Antidiskriminierungskampagne
- ShortId
-
07.3879
- Id
-
20073879
- Updated
-
24.06.2025 23:34
- Language
-
de
- Title
-
Antidiskriminierungskampagne
- AdditionalIndexing
-
15;Lehrstelle;Erwerbsleben;Rassendiskriminierung;Kampf gegen die Diskriminierung;Informationskampagne;Gleichbehandlung;Stellengesuch
- 1
-
- L06K070202030801, Lehrstelle
- L05K0702020310, Stellengesuch
- L06K070202010402, Erwerbsleben
- L04K05020303, Gleichbehandlung
- L03K050204, Kampf gegen die Diskriminierung
- L04K05020401, Rassendiskriminierung
- L05K1201020301, Informationskampagne
- PriorityCouncil1
-
Nationalrat
- Texts
-
- <p>Studien zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit balkanischer oder türkischer Herkunft bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche zu über 70 Prozent diskriminiert werden. Ihre Dossiers werden nur aufgrund ihrer Namen nicht berücksichtigt. Oft werden ihnen ihre Bewerbungsunterlagen - im Gegensatz zu anderen - nicht zurückgeschickt, respektive es erfolgt nicht einmal eine schriftliche Absage. </p><p>Nicht selten müssen diese Jugendlichen bis zu 500 Bewerbungen schreiben, um eine ihren Fähigkeiten angemessene Lehrstelle zu bekommen. Vielfach klappt es auch dann nicht, und sie müssen Zwischenjahre in Kauf nehmen oder einen Beruf erlernen, der nicht ihren Fähigkeiten entspricht. Dass viele dieser Jugendlichen die Hoffnung nicht aufgeben, ist bewundernswert.</p><p>Die politische Diskussion rund um Asyl- und Ausländerthemen sowie die ständige Vermischung mit der Kriminalitätsrate haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Situation für diese Jugendlichen laufend schwieriger wird. Der Bundesrat hat hier leider wenig bis gar kein Gegensteuer gegeben, sondern im Gegenteil die Situation verschärft. Es ist höchste Zeit, dass der Bundesrat hier Verantwortung übernimmt und die Gesellschaft sensibilisiert, um die Chancen dieser Jugendlichen wesentlich zu verbessern.</p>
- <p>Der Bundesrat nimmt - wie der Bericht Integrationsmassnahmen 2007 aufzeigt - die besondere Situation ausländischer Personen in der Schweiz ernst. Im Rahmen dieses Berichtes sind unter anderem Massnahmen eingeleitet worden, die auf die Sensibilisierung der Arbeitgeber zur Frage des gleichberechtigten Zuganges von Personen mit Migrationshintergrund zum Lehrstellen- wie zum Arbeitsmarkt und des Nutzens von Diversity Management abzielen. Folgende Massnahmen sind besonders zu erwähnen:</p><p>- Förderung des "Case Management Berufsbildung";</p><p>- Schwerpunkt Integration im Rahmen der Projektförderung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie;</p><p>- Optimieren der Kommunikation zwischen Personalberatern und ausländischen Stellensuchenden;</p><p>- interkulturelle Aus- und Weiterbildung der Personalberater;</p><p>- Optimierung des Rahmenkonzepts zur arbeitsmarktorientierten Deutschförderung und Einführung eines Konzepts zur arbeitsmarktorientierten Französischförderung in der Westschweiz und Italienischförderung im Tessin;</p><p>- Aufgabenabstimmung und Verbesserung der Koordination beim Übergang von der obligatorischen Schule zur Berufsbildung;</p><p>- Förderung der Implementierung sowie der Optimierung von Beschäftigungsprogrammen an den Schnittstellen zum ersten Arbeitsmarkt;</p><p>- Verbesserung des Zugangs von ausländischen Stellensuchenden zu Einarbeitungszuschüssen.</p><p>Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) wird im Rahmen der Kampagne "berufsbildungplus.ch" ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung für Jugendliche mit ausländischer Herkunft legen. Die geeignete Auswahl von Texten und Fotosujets soll jedoch ausländische Jugendliche nicht als Problemfälle, sondern als erfolgreich integrierte junge Berufsleute darstellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Kampagne zu starten, die darauf abzielt, Vorurteile bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche abzubauen, und die die entsprechenden Entscheidungsträger darauf sensibilisiert, allen Bewerbern, egal welcher Herkunft, die gleichen Chancen zu geben.</p>
