Stopp von antischweizerischer Werbung

ShortId
07.3891
Id
20073891
Updated
27.07.2023 21:55
Language
de
Title
Stopp von antischweizerischer Werbung
AdditionalIndexing
2811;Flüchtling;Nigeria;Kontrolle der Zuwanderungen;Informationskampagne;audiovisuelle Produktion;illegale Zuwanderung
1
  • L05K1201020301, Informationskampagne
  • L05K0108030601, Kontrolle der Zuwanderungen
  • L04K01080101, Flüchtling
  • L05K1202030102, audiovisuelle Produktion
  • L04K03040510, Nigeria
  • L06K010803060101, illegale Zuwanderung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Im nigerianischen Fernsehen ruft ein Unbekannter seinen Vater in Nigeria an. Dieser sitzt in einem stattlichen Wohnzimmer mit weissem Hemd und liest Zeitung. Während der Sohn erzählt, wie es ihm in Europa toll ergehe, laufen Bilder, welche das Gegenteil aufzeigen. Damit sollen Nigerianer abgeschreckt werden, nach Europa zu kommen. EJPD und Bundesamt für Migration begrüssen gemäss "Blick" "solche Aktionen" und beweisen einmal mehr, dass sie von Migration wenig Ahnung haben. Wenn der, der telefoniert, wirklich von diesem Vater stammt, wird er nicht nach Europa fliehen. Er wird vielleicht hierherreisen, um zu studieren. Wer wirklich arm ist, wird diesen Bildern nicht glauben, da er im Alltag den Beweis hat, dass Migration das Überleben sichert. Denn gemäss Uno ist die Summe der Geldsendungen der Migranten nach Hause (Rimessen) bis zu fünfmal so hoch, wie die internationale Entwicklungshilfe. Und davon profitieren gerade die Ärmsten. </p><p>Dennoch wird dieses Video einen Zweck erreichen, den die Afrikaphobiker schon lange haben: das Image der Schweiz zu schädigen oder, wie sie zu sagen pflegen: "die Schweiz weniger attraktiv zu machen". Weniger attraktiv heisst Abbau von Wohlstand.</p>
  • <p>Unter dem Titel Rückkehrhilfe und Prävention irregulärer Migration sieht Artikel 93 Absatz 2 des Asylgesetzes vor, dass Programme im Ausland auch das Ziel verfolgen können, einen Beitrag zur Prävention irregulärer Migration zu leisten. Es stehen dabei die Schaffung von Aufenthaltsalternativen in der Herkunftsregion bei konflikt- und katastrophenbedingter Flucht sowie Informations- und Aufklärungskampagnen über die Risiken irregulärer Migration im Vordergrund. Neben den im Rahmen von Rückkehrhilfeprogrammen durch das Bundesamt für Migration (BFM) in Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) durchgeführten Strukturprojekten vor Ort wird der Migrationsprävention künftig mehr Bedeutung zukommen. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Hilfe vor Ort einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten Migrationspolitik darstellt. </p><p>Die Internationale Organisation für Migration (IOM) führte im Auftrag des BFM ab Mitte 2006 bis Ende 2007 in Kamerun und Nigeria Informations- und Sensibilisierungskampagnen durch. Ziel dieser Kampagnen war es, die einheimische Bevölkerung für die negativen Folgen und Gefahren der illegalen Migration nach Europa zu sensibilisieren. Die Europäische Union beteiligte sich an den Kampagnen. </p><p>Die IOM hat die Informationskampagnen in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden der betreffenden Länder sowie Nichtregierungsorganisationen und anderen Partnern der Zivilgesellschaft, welche die Verhältnisse vor Ort kennen, erarbeitet und durchgeführt. Im Rahmen der Informationskampagnen wurden insbesondere Radioberichte, Fernsehspots, Plakate und Prospekte eingesetzt. Um möglichst alle Bevölkerungsschichten zu erreichen, wurden neben den Amtssprachen auch lokale Dialekte verwendet. Zudem wurden Diskussionsforen in Schulen, Universitäten und Gemeindeversammlungen durchgeführt. Die Informationskampagnen stiessen vor Ort auf grosses Interesse.</p><p>Die Kampagnen in Nigeria und Kamerun sind abgeschlossen und werden zurzeit ausgewertet. Danach wird geprüft, ob die Schweiz in Afrika weitere derartige Kampagnen durchführen wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat möge die TV-Kampagne in afrikanischen Ländern, welche "Flüchtlinge" abschrecken soll, sofort stoppen.</p>
