mit Kindern und Jugendlichen sowie allein reisenden Jugendlichen künftig in der Hauptsaison Nebensaisonpreise anbieten würden?</p>
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