Abschaffung der Wasserdispenser in der Bundesverwaltung

ShortId
07.3755
Id
20073755
Updated
28.07.2023 13:33
Language
de
Title
Abschaffung der Wasserdispenser in der Bundesverwaltung
AdditionalIndexing
52;04;übermässige Nutzung der Ressourcen;Getränkeverpackung;Bundesverwaltung;Trinkwasser;Warenqualität;Verschwendung;Massnahmen gegen Verschwendung
1
  • L05K0603030210, Trinkwasser
  • L04K08060103, Bundesverwaltung
  • L06K070101010202, Getränkeverpackung
  • L05K0706010305, Warenqualität
  • L05K0701060111, Verschwendung
  • L04K06010305, Massnahmen gegen Verschwendung
  • L06K060103010105, übermässige Nutzung der Ressourcen
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Wie die Organisation Worldwatch Institute feststellte, ist das Getränk mit dem schnellsten Konsumwachstum der Welt kein anderes als Tafelwasser. Zwischen 1997 und 2005 hat sich der Konsum verdoppelt - eine Entwicklung, die bedeutend von der zunehmenden Verbreitung von Wasserdispensern beeinflusst wurde. Dieses Wachstum bedeutet eine wahre Umweltkatastrophe.</p><p>Die Produktion von Tafelwasser stellt durch die exzessive Nutzung von Mineralwasser und natürlichen Quellen eine Bedrohung für Wasserläufe und Grundwasser dar und entpuppt sich ausserdem als besonders teuer in Bezug auf die nötigen Ressourcen für Pumpstationen, Aufbereitung, Transport, Lagerung und Vertrieb. Diese Energieverschwendung ist in der Schweiz umso mehr inakzeptabel, als das ganze Land mit Leitungswasser versorgt wird, und dies zu einem Preis, der es mit jeder Konkurrenz aufnehmen kann. Die Qualität liegt meist deutlich über jener des kommerziellen Wassers. Eine Studie des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches stellt fest, dass Leitungswasser tausendmal wirtschaftlicher und ökologischer ist.</p><p>Ausserdem betont der Bundesrat im Umweltbericht 2007, er habe das Ziel, die Auswirkungen der Bundesverwaltung auf die Umwelt im Laufe der nächsten Jahre um mindestens 10 Prozent zu reduzieren. Dabei ist zu beachten, dass Wasserdispenser auch elektrische Energie verbrauchen.</p><p>Der Bundesrat soll deshalb nach dem Vorbild des Gemeinwesens von San Francisco die zahlreichen Wasserdispenser, die überall in der Bundesverwaltung zu finden sind, dringend abschaffen.</p>
  • <p>Wasserdispenser werden in der Bundesverwaltung nicht systematisch, sondern individuell auf Eigeninitiative einer Verwaltungseinheit aufgestellt. Derzeit sind rund 165 Apparate in Betrieb. Solche Möglichkeiten, sich rasch und ohne grösseren Aufwand mit Trinkwasser zu bedienen, dienen in nicht unerheblichem Masse der Gesundheit des Personals. Dieser Vorteil dürfte nach Einschätzung des Bundesrates die relativ geringen Umweltbelastungen aufwiegen. Ausserdem können die Wasserdispenser auch mit normalem Leitungswasser betrieben werden. Der Bundesrat kommt nach Abwägung der erwähnten Vor- und Nachteile zum Schluss, dass sich ein Verbot von Wasserdispensern in der Bundesverwaltung nicht rechtfertigt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Unter Berücksichtigung der behandelten Faktoren im Umweltbericht 2007 der Bundesverwaltung und im Hinblick auf den ökologisch und ökonomisch absurden Konsum von Tafelwasser in einem Land, dessen Leitungswasserqualität zu den besten der Welt gehört, wird der Bundesrat beauftragt, die Wasserdispenser in der ganzen Bundesverwaltung abzuschaffen.</p>
  • Abschaffung der Wasserdispenser in der Bundesverwaltung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Wie die Organisation Worldwatch Institute feststellte, ist das Getränk mit dem schnellsten Konsumwachstum der Welt kein anderes als Tafelwasser. Zwischen 1997 und 2005 hat sich der Konsum verdoppelt - eine Entwicklung, die bedeutend von der zunehmenden Verbreitung von Wasserdispensern beeinflusst wurde. Dieses Wachstum bedeutet eine wahre Umweltkatastrophe.</p><p>Die Produktion von Tafelwasser stellt durch die exzessive Nutzung von Mineralwasser und natürlichen Quellen eine Bedrohung für Wasserläufe und Grundwasser dar und entpuppt sich ausserdem als besonders teuer in Bezug auf die nötigen Ressourcen für Pumpstationen, Aufbereitung, Transport, Lagerung und Vertrieb. Diese Energieverschwendung ist in der Schweiz umso mehr inakzeptabel, als das ganze Land mit Leitungswasser versorgt wird, und dies zu einem Preis, der es mit jeder Konkurrenz aufnehmen kann. Die Qualität liegt meist deutlich über jener des kommerziellen Wassers. Eine Studie des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches stellt fest, dass Leitungswasser tausendmal wirtschaftlicher und ökologischer ist.</p><p>Ausserdem betont der Bundesrat im Umweltbericht 2007, er habe das Ziel, die Auswirkungen der Bundesverwaltung auf die Umwelt im Laufe der nächsten Jahre um mindestens 10 Prozent zu reduzieren. Dabei ist zu beachten, dass Wasserdispenser auch elektrische Energie verbrauchen.</p><p>Der Bundesrat soll deshalb nach dem Vorbild des Gemeinwesens von San Francisco die zahlreichen Wasserdispenser, die überall in der Bundesverwaltung zu finden sind, dringend abschaffen.</p>
    • <p>Wasserdispenser werden in der Bundesverwaltung nicht systematisch, sondern individuell auf Eigeninitiative einer Verwaltungseinheit aufgestellt. Derzeit sind rund 165 Apparate in Betrieb. Solche Möglichkeiten, sich rasch und ohne grösseren Aufwand mit Trinkwasser zu bedienen, dienen in nicht unerheblichem Masse der Gesundheit des Personals. Dieser Vorteil dürfte nach Einschätzung des Bundesrates die relativ geringen Umweltbelastungen aufwiegen. Ausserdem können die Wasserdispenser auch mit normalem Leitungswasser betrieben werden. Der Bundesrat kommt nach Abwägung der erwähnten Vor- und Nachteile zum Schluss, dass sich ein Verbot von Wasserdispensern in der Bundesverwaltung nicht rechtfertigt.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Unter Berücksichtigung der behandelten Faktoren im Umweltbericht 2007 der Bundesverwaltung und im Hinblick auf den ökologisch und ökonomisch absurden Konsum von Tafelwasser in einem Land, dessen Leitungswasserqualität zu den besten der Welt gehört, wird der Bundesrat beauftragt, die Wasserdispenser in der ganzen Bundesverwaltung abzuschaffen.</p>
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