  • Stopp von antischweizerischer Werbung
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Im nigerianischen Fernsehen ruft ein Unbekannter seinen Vater in Nigeria an. Dieser sitzt in einem stattlichen Wohnzimmer mit weissem Hemd und liest Zeitung. Während der Sohn erzählt, wie es ihm in Europa toll ergehe, laufen Bilder, welche das Gegenteil aufzeigen. Damit sollen Nigerianer abgeschreckt werden, nach Europa zu kommen. EJPD und Bundesamt für Migration begrüssen gemäss "Blick" "solche Aktionen" und beweisen einmal mehr, dass sie von Migration wenig Ahnung haben. Wenn der, der telefoniert, wirklich von diesem Vater stammt, wird er nicht nach Europa fliehen. Er wird vielleicht hierherreisen, um zu studieren. Wer wirklich arm ist, wird diesen Bildern nicht glauben, da er im Alltag den Beweis hat, dass Migration das Überleben sichert. Denn gemäss Uno ist die Summe der Geldsendungen der Migranten nach Hause (Rimessen) bis zu fünfmal so hoch, wie die internationale Entwicklungshilfe. Und davon profitieren gerade die Ärmsten. </p><p>Dennoch wird dieses Video einen Zweck erreichen, den die Afrikaphobiker schon lange haben: das Image der Schweiz zu schädigen oder, wie sie zu sagen pflegen: "die Schweiz weniger attraktiv zu machen". Weniger attraktiv heisst Abbau von Wohlstand.</p>
    • <p>Unter dem Titel Rückkehrhilfe und Prävention irregulärer Migration sieht Artikel 93 Absatz 2 des Asylgesetzes vor, dass Programme im Ausland auch das Ziel verfolgen können, einen Beitrag zur Prävention irregulärer Migration zu leisten. Es stehen dabei die Schaffung von Aufenthaltsalternativen in der Herkunftsregion bei konflikt- und katastrophenbedingter Flucht sowie Informations- und Aufklärungskampagnen über die Risiken irregulärer Migration im Vordergrund. Neben den im Rahmen von Rückkehrhilfeprogrammen durch das Bundesamt für Migration (BFM) in Zusammenarbeit mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) durchgeführten Strukturprojekten vor Ort wird der Migrationsprävention künftig mehr Bedeutung zukommen. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Hilfe vor Ort einen wichtigen Beitrag zu einer effizienten Migrationspolitik darstellt. </p><p>Die Internationale Organisation für Migration (IOM) führte im Auftrag des BFM ab Mitte 2006 bis Ende 2007 in Kamerun und Nigeria Informations- und Sensibilisierungskampagnen durch. Ziel dieser Kampagnen war es, die einheimische Bevölkerung für die negativen Folgen und Gefahren der illegalen Migration nach Europa zu sensibilisieren. Die Europäische Union beteiligte sich an den Kampagnen. </p><p>Die IOM hat die Informationskampagnen in Zusammenarbeit mit den Regierungsbehörden der betreffenden Länder sowie Nichtregierungsorganisationen und anderen Partnern der Zivilgesellschaft, welche die Verhältnisse vor Ort kennen, erarbeitet und durchgeführt. Im Rahmen der Informationskampagnen wurden insbesondere Radioberichte, Fernsehspots, Plakate und Prospekte eingesetzt. Um möglichst alle Bevölkerungsschichten zu erreichen, wurden neben den Amtssprachen auch lokale Dialekte verwendet. Zudem wurden Diskussionsforen in Schulen, Universitäten und Gemeindeversammlungen durchgeführt. Die Informationskampagnen stiessen vor Ort auf grosses Interesse.</p><p>Die Kampagnen in Nigeria und Kamerun sind abgeschlossen und werden zurzeit ausgewertet. Danach wird geprüft, ob die Schweiz in Afrika weitere derartige Kampagnen durchführen wird.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat möge die TV-Kampagne in afrikanischen Ländern, welche "Flüchtlinge" abschrecken soll, sofort stoppen.</p>
    • Stopp von antischweizerischer Werbung

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