- Antidiskriminierungskampagne
- State
-
Erledigt
- Related Affairs
-
- Drafts
-
-
- Index
- 0
- Texts
-
- <p>Studien zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit balkanischer oder türkischer Herkunft bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche zu über 70 Prozent diskriminiert werden. Ihre Dossiers werden nur aufgrund ihrer Namen nicht berücksichtigt. Oft werden ihnen ihre Bewerbungsunterlagen - im Gegensatz zu anderen - nicht zurückgeschickt, respektive es erfolgt nicht einmal eine schriftliche Absage. </p><p>Nicht selten müssen diese Jugendlichen bis zu 500 Bewerbungen schreiben, um eine ihren Fähigkeiten angemessene Lehrstelle zu bekommen. Vielfach klappt es auch dann nicht, und sie müssen Zwischenjahre in Kauf nehmen oder einen Beruf erlernen, der nicht ihren Fähigkeiten entspricht. Dass viele dieser Jugendlichen die Hoffnung nicht aufgeben, ist bewundernswert.</p><p>Die politische Diskussion rund um Asyl- und Ausländerthemen sowie die ständige Vermischung mit der Kriminalitätsrate haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Situation für diese Jugendlichen laufend schwieriger wird. Der Bundesrat hat hier leider wenig bis gar kein Gegensteuer gegeben, sondern im Gegenteil die Situation verschärft. Es ist höchste Zeit, dass der Bundesrat hier Verantwortung übernimmt und die Gesellschaft sensibilisiert, um die Chancen dieser Jugendlichen wesentlich zu verbessern.</p>
- <p>Der Bundesrat nimmt - wie der Bericht Integrationsmassnahmen 2007 aufzeigt - die besondere Situation ausländischer Personen in der Schweiz ernst. Im Rahmen dieses Berichtes sind unter anderem Massnahmen eingeleitet worden, die auf die Sensibilisierung der Arbeitgeber zur Frage des gleichberechtigten Zuganges von Personen mit Migrationshintergrund zum Lehrstellen- wie zum Arbeitsmarkt und des Nutzens von Diversity Management abzielen. Folgende Massnahmen sind besonders zu erwähnen:</p><p>- Förderung des "Case Management Berufsbildung";</p><p>- Schwerpunkt Integration im Rahmen der Projektförderung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie;</p><p>- Optimieren der Kommunikation zwischen Personalberatern und ausländischen Stellensuchenden;</p><p>- interkulturelle Aus- und Weiterbildung der Personalberater;</p><p>- Optimierung des Rahmenkonzepts zur arbeitsmarktorientierten Deutschförderung und Einführung eines Konzepts zur arbeitsmarktorientierten Französischförderung in der Westschweiz und Italienischförderung im Tessin;</p><p>- Aufgabenabstimmung und Verbesserung der Koordination beim Übergang von der obligatorischen Schule zur Berufsbildung;</p><p>- Förderung der Implementierung sowie der Optimierung von Beschäftigungsprogrammen an den Schnittstellen zum ersten Arbeitsmarkt;</p><p>- Verbesserung des Zugangs von ausländischen Stellensuchenden zu Einarbeitungszuschüssen.</p><p>Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) wird im Rahmen der Kampagne "berufsbildungplus.ch" ein besonderes Augenmerk auf die Sensibilisierung für Jugendliche mit ausländischer Herkunft legen. Die geeignete Auswahl von Texten und Fotosujets soll jedoch ausländische Jugendliche nicht als Problemfälle, sondern als erfolgreich integrierte junge Berufsleute darstellen.</p> Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
- <p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Kampagne zu starten, die darauf abzielt, Vorurteile bei der Lehrstellen- und Arbeitssuche abzubauen, und die die entsprechenden Entscheidungsträger darauf sensibilisiert, allen Bewerbern, egal welcher Herkunft, die gleichen Chancen zu geben.</p>
- Antidiskriminierungskampagne
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