Präventionsmassnahmen gegen Jugendgewalt

ShortId
07.3894
Id
20073894
Updated
28.07.2023 11:30
Language
de
Title
Präventionsmassnahmen gegen Jugendgewalt
AdditionalIndexing
12;28;Software;junger Mensch;Kommunikationsmittel;Spiel;Filmindustrie;Verkaufsverweigerung;Gewalt
1
  • L05K0107010204, junger Mensch
  • L04K01010207, Gewalt
  • L04K01010106, Spiel
  • L04K12030202, Software
  • L03K120205, Kommunikationsmittel
  • L04K12020305, Filmindustrie
  • L05K0703010109, Verkaufsverweigerung
PriorityCouncil1
Nationalrat
Texts
  • <p>Nach Medienberichten besteht die begründete Annahme, dass in verschiedenen Fällen von Jugendgewalt, insbesondere von Amokläufen und Morden durch jugendliche Gewalttäter im In- und Ausland, das Verhalten durch den regelmässigen Konsum von Gewaltdarstellungen beeinflusst wurde. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Täter zudem einen Hang zu Spielen, die nach diversen Vorfällen in den Medien "Killergames" genannt werden, an den Tag legten. </p><p>Angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft u. a. bei jungen Menschen wäre es dringlich, die Ursachen für dieses Phänomen umfassend abzuklären und gegebenenfalls wirksame Gegenmassnahmen zu planen.</p>
  • <p>Die Nutzung von Medien durch Kinder und Jugendliche hat in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile gehören sogenannte Unterhaltungsmedien (z. B. Fernsehen, DVD, Computerspiele, Internet) zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen. Damit einher gehen teilweise ein ungeschützter Zugang zu gewaltverherrlichenden Darstellungen und die Nutzung von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen. Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass mediale Gewaltdarstellungen sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen im Zusammenspiel mit anderen Umweltfaktoren problematische Auswirkungen haben können.</p><p>Der Bundesrat hat sich mit der Annahme des Postulates Galladé 07.3665, "Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in Unterhaltungsmedien", bereiterklärt zu prüfen, mit welchen Möglichkeiten und Massnahmen der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt in den Medien gewährleistet werden kann. Das Anliegen wird im Rahmen des Berichtes zu den Postulaten Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der Bericht wird u. a. ein Kapitel zum Themenkomplex "Gewaltdarstellungen in Medien" enthalten und den aktuellen Stand der internationalen Forschung zu dieser Thematik zusammenfassen sowie Empfehlungen für die universelle, selektive und indizierte Prävention im Bereich der Medien unterbreiten.</p><p>Dem Anliegen der Motion wird somit Rechnung getragen. Es besteht aus heutiger Sicht kein weiter gehender Handlungsbedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
  • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Einfluss von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen sowie von gewaltverherrlichenden Darstellungen in den Medien, im Kino usw. auf die Jugend und deren Verhältnis zur Gewalt abzuklären. Er soll nötigenfalls Anträge wie Verbote, Nutzerbeschränkungen, Alterslimiten für den Konsum derartiger Darstellungen stellen.</p>
  • Präventionsmassnahmen gegen Jugendgewalt
State
Erledigt
Related Affairs
Drafts
  • Index
    0
    Texts
    • <p>Nach Medienberichten besteht die begründete Annahme, dass in verschiedenen Fällen von Jugendgewalt, insbesondere von Amokläufen und Morden durch jugendliche Gewalttäter im In- und Ausland, das Verhalten durch den regelmässigen Konsum von Gewaltdarstellungen beeinflusst wurde. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die Täter zudem einen Hang zu Spielen, die nach diversen Vorfällen in den Medien "Killergames" genannt werden, an den Tag legten. </p><p>Angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft u. a. bei jungen Menschen wäre es dringlich, die Ursachen für dieses Phänomen umfassend abzuklären und gegebenenfalls wirksame Gegenmassnahmen zu planen.</p>
    • <p>Die Nutzung von Medien durch Kinder und Jugendliche hat in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile gehören sogenannte Unterhaltungsmedien (z. B. Fernsehen, DVD, Computerspiele, Internet) zum Alltag der meisten Kinder und Jugendlichen. Damit einher gehen teilweise ein ungeschützter Zugang zu gewaltverherrlichenden Darstellungen und die Nutzung von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen. Der Bundesrat teilt die Auffassung des Motionärs, dass mediale Gewaltdarstellungen sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen im Zusammenspiel mit anderen Umweltfaktoren problematische Auswirkungen haben können.</p><p>Der Bundesrat hat sich mit der Annahme des Postulates Galladé 07.3665, "Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in Unterhaltungsmedien", bereiterklärt zu prüfen, mit welchen Möglichkeiten und Massnahmen der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt in den Medien gewährleistet werden kann. Das Anliegen wird im Rahmen des Berichtes zu den Postulaten Leuthard 03.3298, "Jugendgewalt", und Amherd 06.3646, "Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention", einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der Bericht wird u. a. ein Kapitel zum Themenkomplex "Gewaltdarstellungen in Medien" enthalten und den aktuellen Stand der internationalen Forschung zu dieser Thematik zusammenfassen sowie Empfehlungen für die universelle, selektive und indizierte Prävention im Bereich der Medien unterbreiten.</p><p>Dem Anliegen der Motion wird somit Rechnung getragen. Es besteht aus heutiger Sicht kein weiter gehender Handlungsbedarf.</p> Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
    • <p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Einfluss von elektronischen Spielen mit Gewaltdarstellungen sowie von gewaltverherrlichenden Darstellungen in den Medien, im Kino usw. auf die Jugend und deren Verhältnis zur Gewalt abzuklären. Er soll nötigenfalls Anträge wie Verbote, Nutzerbeschränkungen, Alterslimiten für den Konsum derartiger Darstellungen stellen.</p>
    • Präventionsmassnahmen gegen Jugendgewalt

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