In das Projekt Via sicura investieren

ShortId
07.3788
Id
20073788
Updated
28.07.2023 12:36
Language
de
Title
In das Projekt Via sicura investieren
AdditionalIndexing
48;Aktionsprogramm;Durchführung eines Projektes;Sicherheit im Strassenverkehr
1
  • L05K1802020301, Sicherheit im Strassenverkehr
  • L06K070305010102, Durchführung eines Projektes
  • L05K0703050101, Aktionsprogramm
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>2006 starben in der Schweiz 370 Personen im Strassenverkehr. Dies bedeutet einen Rückgang der Zahl der Todesopfer um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen stagnierte die Zahl der schweren Unfälle, und auch die Zahl der Schwerverletzten beträgt noch immer rund 5000 Personen, von denen 20 Prozent dauerhaft invalid bleiben.</p><p>Via sicura, das Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr, welches ein umfassendes Massnahmenpaket beinhaltet, ist seit Jahren in Vorbereitung. Der Bundesrat hat es dem Parlament bisher aber noch immer nicht vorgelegt.</p><p>Gemäss einem Artikel in der Zeitung "Le Temps" vom 3. November 2007, in dem der Forschungsleiter der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung Stellung nahm, belaufen sich die Kosten für die Umsetzung des Projektes Via sicura auf 300 Millionen Franken, und der volkswirtschaftliche Nutzen, der sich aus den vermiedenen Unfallkosten (für Personen- und Sachschäden) ergibt, beläuft sich auf 840 Millionen Franken.</p><p>Sowohl die konkreten Sicherheitsmassnahmen als auch die Präventionsmassnahmen in Form von Weiterbildungen für Junglenkerinnen und -lenker sowie für straffällige Lenkerinnen und Lenker müssen zügig realisiert werden, denn die jüngsten Statistiken in diesem Bereich zeigen, dass Junglenkerinnen und -lenker überdurchschnittlich häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind.</p>
  • <p>Der Bundesrat hat im Jahre 2002 beschlossen, ein Handlungsprogramm für mehr Sicherheit im Strassenverkehr zu erarbeiten. In der Folge hat das Bundesamt für Strassen im Auftrag des UVEK und unter Einbezug von Fachorganisationen, Interessenverbänden, Kantons- und Gemeindebehörden, Wirtschaft und Politik ein entsprechendes Handlungsprogramm des Bundes (Via sicura) erarbeitet.</p><p>Am 23. November 2005 hat der Bundesrat davon Kenntnis genommen und beschlossen, das Handlungsprogramm weiter zu konkretisieren und Umsetzungsvarianten mit Kostenschätzungen und Alternativen vorzulegen. Diese liegen nun vor und zeigen auf, mit welchen rund 60 Massnahmen die Anzahl der im Strassenverkehr getöteten und schwerverletzten Personen innerhalb von zehn Jahren signifikant gesenkt werden kann.</p><p>Am 5. November 2008 hat der Bundesrat das UVEK beauftragt, die Vernehmlassung zu Via sicura, welche bis Mitte März 2009 dauert, zu eröffnen. Zur Umsetzung des Handlungsprogramms werden drei Finanzierungsvarianten zur Diskussion gestellt, wovon eine die vollständige, die beiden anderen nur eine teilweise Realisierung der Massnahmen ermöglichen. Gestützt auf die Ergebnisse der Vernehmlassung wird der Bundesrat entscheiden, welche Änderungsvorschläge er dem Parlament unterbreiten wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • <p>Der Strassenverkehr fordert zahlreiche Todesopfer. Dadurch entstehen unterschiedliche und sehr hohe Kosten für die Gesellschaft: Trauernde Familien stehen plötzlich vor finanziellen und emotionalen Problemen oder müssen ihr Leben aufgrund der Behinderung eines oder mehrerer Familienmitglieder völlig umgestalten. Arbeitgeber geraten wegen des lang andauernden Arbeitsausfalls einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters in eine schwierige Lage. Es entstehen Kosten für das Gesundheits- und das Sozialversicherungswesen sowie für die IV. Deshalb beauftrage ich den Bundesrat, dem Parlament das Projekt Via sicura so bald wie möglich zu unterbreiten, damit es rasch umgesetzt werden kann.</p>
  • In das Projekt Via sicura investieren
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>2006 starben in der Schweiz 370 Personen im Strassenverkehr. Dies bedeutet einen Rückgang der Zahl der Todesopfer um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen stagnierte die Zahl der schweren Unfälle, und auch die Zahl der Schwerverletzten beträgt noch immer rund 5000 Personen, von denen 20 Prozent dauerhaft invalid bleiben.</p><p>Via sicura, das Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr, welches ein umfassendes Massnahmenpaket beinhaltet, ist seit Jahren in Vorbereitung. Der Bundesrat hat es dem Parlament bisher aber noch immer nicht vorgelegt.</p><p>Gemäss einem Artikel in der Zeitung "Le Temps" vom 3. November 2007, in dem der Forschungsleiter der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung Stellung nahm, belaufen sich die Kosten für die Umsetzung des Projektes Via sicura auf 300 Millionen Franken, und der volkswirtschaftliche Nutzen, der sich aus den vermiedenen Unfallkosten (für Personen- und Sachschäden) ergibt, beläuft sich auf 840 Millionen Franken.</p><p>Sowohl die konkreten Sicherheitsmassnahmen als auch die Präventionsmassnahmen in Form von Weiterbildungen für Junglenkerinnen und -lenker sowie für straffällige Lenkerinnen und Lenker müssen zügig realisiert werden, denn die jüngsten Statistiken in diesem Bereich zeigen, dass Junglenkerinnen und -lenker überdurchschnittlich häufig in Verkehrsunfälle verwickelt sind.</p>
    • <p>Der Bundesrat hat im Jahre 2002 beschlossen, ein Handlungsprogramm für mehr Sicherheit im Strassenverkehr zu erarbeiten. In der Folge hat das Bundesamt für Strassen im Auftrag des UVEK und unter Einbezug von Fachorganisationen, Interessenverbänden, Kantons- und Gemeindebehörden, Wirtschaft und Politik ein entsprechendes Handlungsprogramm des Bundes (Via sicura) erarbeitet.</p><p>Am 23. November 2005 hat der Bundesrat davon Kenntnis genommen und beschlossen, das Handlungsprogramm weiter zu konkretisieren und Umsetzungsvarianten mit Kostenschätzungen und Alternativen vorzulegen. Diese liegen nun vor und zeigen auf, mit welchen rund 60 Massnahmen die Anzahl der im Strassenverkehr getöteten und schwerverletzten Personen innerhalb von zehn Jahren signifikant gesenkt werden kann.</p><p>Am 5. November 2008 hat der Bundesrat das UVEK beauftragt, die Vernehmlassung zu Via sicura, welche bis Mitte März 2009 dauert, zu eröffnen. Zur Umsetzung des Handlungsprogramms werden drei Finanzierungsvarianten zur Diskussion gestellt, wovon eine die vollständige, die beiden anderen nur eine teilweise Realisierung der Massnahmen ermöglichen. Gestützt auf die Ergebnisse der Vernehmlassung wird der Bundesrat entscheiden, welche Änderungsvorschläge er dem Parlament unterbreiten wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
    • <p>Der Strassenverkehr fordert zahlreiche Todesopfer. Dadurch entstehen unterschiedliche und sehr hohe Kosten für die Gesellschaft: Trauernde Familien stehen plötzlich vor finanziellen und emotionalen Problemen oder müssen ihr Leben aufgrund der Behinderung eines oder mehrerer Familienmitglieder völlig umgestalten. Arbeitgeber geraten wegen des lang andauernden Arbeitsausfalls einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters in eine schwierige Lage. Es entstehen Kosten für das Gesundheits- und das Sozialversicherungswesen sowie für die IV. Deshalb beauftrage ich den Bundesrat, dem Parlament das Projekt Via sicura so bald wie möglich zu unterbreiten, damit es rasch umgesetzt werden kann.</p>
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